• Sydney

    Nov 19–23, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Weg nach Sydney war lange sehr entspannt. Man sah schon die ersten Hochhäuser und die Fahrbahn war immer noch zweispurig. Doch mit einem Mal wurde alles breiter und breiter. Die beste Fahrerin von allen war auf meine Kommandos angewiesen und ich versuchte uns mittels Handy durch den Verkehr zu navigieren. Wir mussten Richtung Sydney-South/Airport, um unseren Camper abzugeben - und nicht in die City über die berühmte Harbour Bridge. Und manchmal, wenn man was richtig gut machen will, macht man es genau richtig falsch. Den wir landeten genau auf der Sydney Harbour Bridge und hatten plötzlich einen wahnsinnigen Ausblick auf den Hafen, die Skyline und natürlich die Opera. Doch wir konnte dies in diesem Augenblick nicht genießen, denn es wurde uns schnell klar, dass wir mit unserem 8m Camper mitten ins Zentrum steuerten und dort stellte es sich heraus, dass die U-Bahn erweitert und erneuert wurde - Baustellen ohne Ende - Umleitungen und die Handy-Navigation unzureichend, wenn man sich nicht vor Ort etwas auskennt.

    Kurzum: Es war eine Situation, die man niemandem wünscht, außer man fährt einen Fiat 500, ist Kind eines Fahrlehrers und in Sydney aufgewachsen. Wir kämpften aber mit dem genauen Gegenteil und können uns auch heute noch sehr sehr gut daran erinnern.

    Aber irgendwann waren wir bei „Apollo“, gaben unseren Camper ab und fuhren mit einem indischen Fahrer in einem roten Taxi zurück ins Zentrum. Dort waren wir für 4 Tage im „Mantra“-Hotel untergebracht, keine 15min vom Fährhafen und der Oper entfernt und natürlich machten wir uns rasch auf die Stadt zu erkunden.

    Das Wetter war leider meist kühl und grau, doch Greta zauberte tanzend etwas Glanz vors Opernhaus und konnte überhaupt der Stadt, den Hochhäusern, dem Hafen und den Fähren viel abgewinnen.

    Etwas Aufregung gab es nochmal an Tag 3, als wir nämlich feststellen mussten, dass wir kein Geld mehr hatten. Wir hatten übersehen, dass wir ein Auslands-Limit (nicht das Gesamtlimit) unserer Kreditkarte erreicht hatten und nun nach exakt 30 Tagen Nutzung nix mehr bezahlen konnten. Wir hatten noch knapp 40 australische Dollar und mussten an diesem Tag noch ein Paket mit unnötigem Ballast UND neuen Schuhen nach D schicken. Es hat gerade so gereicht und am nächsten Tag war das Limit wieder frei (und wir haben es natürlich unmittelbar online erhöht).
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