• Ein Geburtstagsständchen von Frida

    January 5 in Chile ⋅ ☀️ 20 °C

    Feliz cumpleaños - Alles Gute zum Geburtstag! Heute haben wir gegen 6.30 Uhr festlich am Holzklapptisch Elenas 19. Geburtstag eingeläutet, danach ging es ab zur Botschaft, vor der wir ein Stück Heimat sahen: ein Stück der Berliner Mauer. Wir haben alle Formalitäten erledigt und warten nun auf den neuen Pass, damit der Heimreise Elenas nichts mehr im Wege steht.
    Da unsere Weiterfahrt nach Pucón erst 22.15 Uhr begann, haben wir die verbleibenden Stunden in Santiago noch für ein wenig Sightseeing genutzt, kombiniert mit dem Besuch von zwei Fluggesellschaften, um die Rahmenbedingungen für Elenas Rückflug auszuloten.
    Im Costanera-Center haben wir uns dann schließlich ein richtig schönes Restaurant gesucht, um nach dem ganzen Trubel auch des heutigen Tages noch ein wenig Geburtstagsstimmung aufkommen zu lassen. Denn wie wir heute alle feststellten: so einen Geburtstag haben wir noch nicht erlebt: Besuch der Botschaft, mit Gepäck durch die Stadt ziehen, Nachtbus fahren....
    Zum Geburtstag gab es von uns zwei Ketten, die Elena bereits in San Pedro de Atacama gesehen hatte und bei deren Anblick zu ausgiebigem Speichelfluss führten. Kurz vor unserer Abreise aus San Pedro hatte ich sie noch gekauft und wir konnten sie heute feierlich übergeben. Zudem hat die deutsche Botschaft ihr das Geschenk gemacht, ihren Antrag auf einen neuen Reisepass zügig zu bearbeiten und heute Nachmittag bekam sie im Restaurant noch ein Ständchen gesungen. Und zwar von Frida Kahlo. Also beinahe, denn wir waren in einem schönen, bunten Frida-Kahlo-Restaurant. So bunt wie die Malerei von Frida Kahlo war, so farbenfroh war auch das Restaurant eingerichtet. Als Geburtstagskind durfte sie wählen zwischen Schokokuchen und einem Shot Tequila. Sie hat sich, welche Überraschung, nicht für den Kuchen entschieden.
    Die Kellnerinnen waren farbenfroh gekleidet und verbreiteten mit ihrer Art eine angenehme Stimmung. Das tat uns Dreien wirklich gut. Und die Churros, die Getränke und das Abendessen waren auch sehr lecker. Dann sind wir ein Stück in den Parkanlagen am Rio Mapocho zurückgelaufen und freuen uns nun auf die kommenden Tage jenseits der Großstadt. Vom Puls der Stadt, den suizidnahen Fahrkünsten der Uber-Fahrer und dem dichten Gedränge in der Metro haben wir erst einmal genug.
    Wir fahren, während ich das schreibe, mit dem Bus über Nacht und sind ab morgen früh, nach über 10 Stunden Busfahrt und rund 800 Kilometern in Pucón.
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