• Kastrosikia "Camping NISSOS"

    24. maj, Grækenland ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute durfte Elena fahren — und so viel sei verraten: Das hatte Folgen.

    Wir sind vom Platz los, nachdem wir Dumbo um das Grauwasser erleichtert haben. Dann Richtung Tankstelle — und durften eine Ehrenrunde drehen, weil wir falsch abgebogen sind 🙃.

    Dumbo wurde vollgetankt, und der Tankwart-Junior wollte uns noch die Frontscheibe reinigen. Dabei hat er prompt den Abzieher zerlegt. Ganz verlegen hat er mich angeschaut — und ich wusste einfach nicht, wie ich ihm auf Griechisch sagen soll: Ist mir auch schon passiert, Bruder.

    Dann ging es richtig los. Wieder viele holprige Straßen mit Schlaglöchern so groß wie Schildkröten. Apropos — wir haben heute tatsächlich wieder ein paar Schildkröten auf der Straße gesehen. Elena konnte sie aber nicht retten, weil sie ja fahren durfte.

    Irgendwann waren wir dann auf der Autobahn und tuckerten so vor uns hin. Zig Tunnel, fast alle nur einspurig, und hinter uns x Autos, die schneller vorankommen wollten. Nix da — wir halten uns an die 60 und fahren 70. Wartet, bis wieder frei ist. 😀

    Und dann, völlig unvermittelt, tippt Elena aufs Navi und sagt: laaaaaangweilig.

    *Fuck. Was passiert gleich? Schnallen wir die Fahrräder ab und ziehen Dumbo quer durch Griechenland? Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon ohne Akku den Berg hochstrampeln, mit nem grauen Kastenwagen im Schlepptau.*

    OK, Entwarnung — wir fahren NUR Nebenstraßen, und das über die Berge. Oder durch. Keine Ahnung.

    Pfeifend und trällernd ist Elena dann jede noch so bescheidene Nebenstraße gefahren — umso steiler und schmaler, desto besser. Würde ich das machen, hätte mein Trommelfell nach 5 Minuten ein Loch und Elena nach 10 Minuten einen Herzinfarkt.

    Nach gefühlten Beifahrerstunden haben wir es dann irgendwie wieder auf normale Straßen geschafft und sind in Kastrosikia beim Camping NISSOS gelandet. Die Begrüßung war überschwänglich herzlich, und wir haben einen tollen Platz für die kommenden x Nächte ergattert — zweite Reihe mit Meerblick. Einziger Wermutstropfen: Taverne und Bar öffnen erst in 5 Tagen. Pech gehabt.

    Wir sind also da — und, wer ahnt es? Was fehlt? Genau: Es fängt an zu regnen, kaum war der ganze Scheiß aus Dumbos Magen nach außen gestülpt. Also wieder Kommando zurück. Und weil's so toll ist — klar, jetzt ist der ganze Krempel schon wieder ausgeladen, weil das Wetter angeblich stabil ist.

    Jetzt versuchen wir, den Abend ohne weiteren Wetterwechsel zu genießen. Elena möchte gerne kochen — das darf sie auch, während ich euch in aller Ruhe das berichte, was sie später einstellen wird. Gerechte Arbeitsteilung. 😁
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