• Gates of the Mountains

    7. juli 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach einer ruhigen Nacht frühstücken wir in der Sonne vor unserem Buschen und den Blick auf den Stausee. Da kommen die Besitzer der Wohnwagen an. Warum man morgens zu seinem Wohnwagen kommt ist uns schleierhaft, aber wir fahren nach Helena. Dort gehen wir in die Kathedrale und machen einen schönen, feierlichen und sehr vollen Gottesdienst mit. Danach suchen wir eine Tankstelle zum Ver- und Entsorgen. Alles funktioniert und wir fahren eine halbe Stunde nördlich von Helena an den Missouri um die Bootstour zum Gate of the Mountains mitzumachen, welche wir schon vorgestern für zwei Uhr Nachmittag gebucht hatten. Heute haben wir wirklich Glück mit dem Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein setzen wir uns in das Boot. Wir fahren in einen tiefen Canyon durch den der Missouri fließt. Die Bootsführerin erzählt viel und sehr interessant. Sie macht uns auf Adlerhorste aufmerksam und beschreibt die noch immer ursprünglich erhaltene Canyon-Landschaft mit den leidenschaftlichsten Geschichten. So wie es heute aussieht, sah es bereits zu Zeiten von Lewis und Clark aus. Also noch eine Urlandschaft. Der Canyon hat steile Kalkfelsen, welche bizarr geformt sind und auch offene Fensterbögen bilden. Am Ende des Canyons gibt es ein Perspektivwechsel, bei dem die Felswände des Canyons sich wie ein Tor schließen und wieder öffnen. Ein sehr interessanter Effekt. Wir halten noch an einem Picknickplatz und können die Füße in den eiskalten Missouri stecken, dann ist die zweistündige Fahrt auch schon vorbei, welche sich aber sehr gelohnt hat. Wir fahren weiter über die Weiten Montanas Richtung Glacier Park. Die Hügel werden immer trockener und das Gras darauf immer brauner. Auf einmal piepst unsere Add Blue Anzeige. In der Tankstelle des nächstgelegenen größeren Örtchens gibt es kein Add Blue dafür aber eine Eisdiele mit hervorragendem Eis. Wir fahren zu einem kleinen Wasserreservoir am Fuße der Rocky Mointains. Eine mehr als 5 Meilen lange Waschbrettstraße bringt uns fast zur Verzweiflung, aber dann liegt dieser schon merklich geschrumpfte See vor uns und sieht mit den dahinter gelegenen Rocky Mountains einfach umwerfend schön und friedlich aus. Es gibt fünf Stellplätze. Kein Mensch ist da, nur jede Menge Rindviecher, welche am See trinken gehen und überall herumstehen. Wir suchen nach einem halbwegs ebenen Plätzchen und finden sogar noch Feuerholz für unsere Steaks zum Grillen. Was will man mehr. Ein richtig kleines Paradies. Wir genießen den Sonnenuntergang über dem See und den Rockys und wissen, warum wir dieses weite Land so ins Herz geschlossen haben.Læs mere