• Ort der Füchse

    10. januar, Chile ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir haben uns für die Zeit in Valdivia zwei Outdoor-Aktivitäten überlegt und die erste davon haben wir heute auch gleich umgesetzt: Kajak fahren. Und zwar auf dem Rio Angachilla, was in der Mapudungunsprache der Mapuche so viel wie "Ort der Füchse" bedeutet.
    Die Feuchtgebiete rund um den Rio Angachilla sind für ihre Artenvielfalt bekannt, unter anderem sollen hier 77 verschiedene Vogelarten heimisch sein, ebenso wie der Andenschakal. Einige der Vogelarten haben wir beobachten können, ansonsten konnten wir die Ruhe, die Natur und die Abgeschiedenheit vom Menschentrubel genießen.
    Wie wir erfuhren, ergab sich die heutige Gestalt des Angachilla-Gebiets durch das Erdbeben von 1960, was zu Bodensenkungen von bis zu 2 Metern und zu einer dauerhaften Überflutung großer Gebiete führte, was wiederum im Laufe der Zeit zu einer deutlich breiteren Vogelpopulation führte.
    Dieses Erdbeben war das stärkste Erdbeben, was je bisher auf der Erde gemessen wurde. Es wird auch "Valdivia-Erdbeben" bezeichnet.
    Wir sind ungefähr 12 km gepaddelt. Sonst waren wir nach unseren Ausflügen fußlahm, heute eher armlahm. Wir hatten daraufhin überlegt, asiatisch essen zu gehen, da man dort beim Essen mit Stäbchen die Arme nicht so weit nach oben nehmen braucht. Auf dem Rückweg ins Hotel hat die Kraft dennoch gereicht, um einen Spieß mit schokolierten frischen Erdbeeren zu halten - und nicht nur zu halten...
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