• Yaxha

    3. maj 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 36 °C

    Heute wollen wir weiter nach Yaxha, der nächsten Ausgrabungsstätte. Es sind nur etwa 120 Kilometer, aber die haben es in sich, die ersten 20 Kilometer bis zum Parkausgang darf man nur maximal 30km/h fahren. Dann fahren wir am See von Flores vorbei und parken, um mit den Eltern und Philipp zu sprechen. Wir sehen eine Frau im See schwimmen, welche uns auch freundlich zuwinkt. Sie spricht mich an und so entwickelt sich ein nettes Gespräch. Sie ist Österreicherin und seit 4 Jahren am Goetheinstitut in Guatemala Stadt tätig. Spontan lädt sie uns ein. Leider kommen wir in Guatemala Stadt nicht mehr vorbei. Wir freuen uns dennoch über die Einladung. Weiter geht es Richtung Grenze nach Belize. Die Straße wird immer schlechter und Thomas fährt das reinste Slalom. Dann biegen wir auf eine unbefestigte Straße ab und es gibt 11 Kilometer schlechte unbefestigte Straße durch den Dschungel. Am Eingang von Yaxha kaufen wir das Eintrittsticket und erkundigen uns nach dem Campingplatz. Der ist überraschenderweise kostenfrei bei Besuch der Ruinen. Das ist eine wirklich nette Überraschung. Wir fahren zum Campingplatz direkt am See. Im März muß es heftige Regenfälle gegeben haben und so ist der Wasserpegel noch recht hoch. Die Bäume m Ufer stehen noch unter Wasser und zu den wirklich schön am See gelegenen Palapas kommt man auch nicht mit dem Buschen. Durch das Uferwasser mit dem matschigen Untergrund wollen wir lieber nicht fahren. Also stellen wir uns oberhalb auf den kleinen Parkplatz neben eine Gemeinschaftspalapa. Ausgerechnet da kommt der einzigste Besucher des Tages und Thomas muss ziemlich kurbeln bis wir einen halbwegs ebenen Platz haben, Dann noch vorne die Keile und so geht es. Der andere Besucher fährt wieder weg. Seiner Frau und Tochter ist das hier zu viel Natur. Na, uns soll es recht sein. Wir machen in der Mittagshitze Siesta und essen einen Salat. Als es langsam kühler wir, laufen wir zu den Ausgrabungen. Etwa 20 Minuten steil bergauf und wir sind am Eingang. Die erste Pyramide empfängt uns. Eine Gruppe älterer Amerikaner ist auch da. Es ist ganz schön anstrengend bei dem Klima und dann sogar noch mit Stöcken als Gehhilfe. Amerikaner sind schon komisch. Einige trauen sich nicht aus ihrem Bundesstaat und andere meinen, noch im hohen Alter Dschungeltouren machen zu müssen. Das muss man nicht verstehen. Wir laufen weiter. Ein wirklich lautes Brüllaffenkonzert beginnt. Wir klettern über alte Ruinen und suchen den Baum, auf dem die Affen stehen. Das Konzert hat auch eine Gruppe junger Amerikaner angelockt. Bei so viel trampelden Menschen verstummen die Affen. Wir laufen an vielen nur wenig ausgegrabenen Gruppen vorbei bis zum Ende. Dort gibt es zwei wunderschöne Pyramiden. Wir klettern hoch und genießen die Aussicht. Dann laufen wir zu Akropolis. Dieset Hauptplaz wird neben dem Hauptgebäude der Akropolis von drei Pyeamiden flnkiert. Sehr eindruckvoll, wenn auch nicht so hoch wie Tikal. Wir klettern auf die Pyramide, vom der aus man den Sonnenuntergang am besten sehen kann. Erst sind nur drei Leute oben, dann kommen immer mehr. Einige Posen wie die Blöden und es ist wirklich unangenehm. Wir verlassen die Pyramide, bevor der Sonnenuntergang losgeht. Schade, aber hier gibt es keine Aufsicht wie in Tikal, welche für Ruhe sorgt. Wir besichtigen noch einige nebenliegende Ausgrabungsfelder und laufen zurück zum Campingplatz bevor es ganz dunkel ist. Die Ausgrabung hat sich gelohnt, ist aber nach Tikal ist alles schon eher zweitklassig.Læs mere