Weltentdecker

Joined February 2019Living in: Wismar, Deutschland
  • Day44

    Letzter Tag und Landung in Hamburg

    March 31 in Cambodia ⋅ 🌧 31 °C

    Gestern morgen habe ich meine Zeit bis zum Abflug genutzt, um nochmal ein wenig durch die Stadt zu spazieren und entspannt hier und da eine kleine Pause zu machen und mir auch nochmal was zu gönnen. Zum Beispiel einen Pancake oder Sommerrollen und dazu ein Wassermelonen-Gurken-Drink zu trinken.
    Ich lerne dabei auch noch einen 70jährigen kanadischen Hochschulprofessor Dale kennen, der noch zwei Mal in der Woche lehrt und aber im Frühjahr für zwei oder drei Monate sich Zeit nimmt, um zu reisen.
    Wir tauschen uns über Angkor Wat und unsere Jobs aus. Und da vergeht die Zeit wie im Flug bis ich zum Flughafen muss.
    Ich werde vom Hotel abgeholt. Der Check-in läuft reibungslos, wenn auch nicht geräuschlos.... Eine chinesische Gruppe möchte auch nach Hause und der Lärm ist sogar so laut, dass man die Flughafendurchsagen nicht mehr versteht. Aber Gott sei Dank werde ich von Bangkok Airways in deren Lounge eingeladen und von dort aus habe ich einen tollen Blick über das Rollfeld.
    Dann geht es pünktlich nach Bangkok. Auch in Bangkok läuft erstmal alles gut. Eine kleine Verspätung ergibt sich, weil wir zunächst keine Starterlaubnis bekommen. Sie fällt aber am Ende kaum ins Gewicht und trotzdem kümmert sich die Crew und das Bodenpersonal in Helsinki, dass auch alle ihre Anschlussflüge erreichen.
    Auch in Helsinki geht alles glatt, scheinbar. Circa eine halbe Stunde nach dem Start meldet der Kapitän plötzlich eine technische Störung, die zwar den Flugbetrieb an sich nicht einschränke, aber einer Untersuchung bedürfe, die Hamburg nicht leisten kann. Also muss das Flugzeug umkehren. Für alle Fälle. Nach einer halben Stunde im Flugzeug sitzend in Helsinki, ist der Sicherheitscheck unauffällig und das Flugzeug darf wieder starten.
    Der Flug nach Hamburg verläuft nun unauffällig und ich werde von Sonnenschein und natürlich Christoph in der Hafenstadt empfangen. Home sweet home.
    Auf diesem Weg möchte ich mich noch bei allen bedanken, die mich auf dieser Reise begleitet haben, sei es über das Tagebuch, per WhatsApp, als tatsächliche Begleitung auf dem Weg, die ich vielleicht auch näher kennenlernen durfte oder die mir nur ein Lächeln schenkten. Ihr alle habt einen Teil zu dieser wunderschönen Reise beigetragen. Danke!
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  • Day42

    Vierter Tag in Angkor Wat

    March 29 in Cambodia ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute hätte ich bis um sieben Ausschlafen können, doch mein Kopf wollte nicht so richtig. Ich glaube die kommende Abreise und die Zeit danach wirft schon ihre Schatten voraus.
    Gegen acht starte ich erstmal zur Ticket-Office und wieder in den Park von Angkor. Für heute morgen steht nochmal Ta Prohm an.
    Ich möchte ihm in Licht der Morgensonne sehen und hoffe, dass es nicht zu voll ist.
    Da habe ich aber leider Pech gehabt. Zumindest draußen ist es voller als am Mittwoch. Doof. Doch im Innern wird mir helfen, dass ich alleine unterwegs bin und mich schon ein bisschen auskenne.
    Und tatsächlich gelingen mir ein paar tolle menschenleere Aufnahmen und teilweise im goldenen Licht der Morgensonne. Ich bin hin und weg. Der Tempel hatte mir schon vorher mit am besten gefallen, weil er in vielem noch natürlich ist. Es wurde wenig restauriert und "aufgeräumt".
    Und heute konnte ich es auch nochmal genießen. Denn gerade bei den Must-See der Tempel läuft man Gefahr alles nur durch die Kamera zu betrachten und vergisst dabei, das alles auch mal wirken zu lassen.
    Dafür kann ich mir heute die Zeit nehmen und es ist schön.
    Zwischendurch lege ich dann eine Pause ein, bevor ich nochmal zum Angkor Wat fahre.
    Es ist kurz nach eins und es ist heiß. Aber es stimmt, was der Reiseführer empfiehlt. Es sind keine Gruppen zu sehen, weil die alle beim Mittagessen sind und von der Touristenmenge insgesamt ist es fast mit den frühen Morgenstunden vergleichbar.
    Sehr angenehm.
    Und tatsächlich ist der Tempel jetzt schöner anzusehen und auf Fotos zu bekommen. Der Sonnenstand macht es möglich. Da man Angkor Wat von Westen betritt, hat man morgens die Sonne im Bild und damit fehlen manchmal die Details. Jetzt wird es angestrahlt und sieht umso schöner aus.
    An der Plattform gibt es keine Schlange, wo man sonst locker eine Stunde warten kann. Denn es sind nur max 100 Besucher zeitgleich erlaubt. Ich freue mich. Oben angekommen bin ich mal wieder von der Detailgenauigkeit, aber auch von der Aussicht fasziniert. Man bekommt hier einen schönen Überblick über das Gelände des Wat. Und es wird nochmal klar, wie riesig das ist. Es kommt tatsächlich einem Wunder gleich, dass es in nur 37 Jahren fertiggestellt wurde und so lange so steht.
    Da kaum Leute oben sind, kann man sich auch wirklich hinsetzen und den Anblick auf sich wirken lassen und genießen.
    Nach dem Abstieg gehe ich auf wieder anderen Wegen durch die Gemäuer und entdecke immer noch neue Dinge. Die Wände im Inneren müssen bemalt gewesen sein. Man munkelt auch, dass es teilweise mit Gold überzogen gewesen sein soll. Belege finden sich für das Auge eines einfachen Touristen aber nicht.
    Langsam kehre ich dem ganzen den Rücken und laufe zurück zum Eingang. Hier an der vierten Einfassung begegnen einem um diese Tageszeit einige Affen, die vermutlich die Hitze auch so unerträglich finden.
    Mit ein bisschen Wehmut steige ich in mein Tuktuk und kehre in die Stadt zurück.
    Hier wartet noch etwas schönes auf mich. Ich habe mir einen Termin für eine traditionelle Khmer-Massage gemacht.
    Eine Stunde lang werde ich entlang von Energiebahnen massiert und durchbewegt. Sehr entspannend. Und spannend. Die Massage erfolgt unter Einsatz des Körpergewichts des Masseurs mit Füßen, Ellenbogen, Händen etc.
    Zwischendurch knackt es ordentlich und ich werde sprichwörtlich eingerenkt.
    Danach fühlen sich meine Glieder sehr weich und leicht an. Tolles Gefühl.
    Zum Abendbrot gibt es einen Mango-Chicken-Burger. Auch wieder sehr lecker.
    Den Abend verbringe ich im Hotelzimmer. U.a. Um mich mit den Bordkarten rum zu ärgern. Egal, auch dafür gibt es eine Lösung.
    Morgen habe ich noch bis zum Nachmittag Zeit, um weiter durch die Stadt zu stromern und es mir gut gehen zu lassen.
    Der Flieger geht um halb acht abends. Und am Sonntag werde ich hoffentlich gegen halb zehn morgens in Hamburg landen.
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  • Day41

    Angkor Wat bei Sonnenaufgang

    March 28 in Cambodia ⋅ ⛅ 31 °C

    Um 4:40 Uhr klingelt der Wecker. In 10 min bin ich fertig und auch der Tuktuk-Fahrer ist schon da. Es geht durch das noch dunkle Siem Reap. Nur einige weitere Tuktuk-Fahrer un die ersten Straßenverkäufer sind schon unterwegs oder in den Vorbereitungen für den kommenden Tag.
    Als wir in Angkor ankommen ist es stockfinster. Die Straßen waren beleuchtet, doch nun liegt alles dunkel vor uns. Wie Glühwürmchen bewegen sich die einzelnen Touristengruppen mit ihren Taschenlampen vorwärts. Viele kommen mit Guide, aber einige so wie ich ohne.
    Positioniert wird sich zunächst direkt an den Wasserspeichern vor dem Wat. Hier soll sich eine schöne Spiegelung ergeben, wenn die Sonne aufgeht. Und tatsächlich wird es langsam hell und mit der Helligkeit spiegelt sich Angkor Wat und das Farbenspiel des Himmels im Wasser. Sehr stimmungsvoll und malerisch.
    Kurz nach sechs ist es dann fast hell und ich entschließe mich, nicht auf den Sonnenball draußen, sondern hinter der dritten vllt auch zweiten Einfassung zu warten.
    Zunächst gibt es eine Enttäuschung, die oberste Plattform in der ersten Einfassung ganz oben ist noch nicht offen. Ich entschließe mich zunächst die Leere und Stille des Ortes und das warme Licht für Fotos zu nutzen. Dann finde ich zwischen der dritten und zweiten Einfassung einen tollen Platz zum Sitzen und Genießen: auf dem obersten Absatz der Treppe einer der Bibliotheken.
    Hier steigt, mir direkt gegenüber, die Sonne aus den Bäumen hinter der dritten Einfassung empor. Glutrot. Und taucht alles in ein goldenes Licht. Wunderschön.
    Nach vielen Minuten gehe ich weiter auf Erkundungstour über das Gelände und erfahre dann, dass die Plattform heute nicht begehbar sei. Immer einmal inder Woche werde die oberste Ebene zu Reinigungszwecken von bösen Geistern gesperrt.
    Mist, das wusste ich nicht. Und heute läuft mein 3-Tages-Pass ab. Ich bin ein bisschen enttäuscht.
    Ich streife weiter und erreiche die Ebene, wo einzelne Mönche Segnungen anbieten. Um einem Mann bei seiner Video-Aufnahme dieses Ritus nicht im Weg zu stehen, muss ich leicht versetzt dazu stehe bleiben und bekomme bei der traditionellen Bespruhung mit geweihte Wasser eine Ladung ab. Zunächst halte ich es für ein Versehen, doch dann passiert noch zweimal. Das war deutlich, ich stehe zu nah und soll mich vom Acker machen.
    Ich bin zutiefst geschockt. Nie im Leben würde mir einfallen, eine solche Zeremonie zu stören. Nur weil ich nicht durchs Bild laufen wollte.
    Mich hat diese Situation zutiefst getroffen und es ist mir unglaublich peinlich. Ich muss weinen, weil ich es persönlich nehme.
    Im Verlauf wird mir jedoch klar, dass es nichts persönliches war, sondern nur sichergestellt werden sollte, dass die Segnung nicht ihre Kraft verliert, weil ich daneben stehe.
    Während der kommenden Minuten bin ich aber dann auch nicht die einzige, der eine unfreiwillige Dusche zu Teil wird. Auch andere begehen den Fehler allzu interessiert und zu nah dabei zu stehen.
    Gegen eine Spende hole auch ich mir eine Segnung ab. Die jetzt wirklich für mich bestimmt ist. Nicht ohne zuvor den Mönch in Verlegenheit zu bringen, denn Frauen dürfen ihn nicht direkt ansprechen oder Blickkontakt aufnehmen. Ich stehe jedoch von vorher noch so neben mir, das ich das vergesse. Aber das ist mit der Segnung danach auch schon wieder vergessen.
    Immer noch ein bisschen beklommen und um mindestens eine Lektion zu mir selbst reicher, verlasse ich die inneren Einfassungen. Es ist mittlerweile kurz vor acht und schon jetzt merkt man, wie heiß dieser Tag noch werden wird. Nun strömen auch die asiatischen Touristengruppen in die Anlage. Ich ziehe mich zurück und fahre ins Hotel. Hier habe ich noch ein bisschen mit all den Eindrücken zu kämpfen.
    Aber nach dem Frühstück fasse ich den Entschluss meinen 3-Tages-Pass für eine andere Tempelgruppe etwas abgelegen von Angkor zu nutzen und mir für morgen, um doch noch die Plattform und Angkor im Nachmittagslicht zu sehen, einen 1-Tages-Pass zu kaufen.
    Vorher bin ich noch in der Stadt unterwegs. Hier gibt es einen schönen Laden für Naturkosmetik, die komplett in Kambodscha und fast ausschließlich mit kambodschanischen Zutaten hergestellt wird. Es gibt ein kleines Fabrikgelände, dass man sich kostenlos anschauen kann. Hier sieht man, wie die Angestellten Frauen alles in Handarbeit von der Verpackung aus Palmblättern bis zum eigentlichen Produkt selbst herstellen. Sehr interessant und cool, dass es das hier gibt ohne dass ein Expat seine Finger im Spiel haben muss.
    Gegen eins breche ich dann zur Rolous-Gruppe auf, drei kleinere und abgelegenere Tempel, die aber doch ihren Reiz haben und spannend anzusehen sind. Immer wieder begeistern mich die vielen Details, mit denen die einzelnen Steine dekoriert wurden und dadurch der Tempel von unten bis oben durchweg verziert war.
    Danach geht es in der Nachmittagshitze zurück.
    Ich nutze die Zeit bis zum Abendessen für ein ausgiebiges Bad im Hotelpool. Und ich habe ihn komplett für mich alleine inklusive Aussicht über die Dächer von Siem Reap und untergehender Sonne.
    Zum Abendessen gibt es dann Cashew - Hühnchen und Morning Glory ("Wasserspinat"). Morning Glory ist sehr zurückhaltend im Geschmack und ähnlich wie echter Spinat. Mit Knoblauch und Chili gedünstet sehr lecker.
    Die ersten sieben Bilder sind von Angkor Wat, die restlichen von der Rolousgruppe. Das siebente Bild zeigt die Bibliothek, wo ich einen Absatz höher als die Frau gesessen habe.
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  • Day40

    Bayon und Ta Prohm

    March 27 in Cambodia ⋅ ☀️ 32 °C

    Die ersten vier Bilder sind am Bayon gemacht, dem Tempel mit den vielen Gesichtern. Die übrigen sind Bilder von Ta Prohm. Hier bekommt man einen Eindruck, wie die Tempel heute aussehen würden, wenn sich keiner darum gekümmert hätte, wie im Falle großer Teile der Bauten rund um Angkor geschehen.

  • Day40

    Angkor Wat

    March 27 in Cambodia ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute war endlich Angkor Wat dran. Noch in angenehmer Kühle geht es los. Die ersten Tuktuk kommen einem schon wieder entgegen. Sie haben den Sonnenaufgang gesehen und fahren nun erstmal zurück.
    Als ich dort ankomme, macht sich zunächst Ernüchterung breit. Schon jetzt sind viele Menschen unterwegs und der berühmte Blick auf Angkor über das Wasser ist so nicht zu haben. Der steinerne Dammweg über den Wasergraben wird restauriert. Rüber geht es über eine Pontonbrücke. Doch auch hier deutet sich schon an, warum Angkor Weltkulturerbe ist. Es ist groß, es ist noch so gut erhalten, sodass man eine Vorstellung bekommt, wie es damals ausgesehen hat und doch ist es schon ziemlich verwittert. Seit dem 12.Jahrhundert steht nun schon dort.
    Es ist spannend zu sehen, wie der Zahn der Zeit zwar daran genagt hat, aber es ist immer noch da und das teilweise mit sehr vielen Details.
    Nachdem man den Haupteingang im Westen passiert hat, bekommt man einen besseren Eindruck von dem eigentlichen Wat (Tempel). Von hier geht es weiter über einen Dammweg bis zum Tempel. Links und rechts stehen zwei aufwendig verzierte Gebäude, die als Bibliotheken bezeichnet werden. Ihren wahren Zweck weiß man aber nicht.
    Dann betritt man die sogenannte dritte Einfassung, denn der Innere Tempel wird von insgesamt drei Einfassungen, die teilweise aus aufwendig verzierten Galerien bestehen, beschützt. Grundsätzlich kann man sich die Anordnung quadratisch vorstellen und das Zentrum entspricht auch dem Allerheiligsten.
    Um so weiter man in das Innere vordringt, umso höher geht es. Hinter der zweiten Einfassung geht es steil die erste Einfassung hinauf. Hier dürfen nur noch eine begrenzte Anzahl der Besucher gleichzeitig hoch. Ich verzichte nach Blick auf die Schlange für heute.
    Denn leider sind auch gefühlt hunderte asiatischer Reisegruppen eingetroffen. Diese sind rücksichtslos, laut und einfach zu viele.
    Doch auch so, ist es sehr beeindruckend. Ich werde definitiv meine restliche Zeit morgen nochmals für einen Besuch nutzen. Dann aber zu anderen Tageszeiten.
    Trotz der vielen Menschen kann ich mich nicht dem Charme entziehen. Aus jedem neuen Blickwinkel heraus möchte man wieder zur Kamera greifen, denn so schön und beeindruckend sieht es aus. Um jede Ecke, die man biegt, bieten sich neue schöne, teils sehr gut erhaltene Details der Verzierung und der Baukunst. Unglaublich spannend.
    Nachdem ich die Reisegruppen gar nicht mehr ignorieren kann und die Sonne immer höher am Himmel steigt, beende ich meine Besichtigung dort und ziehe weiter.
    Angkor Thom: eine uneinnehmbare Stadt sollte es werden mit Tempeln, Palast und auch großer Stadtmauer. Über die Datierung ist man sich hier nicht so sicher, den jüngere Ausgrabungen belegen auch schon Reste aus dem 9. Jh., doch hauptsächlich geht es auf das 12.Jh. zurück.
    Hier hat mir besonders der Bayon, einer der Tempel gefallen. Er ist auf relativ kleiner Fläche gebaut, aber sehr detailreich. Alle vier Seiten der zahllosen Türme sind mit lächelnden, großen Steingesichtern verziert. Sie sollen Schutz in alle Richtungen des Reiches gewähren. Viele von ihnen sind noch wunderschön erhalten.
    Weitere bekannte Tempel auf meiner heutigen Tour sind Ta Keo und Ta Prohm. Ta Keo ist unvollendet und deshalb relativ schmucklos. Ta Prohm ist bekannt aus dem Film "Lara Croft".
    Der Reiz dieses Tempels: seine Ursprünglichkeit. Er steht so verfallen wie eh und je da. Herabgesturzte Steine liegen noch dort wo sie hingefallen sind und die Natur holte sich ihren Platz zurück. Große Bäume haben die Tempelbereiche teilweise überwuchert. Das sieht toll aus.
    Manche Teile sind mittlerweile abgesperrt. Zu groß ist die Gefahr, dass weitere Einstürze passieren oder Bäume umkippen.
    Am Nachmittag kehre ich zum Hostel zurück, um meine Sachen zu holen und das Hotel zu beziehen. Hier nehme ich erstmal eine ausführliche Dusche.
    Danach geht es zum Abendbrot in die Pub-Street. Hier kann man einfach am besten Leute beobachten.
    Für morgen habe ich einen besonderen Plan: auch ich will Angkor Wat im Licht der aufgehenden Sonne erleben! Also 4:30 Uhr aufstehen!
    (Diese Bilder sind alle von Angkor Wat, der zweite Footprint enthält Bilder der anderen Tempel)
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  • Day39

    Erste Annäherung an Angkor

    March 26 in Cambodia ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir starteten heute gegen halb acht in die Tour. Zunächst musste ich mir ein Ticket besorgen. Danach fuhren wir einige Kilometer über Asphaltstraßen bis sich die ersten Anzeichen für die Khmer-Kultur von damals zeigten: Mauern erscheinen wie aus dem Nichts, dann das erste große Wasserbecken mit von Hand behauenen Stufen ringsherum.
    Dann tauchen hinter den Bäumen drei größere Türme auf, langsam zeichnet sich ein fast Palastartiges Gebilde ab. Der erste Tempel. Sehr erhaben und vor allem still liegt er vor mir.
    Es sind nur wenige andere Touristen zu sehen. Die sind an den berühmteren Angkor Wat und Angkor Thom zu finden. Ich aber mache zur Einstimmung zunächst eine andere Runde zu den äußeren Abschnitten des Gebiets.
    Ich werde am Vormittag zunächst fünf verschiedene Tempel abfahren, die sehr unterschiedlich sind. Manche sind aus dem 10.Jh. und noch hinduistisch geprägt, andere wurden entweder nachträglich nachdem Religionswechsel zum Buddhismus umgebaut, ergänzt oder ganz neu gebaut. Bis etwa zum 13.Jh. hat sich die Tempelstadt stetig erweitert und erneuert, danach gab es keine Bauten mehr.
    Ich werde euch nicht mit den Namen nerven, denn ich selbst habe schon Schwierigkeiten damit.
    Auf alle Fälle ist es sehr beeindruckend. Wie detailreich sie gearbeitet haben, was für ein Aufwand betrieben wurde, um diese ganzen Tempel zu bauen. Immerhin mussten die Steine aus einem Steinbruch viele Kilometer entfernt zurecht geschnitten nach Angkor gebracht werden, um sie vor Ort einzupassen und bildhauerisch zu bearbeiten.
    Eine wahre Hochkultur.
    Mit zunehmenden Sonnenstand wird es auch anstrengender und voller. Gegen Mittag kehre ich zunächst ins Hostel zurück.
    Allerdings nehme ich mir für den Nachmittag einen mit 30km relativ weit entfernten Tempel vor: Banthay Srei. Er soll sehr sehenswert sein. Und tatsächlich würde ich ihn als einen der schönsten der heute gesehenen Tempel einschätzen.
    An ihm kann man auch nach vielen Jahrhunderten noch immer die sehr detailreichen Verzierungen mit Legenden und tatsächlichen historischen Begebenheiten erkennen. Es ist unglaublich schön und beeindruckend. Am liebsten würde ich jeden kleinsten verzierten Stein fotografieren,so sehr begeistert und fasziniert es mich. (Bild 7 bis 10)
    Um ein bisschen Abstand von historischer Kultur zu bekommen, besuche ich außerdem eine kleine Schmetterlingsfarm, die durch die Zucht einheimischer Schmetterlinge viel zum Arterhalt beträgt. Ich sehe wunderschöne Exemplare.
    Danach geht es durch die Hitze zurück ins Hostel. Gott sei Dank gibt es ja den Fahrtwind.
    Hier entschließe ich mich für morgen meinen verfrühten Checkout anzugeben. Als ich das Hostel gebucht hatte, war mir nicht klar, wie sehr ich mich eigtl nach ein wenig eigenem Raum sehne. Das Hostel hat halt typische Hostelverhältnisse, nicht alle Duschen funktionieren, der Abfluss ist ziemlich schlecht, man kann aber gut Leute kennenlernen und der Pool ist cool. Aber es liegt auch etwas außerhalb. Und bei dem Verkehr und den staubigen Straßen mag man nicht immer laufen.
    Für zwei bis drei Nächte würde ich es also aushalten, aber länger nicht.
    Ich entscheide mich abgehoben für ein Hotelzimmer in bester Lage und bin ehrlich gesagt ganz glücklich und zufrieden mit dieser Entscheidung und mit mir.
    Danach starte ich zum Abendessen zurück in die Stadt. Es gibt gebratene Ananas mit Hühnchen und Reis. Dazu einen geeisten Tee. Sehr lecker,wenn auch einfach.
    Danach stromere ich durch die Innenstadt mit der berühmt-berüchtigten Pubstreet. Überall blinkt und leuchtet es. Zwischen Bars und Restaurants gibt es auch Souvenirshops und Massageläden.
    Nach kurzem Überlegen entscheide ich mich für eine Fußmassage der besonderen Art. Das war am Anfang sehr kitzelig, doch dann konnte ich mich tatsächlich gut entspannen und habe es genossen.
    Mit babyweichen Füßen trete ich wieder per Tuktuk den Heimweg an.
    Morgen werde ich, nachdem ich es heute nur im Vorbeifahren gesehen habe, Angkor Wat einen ausführlichen Besuch abstatten. Ich freue mich schon sehr darauf.
    (weil es so viele Bilder heute zu zeigen gibt, erstelle ich einen zweiten Footprint mit ein paar Schmetterlingen und vom Abend in Siem Reap)
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  • Day38

    Ankunft in Siem Reap

    March 25 in Cambodia ⋅ ⛅ 28 °C

    Die Anreise war heute sehr entspannt. Ich hatte im Mini-Van viel Platz für mich. Anscheinend war der eigentliche Bus überbucht und so fuhren einige wenige etwas komfortabler.
    Nach 4 Stunden erreichten wir Siem Reap.
    Die Stadt ist etwas trubeliger und größer als Battambang oder Kampot. Aber nicht vergleichbar mit Phnom Penh. Auch hier gibt es zentrale Märkte, um die sich das Leben organisiert.
    Nach dem ich mein Hostelzimmer bezogen hatte fuhr ich in die Stadt und ging auf Streifzug. Es gibt hier neben den üblichen Souvenirs auch viel Kunsthandwerk wie Schnitzwaren oder Malerei zu kaufen.
    Neben einfachen Touri-Läden findet man hier auch viele kleine, schöne Geschäfte mit hübschen Sachen.
    Bei meinem Spaziergang durch die Stadt fand ich mich bald in einem wunderschönen Wat wieder. Einem alten buddhistischen Tempel, der sehr aufwendig verziert ist.
    Von dort ist es aber auch nicht weit in die berüchtigte Pub-Street. Die Party- und Alkoholmeile in den Abendstunden. Vllt sehe ich sie mir in den kommenden Tagen mal genauer an. Das hängt vom Tagespensum ab.
    Den Abend habe ich entspannt am Pool des Hostels in Gesellschaft anderer Gäste verbracht.
    Morgen geht es auf große Tour zu den Tempeln von Angkor!
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  • Day37

    Faulenzen in Battambang und Regen

    March 24 in Cambodia ⋅ 🌧 25 °C

    Heute morgen war Ausschlafen angesagt. Soweit ich das noch kann, denn um sechs bin ich in der Regel immer wach. Aber heute konnte und wollte ich mich nochmal umdrehen. Das war gut.
    Frühstück gab es in einem Café um die Ecke in Form von Jasmin-Tee und Waffeln mit frischen Früchten.
    Danach kümmerte ich mich um meine Weiterreise nach Siem Reap. Eigentlich wollte ich mit dem Boot fahren, aber die Wasserstände sind sehr niedrig, sodass mir abgeraten worden ist. Na gut, dann das nicht. Dafür würde ich aber schon gerne noch ein bisschen was vom Leben am Fluss sehen. Die Partnerin des Hostel Inhabers organisiert mir einen Guide und Fahrt mit dem Tuktuk.
    Bis dahin heißt es faulenzen und noch ein kleines Souvenir einsacken. Ein Bild eines örtlichen Künstlers.
    Kurz bevor dann die kleine Tour starten soll, wird es sehr bewölkt und es geht los. Der Himmel öffnet seine schleusen und es regnet. Zunächst geht ein ziemlicher Platzregen runter, dann regnet es sich ein und man hat das Gefühl, die Zeit bleibt stehen.
    Viele stehen draußen auf der Straße und betrachten den Regen, Kinder hüpfen durchs Nass und spielen in den Pfützen.
    Es ist der erste Regen seit der langen Trockenzeit und er wird genossen.
    Die Tuktuk-Fahrt aufs Land wird dadurch zu einem kleinen Abenteuer. Immer wieder frischt der Wind auf und auch Donner und Blitze sind dabei. Die Fahrt wird etwas feuchtfrohlich. Aber Sem, der Fahrer verliert nicht seinen Humor und steuert sein mit Regenplanen ausgestattetes Tuktuk unermüdlich über die Schotter-/Schlammpisten.
    Und zum ersten Mal kommt meine Regenjacke zum Einsatz. Sie war die ganze Zeit im Rucksack verstaut und nicht schwer. Dass ich sie wirklich brauchen würde, habe ich aber immer bezweifelt.
    Nun bekomme ich einen kleinen Eindruck, wie es zur Regenzeit sein muss.
    Wir fahren zu einem alten Fischerdorf, das über viele Jahrzehnte nur mit dem Boot erreichbar war. Mittlerweile hat die Dorfgemeinschaft ihr Geld zusammengelegt und eine kleine Brücke bauen lassen. Autoverkehr ist auch weiterhin nicht möglich gewesen. Aber heute gibt es eine asphaltierte Straße und bald auch eine große für Autos befahrbare Brücke. In dortigen Wat begegnen mir einige junge Mönche. Danach geht es weiter zu einer muslimischen Fischergemeinde. An diesem Teil des Flusses gab es vor einigen Jahren starke Überschwemmungen und das Ufer ist abgerutscht. Dementsprechend steil ist Böschung immer noch. Ein Dorfbewohner sät derweil Morning Glory aus (typisches asiatisches "Gemüse", wir kennen es als eine Art Winde, probiert habe ich es noch nicht). Weiter am Fluss entlang sehe ich noch mehr Felder auf den zur Trockenzeit freiliegenden Sandbänken. Und tatsächlich hört nun auch langsam der Regen auf, sodass die Rückfahrt angenehmer wird. Aber es hat merklich abgekühlt. Eine schöne Abwechslung.
    Zurück in Battambang gibt es für mich ein Stück Schokoladenkuchen. Zum Abendessen wird es dann ein Burger. Ich habe keine große Lust auf Experimente.
    Jetzt entspanne ich noch ein bisschen. Dann geht es wieder ans Packen und ins Bett.
    Morgen steuere ich die letzte Etappe auf meiner Reise an. Und in einer Woche bin ich schon wieder zu Hause! Krass wie schnell die Zeit vergeht!
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  • Day36

    Das Umland von Battambang

    March 23 in Cambodia ⋅ 🌧 29 °C

    Heute begann für mich ab um neun eine interessante Tour durch das Hinterland von Battambang. Es wurde eine private Tour, weil niemand sonst gerade Lust zu buchen hatte. Tony ist ein Bauer aus dem Umland, der bei den Mönchen in die Schule ging, weil sich seine Familie nicht die Ausbildung hätte leisten können und dann im Selbststudium seit einigen Jahren Englisch lernt. Aktuell, so erzählt er mit, liest er spät am Abend englische Zeitungen.
    In der Regenzeit bestellt er Felder und treibt seine Wasserbüffel über diese. In der Trockenzeit ist er Tuktuk-Fahrer mit Leib und Seele.
    Er nimmt mich mit zum Wat Samrong, dieses wurde zur Zeit der Khmer Rouge als Gefängnis missbraucht und die Mönche alle hingerichtet. Das älteste Gebäude ist ca. 300 Jahre alt.
    Heute leben wieder ca. 30 Mönche dort und es wurde sogar ein neuer Tempel gebaut. Außerdem gibt es direkt nebenan eine kleine Gedenkstätte für die Opfer der Khmer Rouge.
    Tony selbst hat zwei seiner neun Geschwister und seinen Onkel und seine Tante unter den Khmer Rouge verloren. Seine Cousinen wurden vergewaltigt, aber überlebten. Er sagt, sie seien heute mehr wie Schwestern.
    Aber bald sind wir auch bei der heutigen Regierung und er berichtet, er habe das Gefühl blind, taub und stumm gemacht zu werden. Auch heute würden Leute verschwinden, wenn sie sich gegen die Regierung richten würden.
    Er sagt, daß Land leide sehr unter der Korruption und teilweise käme es einer Regierung unter Sadam Hussein gleich.
    Und tatsächlich macht es einen traurig, wenn man sieht, wie das Land zugunsten von einiger weniger und vor allem der Chinesen und Vietnamesen verkauft wird.
    Es macht einen nachdenklich.
    Tony fährt mich weiter in seinem zum Tuktuk umgebauten Daewoo - Pick-up übers Land und wir machen Halt bei Familien die Reisnudeln, Reiswein, Reispapier, sticky rice im Bambusrohr und getrocknete Bananen herstellen. Alle diese Familien haben ihr eigenes Geschäft aufgebaut und ich bin nur kurzfristig ein Zuschauer, der etwas kosten darf und deshalb einen kleinen Obolus hinterlässt. Sie leben nicht von den Touristen, sondern von ihrem Geschäft. Das fühlt sich besser an als die Situation damals in den Dörfern von Pakse in Laos.
    Ich besichtigen auch Ek Phnom einen alten Tempel aus der Angkor-Zeit. Mittlerweile ist er ziemlich verfallen und man muss auf seine Schritte aufpassen. Aber es sind immernoch sehr detailreiche Reliefs erhalten.
    Nebenbei versucht ein kleiner Junge, maximal 10 Jahre alt, mich zu begleiten und dadurch ein paar Dollar zu erbetteln. Ich fühle mich stattdessen nur verfolgt und unsicher. Wie soll ich damit umgehen?
    Ich bitte ihn mich allein zu lassen und nach kurzem Protest verlässt er mich.
    Mittag haben wir in einem Khmer-Restaurant, was mit seinen Plastikstühlen eher einem Schnellrestaurant gleicht. Aber ich esse ein sehr traditionelles Gericht. Bahn chev. Aus Kokosmilch, Ei, Gewürzen und einigem mehr wird eine Teiggrundlage geschaffen, die im Wok gebacken wird. Als Füllung wird Hühnchen mit Sprossen und Erdnüssen und Oyster-Sauce gemixt.
    Gegessen wird es mit heimischen Kräutern und einem Salat- oder Kohlblatt als Basis mit den Händen, gedopt in Erdnuss-Sauce. Lecker.
    Weiter geht es zur Bamboo-Train. Genutzt wird eine alte Bahnstrecken aus Zeiten der französischen Kolonialzeit. Als Gefährt dienen Bambusplattformen auf Bahnrädern betrieben mit einem Motor. Früher war es ein wichtiges Transportmittel, heute ist es eine reine Touristenattraktion. Das merkt man leider auch am Ende der Strecke. Sofort wird man belagert, etwas zu kaufen.
    Die Fahrt selbst ist holprig, laut und relativ rasant. Es pustet mir fast das Basecap vom Kopf. Der Fahrtwind ist leider kaum erfrischend. Es pustet einem permanent ein heißer Föhn um die Augen. Es geht vorbei an trockenen Reisfeldern. Ein Erlebnis war es trotzdem.
    Danach geht es zu, hier befinden sich sowohl die sogenannte Killing cave, die durch die Khmer Rouge zweifelhaften Ruf erlangte, als auch ein Bergtempel, der von vielen Affen bevölkert ist und die berühmten Bat-caves.
    Zur Dämmerung fliegen hier tausende Fledermäuse in einem nicht abreißenden Strom aus den Höhlen zum Beutezug aus. Der Wahnsinn!
    Es sieht aus, als würde sich ein Bienenschwarm aus dem Stock bewegen oder eine Schlange aus der Höhle winden.
    Laut Tony geht das ca. eine Stunde so, ohne dass der Strom der Fledermäuse abreißt.
    Bevor das Spektakel startet, kriege ich erneut Schnecken zum Kosten angeboten. Ich probiere zwei: eine vom Grill, die andere aus dem Kochtopf. Andere Reisende scheinen nicht so mutig. Obwohl sie ihnen unermüdlich angeboten werden, probiert sie kein einziger.
    Nach dem Fledermaus-Spektakel fahren alle Tuktuks zurück nach Battambang. Tony nimmt mich mit zu seiner Familie, um mir seine Wasserbüffel zu zeigen. Nebenbei lerne ich noch Teile seiner Familie kennen. Seine Tante zeigt mir ihre Hühnerküken und erklärt mir, dass sie sie aufziehen, um sie dann zu schlachten und zu verkaufen. Ohne, dass wir auch nur ein Wort des anderen verstehen würden, reichten die Gesten zwischen uns aus, um das wesentliche zu verstehen. Die Menschen können aus verschiedenen Kulturen kommen und kein Wort der Sprache des anderen verstehen und doch wird es, wenn sie sich aufeinander einlassen wollen, funktionieren. Schön.
    Danach geht es im Dunkeln zurück nach Battambang.
    Hier entscheide ich mich, im Hostel zu bleiben. Es gibt Ingwer-Hühnchen zum Abendessen. Außerdem trifft sich die Expat-Szene. Bald wird mir auch klar, warum. Heute gibt es ein Live-konzert mit alten und neuen Coversongs u.a. mit Olly, einem der beiden Hostelbesitzer.
    Es wird ein unvergesslicher Abend. Einer dieser perfekten Momente, die du nicht planen kannst. Wieder einmal: Schön!
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