Quiriguá
27. april 2025, Guatemala ⋅ ⛅ 31 °C
Heute gehen wir nach dem Frühstück nochmal ins Städtchen, um 08:00 Uhr ist der Gottesdienst, an dem wir teilnehmen wollen. Die Kirche ist sehr voll, wir bekommen gerade noch einen Platz. Es gibt Livemusik von einem Gitarristen und drei Sängerinnen, sehr schön, aber mit dem Verstärker recht laut. Der Pfarrer ist sehr gut zu verstehen, es dauert etwa anderthalb Stunden. Danach telefonieren nochmal mit der Familie und dann geht es weiter, unser Ziel heute ist Quiriguá, eine weitere Maya-Stätte. Doch erst einmal müssen wir die Grenze nach Guatemala überqueren. Das wird unser bisher schnellster und einfachster Grenzübertritt. Sowohl die Migration als auch der Zoll beider Länder sind in einem Gebäude und nach sage und schreibe 25 Minuten ist es geschafft. Das ist geradezu rekordverdächtig. Wir fahren also weiter durch Guatemala. Gegen Nachmittag überkommt uns der Hunger und wir suchen uns ein gutes Restaurant am Straßenrand und gehen essen. Danach fahren wir nach Quirigura suchen uns einen schönen, schattigen Platz zum parken und gehen zum Ticketschalter. Es ist schon nach vier Uhr, wir sind nicht sicher, ob das heute noch klappt. Der sehr freundliche Mann dort meint aber, so groß sei das Gelände nicht, es sei ja noch über eine Stunde offen, also gehen wir heute noch rein. Die Entscheidung war richtig, es ist ein weitläufiges Gelände mit einigen großen Pyramiden und vielen sehr hohen Stelen, darunter die mit 10,7m höchste Stele der gesamten Maya-Kultur. Die Stelen sind sehr detailreich und kunstvoll gearbeitet, sehr interessant. Wir schlendern über das Gelände und auf die Gebäude, das ist hier alles noch zugänglich und auch jeweils mit Tafeln beschrieben. Die Stadt Quiriguá war in ihrer Bedeutung offenbar damals sehr viel wichtiger, als die Ruinen heute erahnen lassen, immerhin haben sie einen Krieg gegen Copan gewonnen, so gegen Ende der Blütezeit von Copan. Besonders schön ist die Besichtigung auch dadurch, daß wir fast alleine sind, sehr schön. Da das Personal der Ausgrabungsstätte uns erlaubt auf dem Parkplatz über Nacht stehen zu bleiben und dieser mit einem Tor gesichert ist und die ganze Nacht bewacht, bleiben wir praktischer Weise dort stehen, Nach der Besichtigung gönnen wir uns noch eine Dusche am Buschen und ein gutes Bierchen vor dem Schlafengehen. Neben der Ausgrabungsstätte ist eine große Bananenplantage, zu der ein heftiger Schwerlastverkehr herrscht - jetzt am Abend wird es weniger, hoffentlich fangen sie morgen nicht allzu früh wieder an.Læs mere



















