• Sepilok Orangutan Rehabilitation Center

    12. April 2025 in Malaysia ⋅ ☁️ 32 °C

    orneo – Abenteuer pur, Orangutans & spontane Plans

    Nach drei Tagen Fieber und genug Rumliegen hab ich mir gedacht: „Reicht jetzt! Zurück ins Abenteuer!“ Und was könnte besser sein, als das Sepilok Orangutan Rehabilitation Center?

    Morgens 9 Uhr: Shuttle geschnappt, super easy. Um 10 Uhr saß ich schon gespannt hinter der Glasscheibe für die erste Indoor-Fütterung. Wir Menschen schön sicher drinnen, und draußen? Orangutans in Action! Die Wärter haben das Futter gebracht, und die Orangutans sind so entspannt mit ihren mega langen Armen hergekommen, fast in Zeitlupe. Einfach nur faszinierend!

    Dann kam die Makaken-Gang. Eine ganze Familie, locker 50 Stück, hat abgewartet, bis die Wärter weg waren – dann: Futter-Übernahme-Level-Profi. Aber immer mit Respekt! Die Orangutans hatten eindeutig die Chefrolle, und die Hierarchie unter den Affen war klar. Es war einfach nur cool, diese Dynamik zu beobachten.

    Kokosnüsse knacken, spielen, die Babys bei ihren Mamas – oh mein Gott, ich konnte nicht genug kriegen. Die Mamas waren so liebevoll mit den Kleinen: kuscheln, küssen, streicheln – mein Herz ist einfach geschmolzen. Besonders die Mama mit ihrem kleinen 6-Monate-alten Baby, einfach nur zuckersüß!

    Um 10:30 dann die Outdoor-Fütterung – diesmal nur die Makaken. Auch unterhaltsam, aber ich bin dann später wieder zurück zu den Orangutans bei der Indoor-Fütterung, wo ich bis 12 Uhr alleine saß und einfach alles aufgesogen hab.

    Mittagessen gab’s in der Kantine. Hab dort eine super liebe britische Familie kennengelernt, die in Singapur lebt. Alex (14) war total begeistert von mir und konnte sogar fließend Deutsch! Wir haben so viel gequatscht, sie hat mir aus ihrem Leben erzählt, und wir haben Kontakte ausgetauscht. Gemeinsam sind wir dann zur nächsten Fütterung um 14 Uhr gegangen.

    Indoor war wieder super, aber draußen um 14:30 war der Hammer: Orangutans und Makaken zusammen. Als die Familie früher ging, bin ich nochmal zurück und hatte einen magischen Moment – eine Orangutan-Mama mit ihrem 23 Monate alten Baby kam direkt an mir vorbei, keine 50 Zentimeter entfernt. Die Sonnenstrahlen durch ihr Fell? So schön, dass mir fast die Tränen kamen.

    Mit einem deutschen Paar, das ich dort getroffen hab, hab ich mich nochmal rausgesetzt. Wir haben bis zum Schluss einfach nur beobachtet, wie die Tiere sich bewegen, spielen, und sich gegenseitig ärgern.

    Und dann? Spontan! Die beiden wollten nach Sandakan und haben gefragt, ob ich mit will. Natürlich, ich bin dabei! Um 16 Uhr ging’s los: ATM, bisschen Obst und Snacks beim Supermarkt und dann frischen Fisch direkt am Pier. Fisch, Gemüse und Reis – so lecker, endlich mal richtig frischer Fisch.

    Sandakan selbst? Puh. Nicht wirklich mein Ding. Dreckig, grau, kein schöner Vibe. Man merkt, dass der Tourismus dort noch nicht wirklich angekommen ist. Aber der Abend war trotzdem super entspannt. Danach ging’s direkt zurück ins Hostel.

    Ein langer, aufregender Tag voller Highlights und ganz viel Natur – Borneo, du bist der Hammer!
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