Krujë
3. juni, Albanien ⋅ ⛅ 24 °C
Heute sind wir nach Krujë weitergezogen. Über extrem löchrige Straßen ging's erst Richtung Meer nach Durrës und von dort hoch in die Berge — bis wir schließlich am Krujë Camping ankamen.
Am Platz angekommen gab's eine freundliche Begrüßung und die obligatorische Einweisung in die Infrastruktur. Hoppla — ein Pool. 😊 Kaum gesehen, schon drin, dazu die Aussicht ins Tal genossen. Das nenn ich Ankommen.
Danach ging's zu Fuß ins Zentrum — und zwar 30 Minuten bergauf. Ein bisschen Sport schadet ja nicht. Oben angekommen, ging's runter zum alten Basar von Krujë: eine schmale Kopfsteinpflaster-Gasse mit traditionellen Holzläden, Handwerkern bei der Arbeit, Teppichen, Honig, Olivenöl — wirklich schön anzusehen. Gekauft wurde aber nix — außer dem obligatorischen Magneten für den Kühlschrank. Die Sammlung wächst weiter, der Kühlschrank stöhnt schon.
Direkt am Ende des Basars steht die Skanderbeg-Burg — die berühmteste Festung Albaniens. Hier hat sich der Nationalheld Skanderbeg im 15. Jh. gegen die Osmanen gewehrt. Heute thront sie auf einem Felsen über dem Tal, drinnen sind noch Mauerreste, ein Museum (das wir uns gespart haben) und vor allem ein gigantischer Ausblick über die Ebene bis zur Adria. Allein dafür lohnt sich der kurze Weg. Nach kurzem Aussichts-Genuss ging's wieder runter Richtung Basar. In einer kleinen Seitenstraße gab's dann das wohlverdiente kühle Kaltgetränk.
Auf dem Rückweg zum Camp gab's noch eine kleine Albanisch-Lehrstunde beim freundlichen Obstverkäufer und etwas Käse und Brot beim Markt.
Abends hatten wir uns entschieden, im Camp zu essen — die Frau des Hauses kocht traditionelle albanische Gerichte, und für 20 € pro Kopf kann man das mal machen.
19 Uhr ging's los. Ein Teller mit leckerer Suppe — und noch während wir die Suppe essen, kommen Teller 2, 3 und 4 um die Ecke. Salat, gefüllte Weinblätter, Rote-Beete-Salat. Lecker — aber jetzt reicht's eigentlich auch schon.
Haha. Freudig kommt Teller 5 auf den Tisch: Börek. Elena stöhnt schon. Wer soll das alles essen? Der Tisch ist rappelvoll.
OK, nachdem fast die Hälfte verputzt ist, kommt die Köchin wieder um die Ecke — wieder mit einem Riesenteller für jeden. Die Hauptspeise. 🙈 Hammerlecker, aber ich kann nicht mehr. Und während wir sichtlich mit der Hauptspeise kämpfen, kommt die Köchin nochmal um die Ecke — mit einem Brotkorb und einer Entschuldigung. Außer Mampf bekomme ich keinen Ton mehr raus.
Irgendwie hab ich's dann doch geschafft. Elena blieb irgendwo zwischen Vor- und Hauptspeise auf der Strecke. Und natürlich kommt dann auch noch der Nachtisch um die Ecke.
Jetzt haben wir 3 volle Tupperdosen im Kühlschrank, und ich hab keine Ahnung, wann wir die Reste essen sollen.
Nachdem wir zum Camper gerollt sind, haben wir noch kurz mit den Nachbarn geredet und kurzerhand unsere Stühle rübergeräumt, um gemütlich zu plaudern. Kaum sitze ich, zucken die ersten Blitze am Himmel. "Das zieht vorbei" — kommt mir irgendwie bekannt vor. 😅
Jetzt sitzen wir in Dumbo, haben alles ins Trockene gebracht, und Elena versucht, Blitze mit der Handycam einzufangen. Immer wenn sie vor Langeweile die Cam aus macht, blitzt es natürlich. 😂Læs mere


























Rejsende
Toller Pool 😍
Rejsende
👍