• Ornbau - Altmühltalbrücke

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    Nach den letzten Stopps entlang der A6 haben wir uns entschieden, die näheren Ziele einfach mal von zuhause aus anzugehen. Also sind wir heute mit dem Auto zum Altmühlsee gefahren und sind dort mit dem Fahrrad weiter gefahren.

    Unser Ziel war die alte Altmühlbrücke bei Ornbau. Schon die Anfahrt ist entspannt, aber richtig schön wird es dann unten an der Altmühl selbst. Die Brücke stammt ursprünglich aus dem Mittelalter, wurde im 16. Jahrhundert ausgebaut und besteht aus mehreren steinernen Rundbögen, die sich ruhig über den Fluss ziehen. Früher war sie Teil einer wichtigen Handelsroute durch die Region und gleichzeitig Zugang zur Stadt. Heute ist sie nur noch für Fußgänger und Radfahrer offen – perfekt also für so eine Tour.

    Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Brücke, Stadttor und Kirche direkt dahinter. Das Torhaus mit seinem markanten Giebel bildet quasi den Eingang zur Stadt, dahinter ragt die Kirche St. Jakobus mit ihrem Turm auf. Genau dieses Ensemble macht den Spot so fotogen – von der Flussseite mit den Bögen oder direkt auf der Brücke mit Blick ins Tor.

    Direkt an der Brücke stehen auch barocke Figuren, typisch für viele alte Brücken in Süddeutschland. Eine davon hast du ja fotografiert – diese Figuren sollten Reisende schützen und haben oft religiöse Bedeutung.

    Die Landschaft rundherum ist typisch Altmühltal: flach, weitläufig, viele Wiesen und Wasserarme. Und dann plötzlich – wie bei dir – ein Storch mitten im Feuchtgebiet. Passt perfekt, weil die Gegend ein bekanntes Rückzugsgebiet für Störche und andere Wasservögel ist.

    Ornbau selbst ist tatsächlich etwas Besonderes: Mit knapp über 1.500 Einwohnern gilt es als die kleinste Stadt Mittelfrankens. Und „Stadt“ ist hier wirklich historisch gemeint – denn Ornbau hat bis heute eine nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer. Die wurde im Mittelalter gebaut, als der Ort eine wichtige Grenz- und Handelsstation war.

    Die Stadt gehört historisch zum Einflussbereich des Deutschen Ordens, was man auch an der Struktur und den Gebäuden merkt. Trotzdem wirkt der Ort heute eher ruhig und fast verschlafen. Die große Stadtmauer wirkt fast überdimensioniert für den kleinen Ort – genau das gibt ihm aber auch diesen besonderen Charakter.

    Ganz ehrlich: Die Stadt selbst ist jetzt kein Highlight im Sinne von „viel zu sehen“, aber eine nette Mischung aus Geschichte, Ruhe und Landschaft macht den Reiz aus. Die Brücke und das Ensemble dort sind definitiv das Highlight.

    Wir sind dann noch weiter Richtung Bechhofen gefahren – klassischer nächster Stopp entlang der Altmühl.
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