• Belize - Mennoniten in Shipyard Village

    11. maj 2025, Belize ⋅ ☀️ 31 °C

    Wir haben gut geschlafen. Doch morgens ist von den Bewachern keiner mehr zu sehen und das Tor steht sperrangelweit auf. So viel zu dem Thema Bewachung. Wir haben aber gut und ruhig geschlafen. Das ist ja die Hauptsache. Nach dem Frühstück machen wir uns auf zur Hauptkirche. Belize Stadt wirkt Sonntag morgens total verschlafen, etwas abgegammelt und irgenwie ärmlich. An der anglikanischen Kathedrale angekommen, entpuppt diese sich als eine einfache aber schöne Holskirche. Es ist kurz vor zehn. Um zehn soll der Gottesdienst losgehen, aber der Vorgängergottesdienst ist noch in vollem Gange. Also warten wir. Kurz nach zehn ist der Gottesdienst zu Ende. Die einen gehen, die anderen kommen. Wir haben bereits halb elf und nichts geht los. Thomas meint, die haben eben die karibische Zeit. Dann endlich geht es los. Der Gottesdienst ist schön und da heute Muttertag ist werden die Mütter entsprechend geehrt. Das ist langwierig, da jede Mutter nach vorne gerufen wird und ein Geschenk bekommt. Wir klinken uns irgenwann aus und suchen eine Internetverbindung um unsere Eltern anzurufen. Wir schlendern noch etwas durch die Stadt, welche wirklich keine Hifhlighs bietet und fahren dann los. Unser Ziel heute ist Lamanai, eine Maya Ausgrabungsstätte. Wir fahren bis vor Orange Walk und biegen dann ab. Nach ein paar Kilometern hört der Asphalt an und die Schotterpisten beginnt. Die Fahrt geht quer durch Mennonitenland. Die einzelnen Höfe liegen weit verstreut. Die Menschen nutzen Pferdekutschen und sind sehr altertümlich gekleidet. Die Männer tragen Hosen mit Hosenträgern und breitkrempige helle Hüte. Die Frauen haben meist dunkele lange Kleider an und die Haare unter einem Tuch versteckt. Auf dem Tuch dann noch ein breitkrempiger Hut. Die Kinder sind genauso wie die Erwachsenen gekleidet und es gibt viele Kinder. Die Menschen sind blond und hellhäutig. Die Mennoniten stammen aus Deutschland und Holland und sind vor mehr als hundert Jahren nach Belize gekommen, um Landwirtschaft zu betreiben und frei ihren Glauben leben zu können. Sie haben sich nicht in das Land integriert sondern leben separiert in ihren Gemeinschaften und sprechen Ditsch, ein deutscher Dialekt, welcher wie Plattdeutsch klingt. Das ist wirklich interessant. Die Ortschaften haben keinen Stadtkern und auch keine Kirche. Nur weit auseinanderliegende Bauernhöfe. Wir fahren bis zu den Ausgrabungen und finden in dem kleinen indegenen Dörfchen einen schönen Stellplatz im Garten eines Guatemalteken. Da es schon später Nachmittag ist, gehen wir essen und bummeln bis zum Fluß. Die Ausgrabungen werden wir morgen früh besichtigen. Ein schweizer Päärchen steht auch noch auf dem Stellplatz. Die beiden sind auf den Weg nach Panama und wir unterhalten uns noch ganz nett.Læs mere