Fahrt über den Rio Dulce nach Livingston
29. april 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 31 °C
Morgens laufen wir zur Bootsablegestelle. Die Boote sollen um 9:30 nach Livingston abfahren. Wir sind sicherheitshalber schon um 9:00 Uhr da. Die Ticketverkäufer sagen, das öffentliche Boot nach Livingston ginge um 9:30 los, wir sollten an der Bootsablegestelle warten. Wir beobachten die Frauen beim Wäsche waschen im See. Dann kommt der Ticketverkäufer runter und ein Boot legt an. Das sei eine Toristentour. Wir können für den gleichen Preis mitfahren wie das öffentliche Boot. Thomas wehrt das noch ein bisschen ab, aber ich finde es gar nicht so schlecht. Dann bekommen wir doch mehr vom Rio Dulce mit und rasen nicht so durch. Also stimmen wir zu, bezahlen und steigen ein. Die Hinfahrt soll drei Stunden dauern. Dann ist in Livingston 2,5 Stunden Aufenthalt und dann die Rückfahrt. Wir stoppen noch an drei Lodges. Dann sitzen 14 Personen im Boot. Wir haben den Platz ganz vorne und können so die geruhsame Fahrt genießen. Das Boot stoppt am Ufer und an kleinen Inselchen. Man sieht viele Vögel und auch Wasserpflanzen. Der Fluß wird immer breiter und geht in ein Flußdelta über. Wir fahren in einen Arm und es gibt einen kurzen Toilettenstop. Dann fahren wir an steilen Felswänden vorbei, welche von tief grünen Dschungel überwuchert sind. Die grüne Hölle. Wir kommen in Livingston am Bootssteg eines Hotels an. Werden rausgelassen und um 14:30 geht das Boot von da zurück. Wir schlendeern durch Livingston. Es ist ein etwas verschlafenes und sehr heruntergekommenes Dörfchen. Die Einwohner sind meist schwarz, was wir bisher so noch nicht in Guatemala gesehen haben. Am Stadtstrand setzen wir uns an einen Tisch unter Palmen. Der Strand wäre hübsch, wenn er nicht so vermüllt wäre. Eine Frau geht in dem trüben Wasser schwimmen. Für uns sieht es nicht sehr einladend aus. Ein junges Mädchen kommt und nimmt die Bestellung auf. Wir möchten Bier. Sie zählt drei Namen auf. Das letzte haben wir noch nicht gehört, soll lokal sein. Wir bstellen es und das Mädchen kommt mit zwei kleinen Schnapsgäsern mit bräunlicher Füllung an. Schnaps um die heißeste Mittagszeit haben wir nicht bestellt. Wir wollten ein Bierchen, denn wir haben Durst. Sie meint nur lakonisch, dass sei doch auch Alkohol. Wir bestehen aber auf das Bierchen, bekommen ein Corona und der Schnaps geht wieder zurück. Dann laufen wir noch etwas am Ufer entlang. Der Strand ist völlig überbaut mit schrottreifen Gebäuden und der letzte Rest sieht abgeschwemmt aus. Livingston ist wirklich kein einladender Ort und so sind wir froh, nach 2,5 Stunden wieder zurückfahren zu können. Die Rückfahrt geht zackig und schnell. Wir genießen den Fahrtwind und den wirklich wunderschönen Fluß. Natur pur ohne jegliche Bebauung. Zurück in San Felipe am Fort gehen wir zu einem Restaurant am Ufer essen. Der Blick von dort zur Brücke über den Rio Dulce ist phänomenal und das Essen ist super lecker. Ich habe einen gegrillten Fisch mit Kokusnußsosse und Bananen. Das ist zum reinlegen, und Thomas hat die großen Charakol Schnecken in Knoblauchsauße. Das ist wirklich ein echtes kulinarisches Highlight unserer Reise. Wir lassen den schönen Tag gemütlich am Buschen ausklingen. Wir kaufen noch die Online Tikets für Tikal und nach einigem hin und her klappt es dann doch.Læs mere




















