Salento
9 december 2025, Colombia ⋅ ☁️ 20 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück mit wunderschöner Kulisse geht es weiter. Wir verabschieden uns von dem französischen Backpacker Päarchen, mit dem wir uns gestern bis spät in die Nacht unterhalten haben. Sie sind auf Weltreise und haben sich eine einjährige Auszeit genommen. Das ging zu unserer Zeit nicht so einfach. Wir fahren also los und bleiben nach gut zwei Kilometern an der Baustelle stecken. Bei der Hinfahrt ging es bergab und es war trocken. Heute Nacht hat es heftig geregnet. Das Stück befahrbarer Straße ist völlig aufgeweicht und hat riesige, tiefe und matschige Spurrillen. Thomas nimmt Anlauf, aber die Strassenarbeiter wedeln heftig und so stoppt er und fährt rückwärts zurück. Sie bräuchten noch etwa drei Stunden um die Straße soweit für 2x2 befahrbar zu machen. Thomas muss also rückwärts bis zu einer Hofeinfahrt, wo er dreht. Wir finden eine Stelle in der Nähe wo Gestein für den Straßenbau abgeladen wurde. Hinter diesem Hügel parken wir am Straßenrand. Was sollen wir tun. Wir laufen zurück und schauen den Straßenarbeitern zu. Acht Männer bemühen sich nach allen Kräften, mit lediglich zwei Schubkarren und Schaufeln. Es geht vorran. Die tiefen Spurrillen werden zugeschüttet. Es stoppt ein Österreicher mit seiner kleinen Tochter und einem normalen Auto. Auch er kommt nicht durch. Wir unterhalten uns kurz. Er ist wegen der aus seiner Sicht chaotischen Zustände in Österreich mit seiner Frau und seinem Kind nach Kolumbien ausgewandert. Hier hat er eine Farm gekauft und will jetzt Austernpilze züchten und seine Tochter selber unterrichten. Hier gibt es wirklich schräge Vögel. Ihm wird das Warten zu lange und er kehrt mit seiner Tochter auf seine Farm zurück. Wir warten. Nach etwa drei Stunden erklären die Bauarbeiter die Straße für befahrbar. Thomas überredet sie, noch einen Holzpfahl zu entfernen, welcher die Fahrbahn am Hang sehr eingeengt hat. Ohne Pfahl braucht er nicht so präzise zu lenken, was bei der steilen und schwer befahrbaren Strecke nicht so möglich ist. Wir holen das Buschen. Thomas nimmt Anlauf um hochzukommen. Auf halber Strecke bleibt er stehen. Er versucht wieder anzufahren. Alle Bauarbeiter versuchen anzuschieben. Aber das klappt nicht. Das Buschen schlingert und schlägt mit dem Heck weit aus. Also nochmal zurück. Ohne Hilfe kommen wir nicht rauf. Thomas versucht es nochmal. Er kommt zwar weiter hoch, bleibt aber auf ungefähr zwei Drittel der Strecke stecken. Schnell legen wir dicke Steine hiner die Hinterräder, damit der Bus nicht mehr nach hinten rutscht. Wir brauchen aber jemanden, der uns das letzte Drittel hochzieht. Da kommt einer von den Jeeps, welche Personen und Lasten transportieren. Er erklärt sich bereit zu ziehen. Wir holen unser bewährtes Abschleppseil raus und dann geht es ruck zuck und wir sind oben. Was ein Glück. Das war mal wieder ein echt nervenstrapazierende Situation und für das Buschen materialverschleißend. Die Straßen in Kolumbien sind wirklich super schlecht (außer den Autobahnen, die sind sehr gut). Wir fahren eine kurze Strecke bis Salento und sind nach etwa einer Stunde da. Wir nehmen uns einen gut zugänglichen Parkplatz und besichtigen die kleine Stadt. Sie ist schön für den Tourismus rausgeputzt. Ein schicker Park in der Mitte, eine schöne Kirche und eine "Drosselgasse", wo sich ein Geschäft an das andere reiht. Wir laufen noch hoch auf einen Aussichtpunkt. Leider haben sich die Wolken so zusammengezogen, dass wir nicht in das Valle de Coco schauen können. Dafür gibt es eine schöne Aussicht über Salento. Wir gehen noch essen und nehmen dann noch einen Kaffee zum Abschluß. Dann beschließen wir, noch die kurzen 12 Kilometer in das Valle de Coco zu fahren. Das war eine gute Entscheidung. Wir finden einen Stellplatz mit Aussicht über das ganze Tal und eine hoch aufragende Palme direkt vor uns. Wir machen noch einen kurzen Abendspaziergang bis zum Parkeingang und gehen wieder in unser warmes Buschen. Es wird empfindlich kalt und so sind wir froh, im Warmen zu sitzen.Läs mer



















ResenärOhlala wir hoffen die Strasse wird besser sein bis wir da sein werde🙈🙈