• "Ist es noch weit?"

    October 21, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 26 °C

    "Ist es noch weit?", fragte Greta, als der Zug in Oberhaid anhielt. Bis Haßfurt war es nicht mehr weit, aber wir mussten ja noch nach Frankfurt und dort mit dem Flieger nach Dubai. Dann war wenigstens schon Freitag. Und wenn wir in Brisbane ankamen war es schon Samstag. Da wir aber dann noch bis nach Cairns wollten, war die Antwort klar: "Ja, noch sehr weit!"

    Abflug: 19.10.2017, 22:20h in Frankfurt
    Frankfurt -> Dubai -> Brisbane -> Cairns
    Ankunft: 21.10.2017, 12:10h in Cairns (mit Zeitverschiebung gegen die Erddrehung!)

    Hätten wir gewusst, dass der Rückflug noch anstrengender wird, hätten wir uns damals etwas mehr entspannt gezeigt, aber allein der Terminal-Transfer in Dubai war schon echt ein kleiner Gewaltakt. Und da hatten wir den größten Teil der Strecke noch vor uns.

    Es hat uns keiner gezwungen und alles ist Jammern auf hohem Niveau - und dennoch war es mal wieder wie in so einem Computer-Spiel. Je näher man dem Ende kommt, umso schwieriger werden die Level.

    In Brisbane hat uns nach über 24 Stunden Reisezeit der Zollhund erschnüffelt und wir fanden uns wenig später in einem Extra-Trakt des Flughafens wieder, wo wir uns gemeinsam mit ca. 50 weiteren Menschen auf Fuß-Symbole am Boden in einer Reihe breitbeinig hinstellen mussten - auch Greta - völlig fertig. Und naja, es war ihre Brotzeitbox im Rucksack, die uns unter Terrorverdacht stellte, weil natürlich die Australier es tunlichst vermeiden wollen, dass man Irgendetwas (Lebensmittel, Tiere, Mikroben etc.) einführt, was in ihrem Land ein Chaos verursachen könnte. Es ging also glimpflich, aber dennoch anstrengend aus.

    In Cairns kam dann das End-Level: DER CAMPER
    1. ein Mercedes mit knapp 8m Länge
    2. mit Automatikschaltung (für uns damals Erstkontakt)
    3. bei Linksverkehr (für mich das erste Mal)
    und das alles nach nun über 30 Stunden Reisezeit.

    Aber ich bin heute noch stolz drauf, dass ich das Teil gleich beim ersten Mal rückwärts und perfetto in die Lücke am Stellplatz platziert hab. Dafür allein lohnte sich der Zivi beim Rettungsdienst.

    Angekommen wollten wir nur noch eins: in Ruhe Ankommen! Und so war der erste Akt, die Dauer für diesen einzigen vorgebuchten Campingplatz einfach mal zu verlängern, um nicht gleich am Anfang Streß zu haben.

    Was man hier lesen kann, ist der nachträgliche FindPenguins-Reisebericht unserer Australien-Tour 2017. Da wir von unserem Europatrip 2024 ein tolles Reisebuch erstellen ließen, wollten wir das nun eben auch noch für diese Reise nachholen.

    Viele Erinnerungen sind natürlich schon längst verschwommen, aber es gibt immer noch unsere digitale Liste, auf der wir damals täglich Stichpunkte festgehalten haben.
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