• … und noch eine Heulgeschichte

    25 oktober 2024, Vietnam ⋅ 🌙 23 °C

    Grade bevor wir an diesem lokalen Markt in Ta Gia Khau ankommen, sehen wir eine ganz kleine, alte Hmong Frau wie die uns zuwinkt. Wir steigen vom Töff, begrüßen sie und erkennen, dass schon alt sein muss, und dass sie einen Buckel hat, und verkrüppelt ist. Sie hat eine total liebe Stimme und hält uns beide abwechselnd immer ganz fest. Minh will sie etwas ausfragen, aber ihre Art Hmong zu sprechen kann er kaum verstehen ( das ist wie bei unseren Dialekten, Hmong ist nicht Hmong, da gibt es je nach Region verschiedene Aussprachen und wohl auch Begriffe ). Was Minh aber verstehen kann ist, dass sie kein Dach über dem Kopf hat, sie wohnt draußen an dieser Straße und zeigt uns ihren Platz wo sie kocht und wohnt. Schlafen tut die offensichtlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite an einem Felsen, der etwa 10 Meter über der Strasse liegt. Ob sie dort sowas wie eine Höhle hat konnten wir nicht herausfinden. Dieses Hutzelweibchen ist so agil, kann so rasch laufen, ist quirlig und aufgestellt, wir sind total fasziniert. Nur eins ist sie sicher, nämlich einsam. Sie hat ja niemand und lässt uns beide fast nicht mehr los, drückt sich immer wieder an uns und wir fühlen, dass sie das einfach braucht…
    Natürlich geben wir ihr etwas Geld, das sie sicher ganz dringend braucht und sie bedankt sich so herzlich dafür. Fast zum weinen ist es uns zumute, als sie uns zum Abschied ein Liedlein singt, das Hutzelweibchen mit der grellen und doch nur wunderschönen Stimme…

    Ein Teil unseres Geldes hat sie gleich für Essen eingelöst, auf dem Markt haben wir sie wieder gesehen, wie sie etwas weniges eingekauft hat.
    Meer informatie