• Petrified Forest NP: Painted Desert

    March 26 in the United States ⋅ ☀️ 25 °C

    Der Petrified Forest National Park liegt mitten in der Painted Desert, die sich in einer Breite von etwa 250 km im nördlichen Arizona erstreckt. Bekannt ist sie für ihre intensiv farbigen, geschichteten Badlands in Rot, Gelb und Blau, die durch Erosion entstanden.

    Ich habe ich hier genug Zeit, nicht nur die Aussicht von der Strasse aus zu genießen, sondern auch alle verfügbaren Trails zu gehen. Das mache ich so intensiv, dass ich abends von einem Ranger angesprochen und bis zum Ausgang eskortiert werde. 🙈

    Ich wage mich sogar auf den Wilderness Trail. Zu Beginn orientiere ich mich an einem netten Ehepaar aus Michigan, die eine Karte haben und einen guten Blick für den Pfad. Sie sind übrigens genauso überrascht wie ich über die Hitze. Sie fahren seit Jahren immer im März hierher und sind daher bestens ausgestattet mit Thermounterwäsche, haben aber kaum T-Shirts dabei.

    Irgendwann verliere ich sie beim Fotografieren aus den Augen, und den Pfad prompt dazu. Vorab hatte ich bei meiner Recherche noch den Anstoß, to „Get Lost“ gelesen, um eine intensive Wildniserfahrung zu machen. Okay, Auftrag ausgeführt. Jetzt schlage ich mich kreuz und quer durch die Landschaft. Überall gibt es ausgetrocknete Bach- und Flussbetten, die Pfaden ähneln, und jede Menge Trampelpfade von anderen Wanderern, die sich verlaufen haben. Irgendwie gelingt es mir trotzdem, die Agate Bridge zu finden, an der die Umkehr empfohlen wird. Vom Pfad finde ich dort aber wider Erwarten keine Spur. Nur einmal begegne ich anderen Wanderern, aber die sind ebenfalls lost und fragen mich nach dem Weg. Die Richtung ist zum Glück einfach zu finden, denn der Einstieg ist von Weitem zu sehen. Das macht es aber nicht einfach. So hart hier das Holz ist, so weich und bröselig ist der Boden und auch der „Fels“, aus dem die Hubbel bestehen. Ich kann ihn mit dem Finger eindrücken. Blöderweise bin ich oben auf der Hügelkette, muss aber runter. Da ich keinen sicheren Weg finde (Wanderschuhe und -stöcke liegen im Auto), arbeite ich mich schließlich auf allen vieren rückwärts nach unten. Sieht ja keiner. 😉 Irgendwann finde ich den Weg wieder (und eine volle Hundekottüte, die ich vorbildlicherweise mitnehme 😇), allerdings bloß, um ihn gleich wieder zu verlieren. Letztlich schlage ich mich fast die ganze Strecke quer“feld“ein durch. Ganz schön anstrengend (natürlich ist auch wieder genau Mittagszeit), und die stinkende Tüte nervt. Aber es ist ein tolles Erlebnis, und ich bin ein bisschen stolz auf mich.
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