• Carlsbad Caverns

    2. maj 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 31 °C

    Am nächsten Morgen fahren wir zu den etwa 30 Minuten entfernten Carlsbad Caverns. Wir haben am Vorabend ein Ticktet reserviert und kommen nun ohne große Wartezeit rein. Auf dem Weg zum Höhleneingang lernen wir ein älteres amerikanisches Ehepaar kenne, welche in ihrem Rentnerdasein in einem großen Wohnmobilbus mit angehängtem PKW leben. Sie haben alles verkauft und leben nun seit 3 Jahren so und kurven quer durch die USA. Auch ein Lebensmodell. Wir sind vom Höhleneingang beeindruckt. Er ist riesig und es scheint wie in einem Trichter tief hinein zu gehen. Fledermäuse umflattern uns und es riecht nach deren Exkrementen. Die Luft wird kühl und feucht. Der Weg nach unten in die Höhle ist etwa 4 km lang und windet sich über einen asphaltierten Pfad runter in die Tiefe. Wir kommen an eindrucksvollen Steinformationen vorbei. Natürlich gibt es die Tropfsteinformationen, aber auch riesige Felsbrocken, welche von eingestürzten Deckenbereichen zeugen und feine Felsformationen, welche wie versteinerte Korallen aussehen. Das gesamte Bergmassiv ist nämlich ursprünglich ein Meeresriff gewesen, welches vor Billionen von Jahren ausgetrocknet und zu Festland geworden ist. Ein absoluter Wahnsinn, allein die Ausmaße der Höhle. Am Höhlengrund angekommen verläuft der Pfad durch zwei riesige Hallen mit Felsformationen, welche an Mordor vom Herr der Ringe erinnern oder einfach nur an außerirdische Mondlandschaften. Tief beeindruckt fahren wir nach mehr als 3 Stunden mit dem Aufzug wieder nach oben. Wir sind eigentlich keine Höhlenfans, aber diese hat uns echt umgehauen. Oben treffen wir nochmal das amerikanische Ehepaar vom Eingang und bekommen von ihnen noch Tipps für unsere weitere Reise und eine App, welche private Gastgeber listet, die Camper kostenlos bei sich übernachten lassen. Interessant. Wir beschließen den Nachmittag gemütlich auf einen Picknickplatz des Guadalupe Mountains Nationalparks zu verbringen. Dort angekommen, spricht uns ein älterer Mann an (er heißt tatsächlich auch Thomas), welcher alleine im Auto durch die Wüsten Amerikas unterwegs ist. Er kommt aus Kentucky, bezeichnet sich als HillBilly und ist sehr unterhaltsam. Wir setzen uns mit ihn in den Schatten und plaudern über Amerika, die Wahlen und die Gesellschaft. Es ist ganz interessant und er besteht darauf, dass wir uns den kleinen See im hinteren Teil des Picknickplatzes ansehen müssten. Also wandern wir mit ihm dahin. Der See ist klein und rundherum grün bewachsen. Das Wasser wird auch über Kanäle landwirtschaftlich genutzt. Eine kleine Oase mitten in dem wüstenartigen Gelände. Wir essen, können ihn aber leider nichts anbieten, weil wir ihn nicht eingeplant haben. Er isst seine Wurst und seinen Käse und unterhält uns weiter. Dann düst er ab, nachdem wir ihm eine nahegelegene Badestelle empfohlen haben. Wir machen uns wieder zurück zu dem Campingplatz des Vorabends und genießen den Sonnenuntergang. Heute gibt es noch ein zweites deutsches Wohnmobil auf dem Platz. Wir sprechen das Ehepaar aus der Pfalz an und es stellt sich tatsächlich heraus, dass sie ihr Expeditionsmobil auf dem selben Schiff wie wir verschifft haben, nur nach Baltimore. Wir setzen uns auf ein Bierchen zusammen und es wird ein unterhaltsamer Abend.Læs mere