Vorletzter Abend bei Winez Wild Culture
June 11 in Slovenia ⋅ ⛅ 18 °C
Der vorletzte Tag unserer Reise ist angebrochen — und wir haben uns zum Abschluss wieder für WINEZ Wild Culture entschieden. Das war letztes Jahr der passende Abschluss, warum soll das dieses Jahr anders sein!
Nach einer relativ entspannten Fahrt von Elena — ohne "laaaaaangweilig", ohne Nebenstrecken-Schleichen und ohne Holperei — sind wir wohlbehalten in der liebgewonnenen Umgebung angekommen. Tolle Radwege, Weinstraße um die Ecke, liebe Leute um uns herum.
Entsprechend war auch die Begrüßung mit Florian am Platz: "Ihr seid doch die Pfefferkörner, euch muss ich ja nix zeigen, und Neues gibt's auch nicht." Wussten wir aber besser — ein paar Änderungen zum letzten Jahr gab es dann doch. Sein Blick dabei: unbezahlbar.
Wir haben uns den besten Platz rausgesucht, Dumbo verankert, und dann gab's erstmal einen kleinen Snack zum Ankommen. Der Kühlschrank bietet noch immer ein Sammelsurium aus fast allen Ländern unserer Reise. Lecker war's.
Dann der tägliche Satz von Elena: "Wie ist der Plan?" Öhm — ich habe keine Ahnung und schlucke noch den Rest Salami aus Albanien herunter. "OK, lass uns ausruhen und nichts machen." Der Satz von Elena, und ich lasse mich innerlich aufatmend in den Stuhl zurückfallen.
Keine 5 Minuten später dann wieder Elena: "Lass uns noch mit dem Rad fahren." Innerlich kochend schnalle ich die Räder ab und bereite den ganzen Spaß vor. Dabei denke ich nur: Happy Wife, Happy Life — wer denkt denn eigentlich an uns Sackhüpfer? Egal, ist nun so.
Auf die Frage, wohin wir fahren wollen, kommt ein verlegenes "öhm, ich habe keine Ahnung." OK, dann schaue ich, was wir machen. Ich muss dazu sagen: Ich habe eigentlich einen Plan für morgen — aber keinen für heute.
Also los, mit den Rädern und vollen Akkus. Berg hoch, Berg runter…
Irgendwann kommen wir an einem riesigen Schild mit "Bärenhof" vorbei. Innerlich halte ich beim Fahren die Hände vor die Augen — hoffentlich sieht das Elena nicht, das ist nämlich der Plan für morgen! Hinter mir höre ich nur Reifen quietschen und den Ausruf einer Frauenstimme: "Ohhhhh, schau mal da!" Shit. Das war's mit meiner Überraschung.
OK, also wir zwei in den Bärenhof. Ist ganz nett dort. Bären, Ziegen, Alpakas, Gänse, Hühner, Truthahn, Schildkröten, Bisons, Schweine, Hasen, Ponys, Pfauen — und Touris.
Nachdem wir gefühlt tausend Bilder geschossen und 20 Euro für Eintritt plus einen Becher voll Karotten bezahlt haben (die Karotten wurden aber von Elena großzügig neben den Gehegen verteilt, weil sie so super werfen kann 🙈), gab's noch einen kleinen Umtrunk.
Danach ging's auf direktem Weg zurück zu Dumbo — bergauf, bergab…
Endlich angekommen, begannen natürlich mal wieder dunkle Wolken aufzuziehen. "Das zieht vorbei." Altbekannt. Nach einer 10-Minuten-Dusche von oben ist es merklich abgekühlt. Aber Elena hat das ausgenutzt und lecker Camper-Onepot gekocht.
Nach dem liebgewonnenen Abwasch gab's dann noch ein paar Rommé-Runden, die Elena fast alle ohne Murren verloren hat. OK, ich freue mich innerlich ein wenig — ganz, gaaaanz wenig.
Während ich das hier niederschreibe, tanzt meine Frau in Dumbo und ich werde leicht seekrank — wir brauchen doch tatsächlich Stützen. 😂
Einen neuen Plan für den letzten Tag habe ich auch schon ausgearbeitet. Jetzt geht's bei molligen 19 Grad ins Bett. Morgen wird's bestimmt etwas wärmer.
Die Heizung läuft heute.Read more

























