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  • Day251

    Cuenca & PN Cajas - Páramo Hiking 3.0

    February 9, 2020 in Ecuador ⋅ ⛅ 12 °C

    Jetzt waren wir in den letzten Wochen immer in Äquatornähe... Otavalo etwas nördlich, Quitó etwas südlich, Mindo und Galápagos ziemlich genau drauf.
    Nun sind wir in Cuenca doch schon ein gutes Stück auf der Südhalbkugel und das Reisen bleibt weiterhin eine aufregende Sache mit vielen schönen Begegnungen.
    Weitere Randnotiz: Sollte jemand meine gewohnte Kappe auf den folgenden Bildern vermissen - JA, ich hab sie verloren! 😢 Durch ein kleines Missgeschick von Tessa, landete sie bei voller Fahrt auf dem Boot vom Kicker Rock im Pazifik.

    Cuenca ist die viertgrößte Stadt Ecuadors und liegt auch schon wieder auf über 2.500 m. Besonders mittags fühlen sich die 20-22°C im Schatten angenehm, in der Sonne aber extrem heiß an. Das Zentrum hat wieder eine schöne Altstadt mit tollen Kirchen und dem kleinen 'Parque Abdón Calderón'. Ein Stück Zuhause finden wir im 'Café Austria' (eröffnet von einer Österreicherin) hier gibt es Sachertorte, Wiener Schnitzel und ein bisschen Kaffeehauskultur. Nur die Kellner sind nicht so grantig😅 Der Hauptgrund für unseren Aufenthalt ist aber der nahegelegene 'Parque Nacional Cajas'.
    Mit dem Bus fahren wir morgens zur Parkverwaltung für die obligatorische Registrierung und den Erhalt diverser Informationen zu den einzelnen Routen. Zunächst gewöhnen wir uns wieder an die Höhe und gehen einen Trek von gut zehn Kilometern durch den Páramo. Dabei bekommen wir wieder richtig Lust auf's Wandern und haben immer noch die Information zum Camping vom Ranger im Kopf. Zurück in Cuenca besorgen wir kurzer Hand Verpflegung, organisieren Gepäckaufbewahrung und so weiter...
    Am nächsten Morgen stehen wir im PN Cajas am Ausgangspunkt für unsere zweitägige Tour. Die Routen vier und sieben führen uns entlang mehrerer der über 400 Lagunen. Die insgesamt 21,5 km beginnen bereits auf knapp 4.150 m und enden bei ca. 3.200 m. Die Strecke geht also eher abwärts, was grundsätzlich angenehm zu gehen ist. Wobei es auch einige sehr steile und intensive Anstiege gibt. Der mittlere Abschnitt scheint sehr wenig begangen zu werden, da teilweise kein Weg zu sehen oder hüfthoher Bewuchs vorhanden ist. Nach einem Tag an dem wir keine anderen Personen treffen, schlagen wir am Spätnachmittag an der Laguna Taitachungo unser Zelt auf und lassen uns die mitgebrachte Brotzeit schmecken. Es wird schnell kalt und wir verkriechen uns in die dicken Schlafsäcke. Frühs genießen wir noch einmal die Stille und Einsamkeit, bevor wir zusammenpacken und uns wieder auf den Weg machen. Je niedriger wir kommen, desto matschiger und sumpfiger wird das Gelände. Momentan ist Regenzeit, aber es hat seit Tagen nicht geregnet und wir sind froh darüber. Andernfalls kann ich mir nicht vorstellen, wie man manche Stellen passiert ohne baden zu gehen.
    Die Tour endet an der Laguna Zorrocucho und da Samstag ist, treffen wir ein paar Ausflügler. Zu unserem Glück waren Marco und seine beiden Töchter zum Angeln hier und machen sich gerade auf den Rückweg. Sie sind so freundlich und nehmen uns die 20 km nach Cuenca im Auto mit.
    Auch der dritte Páramo Hike hat gezeigt, dass uns die Landschaft und Natur hier sehr gut gefällt.

    Tags drauf sind wir ein bisschen faul. Telefonieren mit unseren Familien und Freunden, sitzen im Café, schreiben Footprints und fahren abends mit einem Nachtbus weiter nach Peru.
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