• Marcus Mueller
  • Beate Meixner-Mueller
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Down Under 2017

Unsere Australien-Tour vom 19.10.2017 bis 13.12.2017 Read more
  • Trip start
    October 19, 2017

    "Ist es noch weit?"

    October 21, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 26 °C

    "Ist es noch weit?", fragte Greta, als der Zug in Oberhaid anhielt. Bis Haßfurt war es nicht mehr weit, aber wir mussten ja noch nach Frankfurt und dort mit dem Flieger nach Dubai. Dann war wenigstens schon Freitag. Und wenn wir in Brisbane ankamen war es schon Samstag. Da wir aber dann noch bis nach Cairns wollten, war die Antwort klar: "Ja, noch sehr weit!"

    Abflug: 19.10.2017, 22:20h in Frankfurt
    Frankfurt -> Dubai -> Brisbane -> Cairns
    Ankunft: 21.10.2017, 12:10h in Cairns (mit Zeitverschiebung gegen die Erddrehung!)

    Hätten wir gewusst, dass der Rückflug noch anstrengender wird, hätten wir uns damals etwas mehr entspannt gezeigt, aber allein der Terminal-Transfer in Dubai war schon echt ein kleiner Gewaltakt. Und da hatten wir den größten Teil der Strecke noch vor uns.

    Es hat uns keiner gezwungen und alles ist Jammern auf hohem Niveau - und dennoch war es mal wieder wie in so einem Computer-Spiel. Je näher man dem Ende kommt, umso schwieriger werden die Level.

    In Brisbane hat uns nach über 24 Stunden Reisezeit der Zollhund erschnüffelt und wir fanden uns wenig später in einem Extra-Trakt des Flughafens wieder, wo wir uns gemeinsam mit ca. 50 weiteren Menschen auf Fuß-Symbole am Boden in einer Reihe breitbeinig hinstellen mussten - auch Greta - völlig fertig. Und naja, es war ihre Brotzeitbox im Rucksack, die uns unter Terrorverdacht stellte, weil natürlich die Australier es tunlichst vermeiden wollen, dass man Irgendetwas (Lebensmittel, Tiere, Mikroben etc.) einführt, was in ihrem Land ein Chaos verursachen könnte. Es ging also glimpflich, aber dennoch anstrengend aus.

    In Cairns kam dann das End-Level: DER CAMPER
    1. ein Mercedes mit knapp 8m Länge
    2. mit Automatikschaltung (für uns damals Erstkontakt)
    3. bei Linksverkehr (für mich das erste Mal)
    und das alles nach nun über 30 Stunden Reisezeit.

    Aber ich bin heute noch stolz drauf, dass ich das Teil gleich beim ersten Mal rückwärts und perfetto in die Lücke am Stellplatz platziert hab. Dafür allein lohnte sich der Zivi beim Rettungsdienst.

    Angekommen wollten wir nur noch eins: in Ruhe Ankommen! Und so war der erste Akt, die Dauer für diesen einzigen vorgebuchten Campingplatz einfach mal zu verlängern, um nicht gleich am Anfang Streß zu haben.

    Was man hier lesen kann, ist der nachträgliche FindPenguins-Reisebericht unserer Australien-Tour 2017. Da wir von unserem Europatrip 2024 ein tolles Reisebuch erstellen ließen, wollten wir das nun eben auch noch für diese Reise nachholen.

    Viele Erinnerungen sind natürlich schon längst verschwommen, aber es gibt immer noch unsere digitale Liste, auf der wir damals täglich Stichpunkte festgehalten haben.
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  • Great Barrier Reef & Crocodile Adventure

    October 24, 2017 in Australia ⋅ 🌙 25 °C

    Tag 3 unseres Australientrips - ich hatte mich bei "Tusa Dive" (Dank an Astrid für den Tipp) für eine Schnorcheltour am Great Barrier Reef angemeldet. Nachdem die Schwierigkeiten wie den neuseeländischen Instructor zu verstehen, in den Schwimmanzug zu kommen und sich nach Jahren ohne mal wieder Kontaktlinsen in die Augen zu tun, überwunden waren, war ich drin im Wasser und fühlte mich sofort wie Clownfisch Nemo. Man steckte den Kopf unter Wasser und war in einer anderen Welt. Die Fische schwammen so knapp an mir vorbei, kamen ohne Angst auf einen zu, nur um im nächsten Moment wieder seitwärts abzuzischen. Einfach unglaublich und nach Jahren immer noch sehr in meiner Erinnerung.

    Greta und Beate unternahmen währenddessen einen Trip zu "Hartleys Crocodile Adventures". Da gab es dann nicht nur "entschärfte" Baby-Krokodile zum streicheln, sondern auch das erste Känguru zum Füttern.

    Auf unsderer Stichpunkteliste für diesen Abend ist vermerkt, dass Greta nicht so recht in den Schlaf finden wollte. Sie durfte ja im Alkoven des Campers schlafen und machte ständig ihr Fenster auf und zu, während ich versuchte, sie in den Schlaf abzulenken. Als irgendwann Beate dann auch sagte, dass es jetzt mal gut ist und geschlafen wird, gabs die Antwort: "Aber Mama, ich will die Welt sehen!"
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  • Unterwegs nach Townsville

    October 28, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 25 °C

    Von "Ellis Beach" ging es nun in den Süden zum nicht weniger traumhaften "Mission Beach". Hier machten wir das erste Mal Bekanntschaft mit den australischen Grill-Stationen.
    Mitten in kommunalen Parks gab es Gas-Grills zum - meist - kostenlosen Nutzen mit der einzigen Bedingung, dass man alles wieder sauber hinterlässt. Hier kam man auch sofort mit Australiern ins Gespräch. Ein Gesprächsaufhänger war dabei immer recht schnell die Sorte Bier, die man dazu trank.

    In Townsville besuchten wir dann das Reef-Aquarium, da Beate und Greta ja nicht mit am Great Barrier Reef waren. Greta zeigte sich mal wieder unbeeindruckt, wenn es darum ging, "fremde" Tiere anzufassen.
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  • Conway Beach

    October 30, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 24 °C

    Auf dem Weg nach "Conway Beach" machten wir nicht nur "Mittagspause" an einem Wasserspielplatz mitten in einem kleinen Ort, sondern mussten auch noch einen Bau- und Freizeitmarkt suchen, da Greta U-N-B-E-D-I-N-G-T tauchen wollte.
    Nach dem erfolgreichen Shoppen wurde die Ausrüstung natürlich unmittelbar während der Weiterfahrt angelegt. Warum sich Greta nebenbei mit ihrem roten Filzstift bemalt hat, wissen wir nicht mehr.

    Der Strand von "Conway Beach" sah nach einem Sturm sehr abenteuerlich aus und das nächste Gewitter schien sich anzudeuten. Doch das wirkliche Unwetter sollte uns erst am nächsten Tag überraschen, daher ging es natürlich vorher endlich zum Tauchen in den Pool.
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  • Whitsunday Islands

    October 31, 2017 in Australia

    Die "Whitsunday Islands" war unser erster Must-be-Hotspot. Da muss man gewesen sein - sagt man. Im Nachhinein waren viele dieser Must-be-Hotspots für uns von Ernüchterung begleitet und wir fanden an eher "unattraktiveren" Orten genau die tolle Atmosphäre, die wir suchten.

    Unser Tagestrip zu den Inseln war daher auch sehr ernüchternd und wird hier letztlich nur erwähnt, weil er genau deshalb in unserer Erinnerung geblieben ist. Vielleicht ist ein Tag auch einfach zu kurz gewesen, aber wir wollten keine Extra-Übernachtungen buchen, da sich Greta gerade an ihren Schlafplatz im Camper gewöhnt hatte.

    Auf jeden Fall wurden wir mit vielen asiatischen Touristen um die Inseln gefahren und an einem Strand zu Schnorcheln ausgespuckt. Greta fand das natürlich riesig, wir hatten uns einfach was anderes vorgestellt.

    Auf der Rückfahrt kam dann noch "der Sturm" mitten auf dem Meer, den unsere piratenafine Tochter natürlich ebenfalls super fand. Beate konnte Begeisterung definitiv nicht teilen. Das angehängte Video wurde prinzipiell am hellichten Tag aufgenommen und so hat man in etwa eine Vorstellung, welche Wolkenfront da um uns war.

    Auf der Rückfahrt dann zum Campground ging es durch strömenden Prasselregen im Schneckentempo - aus zwei Gründen: 1. weil wir aufgrund des Wetters gar nicht schneller fahren konnten und 2. weil die Straße für etwa 1,5km zum absoluten Kröten-Wanderungs-Übergangs-Highway wurde und Beate versuchte, jedem einzelnem Lurch auszuweichen - was aber einfach überhaupt nicht möglich war. Stehenbleiben war aufgrund der schlechten Sicht für andere Autofahrer auch keine Option. Und so sind die Whitsunday Islands für uns auf ewig mit einer kleinen Tragödie verbunden.
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  • The Kangaroo Sanctuary

    November 3, 2017 in Australia ⋅ 🌙 23 °C

    Weiter ging es in den Süden. Unser Ziel war der Strand bei Agnes Water. Auf dem Weg dorthin machten mir Rast an einem mobilen Coffee-Trailer mit leckeren Donuts und tierischem Besuch.

    Der Strand bei Agnes Water war ein totaler Surf-Hotspot, nur leider war der Camp-Ground nicht so romantisch wie der Strand. Und so ging es am nächsten Tag zu einer Känguru-Auffangstation im Landesinneren und von dort weiter nach "1770" (die Stadt heißt "The Town of 1770" weil dort am 26. April 1770 James Cook als erster Europäer einen Fuß auf Australien gesetzt hat),Read more

  • "A nice spot by the water"

    Nov 3–7, 2017 in Australia ⋅ 🌙 23 °C

    In der vom Meer abgewandten Bucht bei "1770" fanden wir einen entzückenden kleinen Campground und "unseren" Baum direkt am Wasser. Hier verbrachten wir ein paar Tage mit Fast-Nix-Tun, wanderten aber immerhin mal an die Stelle, an der James Cook 1770 in Australien erstmalig Land betrat.

    Der Titel dieses Footprints stammt übrigens von unserem australischen Nachbarn auf dem Campground, der gleich am ersten Tag an unserem "Strand-Lager" vorbeispazierte und lächelnd sagte: "Aanaisssboddbaidäwoadaa!" Wir brauchten damals mehrere Minuten bis wir kapierten, was er uns gesagt hatte.

    Wir wollten eigentlich noch ein paar Tage länger dort bleiben, doch leider stellten wir an Tag 5 ein Problem mit unserem Kühlschrank fest - er kühlte nicht mehr. Daher mußten wir nun notgedrungen Richtung Brisbane, wo uns unser Vermieter "Apollo" eine Werkstatt für den Austausch organisierte.
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  • Byron Bay

    Nov 9–13, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 20 °C

    Der Kühlschrank war kaputt und damit nahmen ein paar unromantische Tage ihren Lauf. Australien ohne Kühlschrank geht gar nicht und wir waren auch wegen Gretas Pen darauf angewiesen. Also kühlten wir notdürftig mit der kleinen Pen-Kühltasche.
    "Apollo" schickte uns zuerst nach Hervey Bay. Dort sollten wir in einem Wohngebiet am Stadtrand auf einen Elektriker treffen, der uns weiterhelfen konnte. Er konnte zwar nicht den Kühlschrank reparieren, aber zumindest den Leuten bei "Apollo" erklären, was defekt und was benötigt wird. Daher ging es von dort aus weiter nach Cleveland, einem Vorort südöstlich von Brisbane. Dort warteten wir dann einen ganzen Tag in einer Shopping-Mall auf unseren Camper und mussten dann am Abend noch einen Camping-Platz finden.
    Da wir weiter in den Süden wollten, fuhren wir an diesem Abend noch bis zur Gold Coast.

    Da der Kühlschrank im Camper noch nicht kühl genug war, taten wir Gretas Pen sicherheitshalber in einen Kühlschrank am Campground - nur um dann am nächsten Tag ohne damit weiter zu fahren. Nach ca. 100km bemerkten wir das Fehlen, drehten um, fuhren zurück an die Gold Coast und der Pen samt Kühltasche war aus dem Kühlschrank verschwunden. Es war zum in-die-Tischplatte-beißen!

    Nachdem jeder mal "kurz" seinen Frust abgelassen hatte, rauften wir uns zusammen, richteten das Krönchen und fuhren weiter ... nach Byron Bay!

    Und wir hätten an diesem Tag kein besseres Ziel finden können:

    "Cheer Up! Slow down! Chillout!" stand schon zur Begrüßung am Straßenrand und tatsächlich fanden wir hier für ein paar Tage einen coolen Ort, viele lustige und/oder interessante Menschen und einen traumhaften Strand zum Übernachten.
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  • Lamington National Park

    Nov 13–14, 2017 in Australia ⋅ 🌙 11 °C

    Nach jeder Menge Strand und Meer wollten wir nun mal wieder mehr grüne Natur erkunden und fuhren von der Gold Coast nach Westen ins Landesinnere zum Lamington National Park.

    Dort wanderten wir durch den dichten Urwald, Beate machte eine kleine Extra-Tour ohne uns zu Wasserfällen und endlosem Grün.

    Über Nacht standen wir mit unserem Camper auf der "Binna Burra Mountain Lodge" und genossen den Sonnenuntergang über den Bergwäldern mit einer Aussicht bis zu den Hochhäusern der Gold Coast.
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  • Girraween National Park

    Nov 14–16, 2017 in Australia ⋅ 🌧 13 °C

    Weiter ging es Richtung "Girraween National Park" weiter im Westen, doch erstmal gab es auf der Anfahrt einen Stopp!

    POLICE!

    Allgemeine Verkehrskontrolle scheinbar, und da war ja dieser Weiswein am Vorabend, und diese strenge Null-Promille-Regeln in Australien usw. Aber die beste Fahrerin von allen konnte uns ohne Konsequenzen durch die Kontrolle bringen.

    In "Girraween" angekommen war dort Nichts. Man löste sein Camping-Ticket online und es gab kaum andere Gäste - aber es gab Kängurus und zwar überall. Ich hab das Bild heute noch im Kopf, als ich am ersten Morgen die Tür vom Camper öffnete und 1,5m davor sassen zwei Kängurus völlig unbeeindruckt.

    Wir machten dort zwei Wanderungen - einmal durch eine Art "Felsenlabyrinth" mit Stone-Henge-Qualitäten und am anderen Tag durch eine Welt aus Stein, Wasser und Wald. Beate erklomm natürlich noch die Spitze des höchsten Felsen, während ich mit Greta den Wald unsicher machte.

    Sehr nett war es auch mit unseren Nachbarn dort aus Tasmanien, mit denen wir gemeinsam frühstückten. Und Greta hatte endlich mal wieder ein paar Kinder zum Spielen.
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  • New England Highway

    Nov 16–18, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 21 °C

    Der "New England Highway" ist eine wichtige Fernverkehrsstraße im Süd-Osten Australiens und verbindet letztlich Brisbane mit Sydney - wenn man nicht an der Küste entlang fahren will. Da wir eben auch etwas vom Landesinneren sehen wollten und dort ja eh schon unterwegs waren, ging es vom "Girraween National Park" weiter nach Armidale. Hier versprach uns der Reiseführer ein romantisches Städtchen mit historischen Gebäuden und einem besonderen Flair. Wenn man sich die Attribute des letzten Satzes mal rational durchdefiniert, konnte das aber letztlich so ziemlich alles sein - und so war es auch. Die Romantik zeigte sich durch ein eher reduziertes Menschenaufkommen, manche Gebäude waren tatsächlich alt und wohl historisch und der Flair war eher etwas "abgestanden". Man spürte, dass in dieser Stadt mal mehr los war und es Wichtigeres gab, das dies aber 2017 nicht mehr so der Fall war.

    Diese Tatsache und der Fakt, dass wir Strecke machen mussten, verkürzte unseren Halt in Armidale und es ging rasch weiter Richtung Newcastle an der Küste.

    Dort verbrachten wir am "Lake Macquarie" zwei Nächte an einem prinzipiell sehr idylischen Binnen-See mit Meeres-Anbindung. Leider war jedoch das Wetter kühl und regnerisch und wenig ausflugstauglich.
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  • Sydney

    Nov 19–23, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Weg nach Sydney war lange sehr entspannt. Man sah schon die ersten Hochhäuser und die Fahrbahn war immer noch zweispurig. Doch mit einem Mal wurde alles breiter und breiter. Die beste Fahrerin von allen war auf meine Kommandos angewiesen und ich versuchte uns mittels Handy durch den Verkehr zu navigieren. Wir mussten Richtung Sydney-South/Airport, um unseren Camper abzugeben - und nicht in die City über die berühmte Harbour Bridge. Und manchmal, wenn man was richtig gut machen will, macht man es genau richtig falsch. Den wir landeten genau auf der Sydney Harbour Bridge und hatten plötzlich einen wahnsinnigen Ausblick auf den Hafen, die Skyline und natürlich die Opera. Doch wir konnte dies in diesem Augenblick nicht genießen, denn es wurde uns schnell klar, dass wir mit unserem 8m Camper mitten ins Zentrum steuerten und dort stellte es sich heraus, dass die U-Bahn erweitert und erneuert wurde - Baustellen ohne Ende - Umleitungen und die Handy-Navigation unzureichend, wenn man sich nicht vor Ort etwas auskennt.

    Kurzum: Es war eine Situation, die man niemandem wünscht, außer man fährt einen Fiat 500, ist Kind eines Fahrlehrers und in Sydney aufgewachsen. Wir kämpften aber mit dem genauen Gegenteil und können uns auch heute noch sehr sehr gut daran erinnern.

    Aber irgendwann waren wir bei „Apollo“, gaben unseren Camper ab und fuhren mit einem indischen Fahrer in einem roten Taxi zurück ins Zentrum. Dort waren wir für 4 Tage im „Mantra“-Hotel untergebracht, keine 15min vom Fährhafen und der Oper entfernt und natürlich machten wir uns rasch auf die Stadt zu erkunden.

    Das Wetter war leider meist kühl und grau, doch Greta zauberte tanzend etwas Glanz vors Opernhaus und konnte überhaupt der Stadt, den Hochhäusern, dem Hafen und den Fähren viel abgewinnen.

    Etwas Aufregung gab es nochmal an Tag 3, als wir nämlich feststellen mussten, dass wir kein Geld mehr hatten. Wir hatten übersehen, dass wir ein Auslands-Limit (nicht das Gesamtlimit) unserer Kreditkarte erreicht hatten und nun nach exakt 30 Tagen Nutzung nix mehr bezahlen konnten. Wir hatten noch knapp 40 australische Dollar und mussten an diesem Tag noch ein Paket mit unnötigem Ballast UND neuen Schuhen nach D schicken. Es hat gerade so gereicht und am nächsten Tag war das Limit wieder frei (und wir haben es natürlich unmittelbar online erhöht).
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  • Melbourne

    Nov 22–25, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 29 °C

    Während Sydney einfach das Business-Zentrum Australiens ist, steht Melbourne viel mehr für Kultur und Kunst und ist einfach deutlich europäischer geprägt.

    Schon beim Einchecken im Hotel sprach uns Simon, der Rezeptionist, sein Beileid aus, dass wir in Sydney waren und beruhigte uns belustigt, dass ab jetzt alles besser werden wird 🤣

    Auf jeden Fall war das Wetter schon mal sonniger. Greta brauchte Abwechslung und Spiel und so lernten wir in den nächsten Tagen nicht nur ein paar coole Spielplätze kennen, sondern machten auch einen Abstecher ins Melbourne Museum. Naturwissenschaft, Technik, Archäologie und und und … modern und kurzweilig präsentiert konnten Greta und ich dort einen ganzen Tag verbringen, während Beate das Zentrum unsicher machte. Ein ganz anderer Flair als in Sydney - alternativer, offener, cooler, schräger …

    Wir nutzten Gretas neue Begeisterung für Sushi und japanisches Essen für kulinarische Abstecher im Lokal oder für "Take-Away" im Hotelzimmer.

    Auf den berühmten asiatisch geprägten Victoria Markets gab es gefühlt alles zu kaufen - hauptsächlich aber Klamotten, Klimbim, Gemüse und Getier. Greta fand vor allem die jungen Küken süß, war jedoch etwas irritiert, als diese lebendig und nicht sehr behutsam den Besitzer in Tüten wechselten. Wir hielten weitere Detailinformationen zu diesem Thema zurück und versuchten uns in kreativer Ablenkung.
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  • Great Ocean Road

    Nov 26–28, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 16 °C

    Adios "Apollo" - Hello "Maui"

    Im nagelneuen "Maui"-Camper - der Qualitätsunterschied war sehr deutlich im positiven Sinn - ging es nun weiter von Melbourne entlang der "Great Ocean Road" zur Apollo Bay.

    Das Wetter war erstmal wieder nicht so toll und so schlängelten wir uns im Regen mit vielen anderen Autos an der Südküste Australiens entlang. Die Ausblicke waren gigantisch, leider gab es wenig Möglichkeiten in Ruhe für Foto-Stopps anzuhalten.

    Auf einem rustikalen, recht naturbelassenen Campground in der Nähe von Cape Otway blieben wir für zwei Tage und machten eine Wanderung zum Leuchtturm der Landspitze. Auf dem Weg dort hin machten wir Bekanntschaft mit den Sandflies - Mucken, die das Wort Penetranz wohl auch auf mongolisch kennen. Man merkt es nicht und hat plötzlich den ganzen Arm voll. Und im Gesicht krabbeln sie einem einfach ins Ohr oder in die Nase und lass sich durch Wedeln, Schütteln und Schlagen einfach nicht davon abhalten. Zumindest stechen sie nicht und übertragen auch keine komischen Krankheiten.

    Auf dem Leuchtturm begrüßte uns eine recht engagierte Führerin - sie war so engagiert, dass sie sehr ausführlich die Geschichte des Gebäudes referierte, um danach - jetzt wirklich! - per Fragen unsere Aufmerksamkeit zu prüfen. Ein leichtes Augenrollen von Beate führte dazu, dass unsere "ErkLEHRERin" sie besonders leidenschaftlich "prüfte".

    Die "12 Apostel" waren nach den "Whitsunday Islands" für mich der 2. große Moment, wo ich mit den typischen Touristen-Hotspots so meine Probleme hatte. Es war unglaublich - es gab Aussichtsplattformen auf denen sich die Massen drängten und wenn man - ja, es ist wie immer - ein paar kleine Hindernisse wie 400m Laufen und 150 Treppen steigen hinter sich gebracht hat, war man plötzlich fast allein. Ein paar Hubschrauber flogen in 10min-Trips für ziemlich viel Geld hin und her. Wir suchten eher die ruhigeren Plätze und fanden tatsächlich ein paar stillere Momente.
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  • Great Ocean Walk

    November 27, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 15 °C

    Neben der "Great Ocean Road" gibt es auch noch den "Great Ocean Walk". Ein Wanderweg, der in den 90er "ausgebaut" wurde und von Apollo Bay zu den 12 Aposteln führt - 110km insgesamt.

    Der "Great Ocean Walk" ging direkt an unserem Camp vorbei (unter anderem auch am Cape Otway Lighthouse) und so beschloss Beate die Tagesetappe von knapp 20km bis nach "Johanna Beach" zu laufen und wir holten sie dort mit dem Camper wieder ab.

    Beate startete eigentlich sehr entspannt, machte aber dennoch nochmal Halt bei einem Info-Stützpunkt, um nicht ganz unvorbereitet zu sein. Bei dem freundlichen Hinweis "... and beware of snakes!" wurde sie dann doch etwas nervös, erhielt aber noch ein paar Verhaltenstipps - na dann!

    Schlangen hat sie erfreulicherweise nicht getroffen, dafür gab es ein spontanes Date mit einem Wallaby - einer Unterart der Kängurus. Beate dachte zuerst, es sei ein Mensch, um dann nicht wenig erschrocken festzustellen, was es tatsächlich war. Es kam weder zu einem Faustkampf noch zu einer Unterhaltung über die Vorzüge des Kommunismus ...

    Die Bilder auf dem Weg sprechen für sich und es wäre natürlich noch wunderbarer gewesen, den kompletten Weg zu gehen, aber das war logistisch leider nicht möglich.
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  • Lower Glenelg National Park

    Nov 28–30, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 25 °C

    "On the road again" ging es weiter Richtung Westen und Richtung Adelaide. Wir machten Halt im Lower Glenelg National Park und waren diesmal im absoluten Nichts.

    Wir meldeten uns am Haus der Rangerin und diese zeigte uns den Weg zum Campground: etwa 2km nordwestlich davon mitten im Wald gab es große Nieschen für Camper. Es gab Wasser, aber keinen Strom und daher gab es in der Nacht auch kein Licht.

    Es war der Wahnsinn. Ein unendlicher Sternenhimmel in einer totalen Ruhe. Komplett dunkel, komplett still, ab und zu Geräusche der Natur.

    Ich hätte dort Tage wenn nicht Wochen verbringen können. Der fehlende Strom war jedoch der limitierende Faktor, denn es war auch heiß - verdammt heiß. Die Klimaanlage musste massiv reduziert werden, das Schnarchgerät konnte nicht eingesetzt werden (weil der 12-V-Netzadapter übrigens bereits beim ersten Test in Cairns durchgebrannt war und ich seither nie wieder etwas von HAMA kaufe) und somit war klar, dass wir hier nicht ewig stehen können.

    Beate fand die "Stille" in der Nacht nicht ganz so faszinierend wie ich und Greta kämpfte mit der Hitze und der eingeschränkten Klimaanlage im Camper. Mittels Mini-Badewanne wurde das Kind "gekühlt", da es zu Hitze-Flippi-Phasen neigte - im Nachhinein total romantisch, damals eher "nich so".

    Am nächsten Tag wollten wir uns dann unbedingt die berühmte Princess Margaret Rose Cave ansehen. Die Höhle wurde 1936 entdeckt und 1939 nach der Schwester von Queen Elizabeth II. benannt. Es war jetzt nicht soooo das Highlight, wohl auch deshalb war vom Buckingham Palace noch niemand persönlich dort.
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  • Lake Albert

    Nov 30–Dec 1, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 23 °C

    Vor unserem Weiterflug von Adelaide nach Perth standen wir noch für eine Nacht am idyllischen Lake Albert. Auf dem Weg dorthin wurden die Straßen immer länger und gerader und länger und gerader - und das Fahren machte keinen Spaß mehr.
    Zu diesem Zeitpunkt beschlossen wir bereits, dass wir in der 3. Phase unserer Australien-Reise seßhafter werden und in den letzten 14 Tage unseres Trips nur noch Kurzausflüge machen wollten.

    Am Lake Albert begrüßten uns dunkle Wolken aber nach einem ziemlich heftigen Schauer klarte es auf und die Sonne zeigte uns die Schönheit der Landschaft. Direkt vor unserem Camper tummelten sich Pelikane, Greta genoß ihre Hängematte zwischen den Bäumen und den wirklich großen Spielplatz.

    Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Adelaide. Am Rückgabepunkt von "Maui" mitten in der Stadt war die Hölle los und wir hatten kurz Panik, dass wir unseren Flug nicht rechtzeitig erreichen. Aber dann ging alles schnell und problemlos und schwupps waren wir schon wieder im Flieger Richtung Perth.
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  • Taunton Farm

    December 3, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 21 °C

    West-Australien ... unsere letzten 2 Wochen waren angebrochen. Wir wollten es nun ruhiger angehen lassen, waren zwar dennoch jeden Tag unterwegs, aber unser Radius wurde kleiner. Wir brauchten mehr Ruhe und die fanden wir auf der Taunton-Farm, nördlich von Margret River.

    Greta hatte hier endlich mal wieder Kinder zum Spielen, ein riesengroßes Pillow direkt vor unserem Camper, ganz viel Platz, viele Tiere und irgendwann sogar ihr privates Schaf, mit dem sie täglich spazieren ging.
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  • von Karri und Walen

    Dec 4–6, 2017 in Australia ⋅ 🌧 21 °C

    >> Der Karribaum (Eucalyptus diversicolor) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Sie kommt im Südwesten von Western Australia vor und wird dort „Karri“ genannt <<

    So erzählt es uns Wikipedia. Das beeindruckendste Karri-Gebiet lag ein paar hundert Kilometer an der Südküste Richtung Osten, aber auch südlich von Margret River konnte man bereits einen guten Eindruck von diesen Baumriesen bekommen. Die Wälder verbreiteten eine einzigartige Stimmung und mich erinnerte es an "Herr der Ringe" und den "Fangorn"-Wald, auch wenn diese Bäume hier so schlank, so gerade und so hoch wuchsen.

    Mehr als 60.000 Buckelwale durchqueren jedes Jahr die warmen Gewässer auf ihrer Reise zwischen der Antarktis und Nordaustralien und besonders an der Westküste hat man sehr gute Möglichkeit für Whale-Watching.

    Leider hatten wir an diesem Tag nicht das beste Wetter und so mussten wir doch ziemlich lange shippern, bis wir endlich eine Humpback-Mama mit ihrem Kind entdecken konnten. Für etwa 20 Minuten durften wir sie begleiten oder die beiden uns und auch wenn man immer gar nicht so viel sehen kann von den Giganten der Meere sind es immer wieder Gänsehaut-Momente.
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  • Ein letztes Mal Kängurus und Korallen

    December 9, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 23 °C

    Obwohl wir auf der "Taunton-Farm" jede Menge Tiere um uns herum hatten, machten wir nochmal einen Ausflug zur "Sunflower-Farm". Dort gab es - vergleichbar mit einem kleinen Wildpark - ein paar Gehege, an denen man die Tiere füttern und streicheln konnte. Jedes Kind bekam dazu einen großen Eimer mit Futter und dann gings los.

    Am nächsten Tag ging es nach Busselton, einer Stadt direkt an der Geographe Bay. Wir spazierten an der Strandpromenade entlang und lauschten dort unter anderem einem Kirchenchor, der im Freien Weihnachtslieder sang und dessen Sänger alle recht unweihnachtlich in Shorts, Shirts und FlipsFlops gekleidet waren - ein sehr ungewohnter Anblick!

    Mit einer kleinen Bimmelbahn, dem Busselton Jetty, ging es dann 1841m auf einem Holzsteg aufs offene Meer hinaus. Am Ende befand sich ein Obervatorium, in dessen Inneren man die Unterwasserwelt beobachten konnte, die sich an der Holzkonstruktion über die Jahre entwickelt hatte.

    Unsere Ausflugsziele fanden wir natürlich oftmals mittels Google oder durch Broschüren in den Touristen-Infos. Als Touri nimmt man da erstmal viele Empfehlungen sehr ernst und wenn man dann liest, dass es in Augusta, im Süden der Halbinsel, das beste Fish-and-Chips-Restaurant von ganz Australien gibt, dann ist klar, dass man da hin muss.

    Das "Blue Ocean Fish & Chips" war in einer Fachzeitschrift mehrfach auf Platz 1 gewählt worden und so waren wir gespannt, was uns erwarten würde. Man kann das jetzt gar nicht so in Worten fassen, aber es war letztlich genau so: ein Restaurant im Stile einer gemauerten, sauberen, hellen blau-weiß gehaltenen Imbißbude, hinter deren Tresen etwa 8 Menschen mit Nichts außer Friteusen hantierten und in der es eben fritierten Fish und Pommes gab - fertig. Das alles war sehr lecker, aber wer glaubte nun einen wahnsinnigen Unterschied zu bisherigen Fish&Chips-Erlebnissen zu erleben, wurde leider relativ enttäuscht. Aufgrund der Vorfreue, der langen Anfahrt und dem dort Erlebten müssen wir bei der Erinnerung immer wieder schmunzeln.
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  • Hamelin & Eagle Bay

    December 10, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 19 °C

    Nochmal Strand, Meer, Sonne und Wind pur ... das fanden wir an der Hamelin Bay an der Westküste der "Halbinsel" und an der Eagle Bay ganz im Nordwesten.

    Der Reiseführer wollte uns erzählen, dass man an der Hamelin Bay Rochen ganz nahe kommen kann. Wir glaubten das erst, als wir es tatsächlich erlebt hatten. Man läuft an dem schönen Sandstrand entlang, watet ins Wasser und muss ein paar Momente warten.

    Und plötzlich kommen sie unter Wasser angeschwebt - majestätisch! Sie kreisten um uns herum und waren weder angriffslustig noch ängstlich.
    Füttern und Anfassen war jedoch nicht empfohlen, da dies eine viel zu große Gefahr für die Tiere darstellt.

    An der Eagle Bay leistete ich mir dann am vorletzten Tag unserer Reise noch mein "Husaren-Stück". An einem traumhaften Strand prallte die Sonne an diesem Tag noch stärker herunter als zuvor. Der leichte Wind brachte keine Abkühlung und Schatten gab es nicht. Also bauten wir aus Matten, Handtüchern und Decken ein "Strandhaus" für Greta und ich war so beschäftigt, dass ich vergaß - das erste und einzige Mal in diesem Urlaub - mich einzucremen.

    Es gibt leider - oder sei es gedankt - keine Bilder von meinem Rücken am nächsten Tag, aber es war die Hölle. Der Gesichtsausdruck der Apothekerin sprach Bände. Die AloeVera-Lotion war unheimlich gut, aber ebenso schnell leer. Das Andenken auf meinem Rücken hatte ich noch lange nach unserer Ankunft in Deutschland.
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  • Das Ende der Reise

    Dec 13–14, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 22 °C

    „Well, it's all right [all right], riding around on the breeze
    Well, it's all right [all right], if you live the life you please
    Well, it's all right, even if the sun don't shine
    Well, it's all right [all right], we're go to the end of the line!“

    Das sind die letzten Zeilen von „End of the Line“ von den Travelling Wilburys und dieses Lied hatte ich gerade im Kopf, als es darum ging einen Abschluss für diese Reise zu schreiben. Das ist nämlich aus mehreren Gründen gar nicht so einfach. Zum einen gibt es für einen echten letzten Footprint viel zu wenig Bilder. Zum anderen war der Tag vor der Abreise anstrengend, die anschließende Nacht sehr kurz und die Reise im Vergleich zum Hinflug nochmal doppelt so anstrengend.

    Das Ende war also nicht unbedingt der locker flockige Trallalala-Abschluß und blieb uns genau so auch in Erinnerung - und dabei wollen wir es belassen *zwinker* denn es genügt, wenn wir allein diese aufregenden, streßigen, anstrengenden und auch peinlichen Momente erinnern.
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    Trip end
    December 13, 2017