Arches NP mit Aprilwetter
April 1 in the United States ⋅ 🌬 12 °C
Für die letzte Nacht und den heutigen Tag war Regen angesagt. Da schwankte ich: soll ich mal gemütlich ausschlafen oder nehme ich den Rat der Nationalparkverwaltung ernst und bin trotz des abschreckenden Wetters vor acht im Park? Ich entschied mich für Letzteres, ich bin ja nicht zum Schlafen hier. Und bereue meinen Entschluss schnell. Es ist eklig nass-kalt und kaum Sicht. 🌧️🌧️🌧️ Es sieht auch nicht so aus, als hätte ich nach 8 am Eingang lange warten müssen.
Da es Nachmittags besser werden soll mit dem Wetter, bummele ich erst einmal im Auto herum. Ich fahre durch bis ans Ende des Nationalparks und ziehe mein Mittagessen vor auf kurz nach 10. Dann lässt der Regen tatsächlich nach. Es kann also losgehen. 😃
Im Nieselregen wandere ich den Skyline Arch Trail. Am Devil’s Garden Trail hat der Regen ganz aufgehört. Die als sehr schwierig beschriebene Primitive Section lasse ich weg. Wenn’s dafür noch eines Grundes bedürft (?) hätte, dann liefert mir diesen das Schild, das bei Nässe explizit von dem Weg abrät. Der Rest des Wegs bietet auch ein paar schöne Arches.
Den Broken Arch Trail fange ich bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel an und beende ihn bei Blitz, Donner und den ersten dicken Tropfen. Er war so schlecht ausgeschildert, dass sich eine nette Schicksalsgemeinschaft bildete, die gemeinsam nach dem Weg suchte. Generell ist meine Erfahrung: Wenn ich ein „Don‘t leave the Trail“-Schild sehe, kann es nicht mehr lange dauern, bis ich mich verlaufen habe und ungewollt quer durch die Pampa unterwegs bin.
Den Rest des Tages ist das Wetter weiter wechselhaft, typisch April halt. Ich wusste nicht, dass das in den USA auch gilt. Wenn’s trocken ist, setze ich mein Besichtigungsprogramm fort, bei Regen warte ich im Auto. Den Abschluss bildet der Delicate Arch. Da ich fertig bin von dem langen Tag, warte ich hier, ob sich vielleicht noch ein Sonnenuntergang einstellt. Zuerst regnet es, aber am Ende wird meine Geduld belohnt.
Auf der Heimfahrt sehe ich, wie der riesige Vollmond sehr dekorativ unter ein paar kleinen Wölkchen steht. Schnell steuere ich den Balanced Rock an. Und ich lag richtig damit: der Mond steht jetzt genau neben der Felssäule. Die Wirklichkeit ist noch viel magischer und schöner als das Foto, denn Nachtfotografie kann ich (noch) nicht.Read more


















Traveler
Tolle Lichtstimmung!