• (22) AR: Salta la Linda

    March 7 in Argentina ⋅ ☁️ 21 °C

    Salta, die Schöne. Diesmal 3 Tage in einem gediegenen Hotel, direkt gegenüber des Plaza de 9 Julio, also praktisch am Marienplatz; d.h. 5 Minuten entfernt zu allem was hier interessant ist.
    Die Kathedrale, gefühlt alle 2 Stunden eine Messe, ist immer gut von Gläubigen, auch von vielen jungen Leuten, besucht, die hier beten oder das Gewand der heiligen Jungfrau berühren. Das sieht man bei uns so nicht und alleine in Salta gibt es 30 Kirchen. Vom Fenster unseres Zimmers blicken wir z.B. auf eine typische italienische Kirche mit separatem Campanile - es gab hier sehr viele italienische Flüchtlinge. Wir schließen uns einer spanischsprachigen Führung an, um die terrakottafarbene Basilika (San Francisco) und den Campanile zu besichtigen. Insgesamt ein größerer Gebäudekomplex mit Treppen, engen Göngen und sogar Geheimtüren.
    Bleiben wir bei der Kultur: Es gibt hier das bemerkenswerte ‚Museum of High Altitude Archaeology‘, das u.a. die Geschichte von 3 Kindern erzählt, die als Menschenopfer bei hohen Inca Zeremonien den Tod fanden. Abwechselnd werden die Mumien der 3 Kinder gezeigt, die man auf fast 7000 Metern Höhe ausgegraben hat. Es wird sehr gut erklärt, wie genau diese Zeremonie ablief und welche Bedeutung dieses Ritual in der Spiritualität der Inca und auch für deren Staatsräson hatte.
    Was wäre Argentinien ohne ordentliches Steak. Das beste Restaurant in town ist das El Charrûa. Wir teilen uns zu Dritt 2 Steaks und bekommen 2x500 Gramm allerbestes und zart rosa gegrilltes Filetsteak serviert, ohne Übertreibung das beste ever und mehr Fleisch als sonst im Monat. Mit Wein und Salattellern lassen wir am Ende 70 Euro am Tisch liegen, wir sind platt. Sonst tun es auch Empanadas, das Pendant der Maultasche könnte man sagen, mit diversen Füllungen erhältlich und speziell in Salta enthalten sie immer auch Kartoffelstückchen.
    Vom Essen zum Wein. In der Region Salta gibt es die höchstgelegenen Weinanbaugebiete der Welt, bis zu 3000 Meter Höhe wachsen hier die Reben. Das verlangt den Rebstöcken einiges ab: intensive Sonnenstrahlung, große Temperaturunterschiede, trockenem Klima und arme Böden. Das ist die Mischung für aromatische, konzentrierte und frische Weine. Wir sind inzwischen in Cafayate, knapp 5 Busstunden südlich von Salta und eine Hochburg des Weinanbaus. Wir tingeln durch verschiedene Bodegas und sind schon am Mittag bester Laune. Schließlich ist ja Urlaub und Pura Vida. Das Thema sollten wir zu Hause unbedingt vertiefen, aber keines der von uns besuchten Weingüter exportiert Wein nach Deutschland.
    Gerade ist hier die Zeit der Weinlese, nicht ganz so entspannt für die Hilfskräfte, die wie es scheint, die Trauben im Akkord einbringen müssen.
    Read more