• Barichara - "Schönstes Dorf Kolumbiens"

    November 12 in Colombia ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute gibt es frisch gebackenes Brot von Julia. Roggenbrot, wohlgemerkt. Wir genießen es zum Frühstück zusammen mit zwei frisch gelegten und weichgekochten Eiern. Himmlisch. Heute wandern wir in den kleinen Ort Barichara. Direkt hinter dem Campingplatz geht ein Fußweg steil hinauf über einen Berg und dann wieder hinab ins Dorf. 40 Minuten sagt die Wanderapp. Wir lassen uns aber Zeit und sind nach fast 1,5 Stunden im Dorf. Das Örtchen ist super sauber und aufgeräumt. Die Straßen sind alle mit Kopfsteinpflaster belegt und die kleinen weißen Häuser mit braunem Sockel ergeben ein einheitliches Ortsbild. In der Mitte ist der große Zocalo mit alten und hohen Bäumen und Palmen. Eine wunderschöne sandsteinfarbene Kathedrale liegt auch am Platz. Der Altar ist reich vergoldet und die Seitenkapelle auch. Hier waren sie früher mal reich. Wir wandern weiter durch das Dorf bis zu einem Aussichtspunkt am anderen Ende. Dort gibt es einen rötlichen Felsabbruch, welcher senkrecht in das Flusstal runtergeht und eine herrliche Aussicht bietet. Wir genießen die Aussicht und gehen dann essen. Die Hauptmahlzeit der Kolumbianer ist das Mittagessen, das Almuerzo. Wenn das so ist, machen wir das auch mal so. Thomas hat ein Restaurant rausgesucht, was eigentlich eine Kochschule ist. Hier werden die jungen Leute zu Köchen und Kellnern ausgebildet. Das hört sich gut an. Wir sitzen schön in einem Innenhof und genießen das köstliche Essen. Thomas hat einen Ziegenbraten mit Rotweinsosse, der auf der Zunge zergeht. Ich habe ein Kalbssteak mit Chimichurrisosse. Das war wirklich das beste Essen, welches wir in Kolumbien hatten. Dazu Maracujasaft und Salat. Echt top. Wir schlendern noch durch das Örtchen, welches uns sehr gut gefällt und trinken noch ein Bierchen in einem Restaurant am Ortsrand mit herrlicher Sicht über das Tal. Zurück gehen wir auf dem Camino Real. Dieser Weg wurde schon vor hunderten von Jahren von Indianern gebaut, um die kleinen Dörfer miteinander zu verbinden. Er ist immer noch gut erhalten und so wandern wir auf diesem Weg Richtung Guane. Nach etwa 2,5 Kilometern biegen wir von dem Weg ab und gehen hoch zu unserem Campingplatz. Der Rückweg ging deutlich schneller als der Hinweg über den kleinen Pfad unmd den hohen Bergrücken. Wir genießen noch den Luxus einer heißen Dusche und fallen müde und voller neuer Eindrücke ins Bett.Read more