• Kaçkar Nationalpark

    August 15 in Turkey ⋅ ☁️ 14 °C

    Eigentlich wollten wir von Çatköy aus direkt weiter Richtung Schwarzmeerküste und schließlich nach Georgien. Dann haben wir uns aber spontan umentschieden und sind stattdessen durch den Kaçkar Dağları Milli Parkı gefahren.
    Die ersten 15 Kilometer hatten wir sogar noch Glück mit dem Wetter und wir konnten zumindest erahnen, wie unglaublich die Aussicht und das Bergpanorama hier bei gutem Wetter sein müssen. Gegen Mittag zog es dann allerdings wieder komplett zu und den Großteil der Strecke sind wir durch dichten Nebel gefahren.
    Umso überraschender war es, als wir plötzlich mitten in einem richtigen Touridorf herauskamen. Nach der ganzen Einsamkeit in den Bergen standen auf einmal überall Mietwagen mit arabischen Urlaubern und große Familiengruppen aus dem Irak. Offensichtlich ist die Gegend hier ein ziemlich beliebtes Urlaubsziel.
    Und das merkt man auch an der Infrastruktur: Jeder Wasserfall ist direkt mit dem Auto erreichbar und so ausgebaut, dass wirklich niemand mehr weit laufen muss. Dazu gibt es Çay und Köfte an jeder Ecke, Touribusse, Souvenirshops, Schaukeln über Flüssen und Tälern, jede Menge Instagram-Spots und dazwischen wilde Hunde.
    Für uns ging es weiter Richtung Schwarzes Meer. Entlang der Strecke reihten sich noch Raftingangebote, Terrassenrestaurants direkt am Fluss und immer wieder Teefelder an den steilen Berghängen mit kleinen Cottages dazwischen. An den Teeterrassen standen die typischen Stelzenhäuser, die hier scheinbar einfach irgendwo in die Hänge gebaut werden.
    Alles war dabei von Nebelschwaden und nasskaltem Wetter eingehüllt. Nach den trockenen und heißen Wochen im Landesinneren fühlte sich das nach einer anderen Welt an - wie im Regenwald.
    Irgendwann erreichten wir schließlich die Autobahn entlang der Schwarzmeerküste und waren damit nach vielen einsamen Bergkilometern auch wieder mitten die Zivilisation.
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