Chandigarh
May 15, 2025 in India ⋅ ☀️ 40 °C
Chandigarh ist die Hauptstadt des Bundesstaats Punjab in Indien. Sie wurde erbaut, weil im jahre 1947 nach der Befreiung der Staat Pakistan Lahore zu ihrer Hauptstadt machte und Punjab somit keinen Sitz mehr hatte. Chandigarh musste erbaut werden. Dafür war ein Amerikanischer Architekt vorgesehen. Dieser verstarb jedoch in einem Flugzeugunglück. Le Corbusier, der sowieso bei mehreren Regierungen angefragt hatte, ob er eine Planstadt bauen könne und jedes mal abgewiesen wurde, witterte eine Chance. Er und sein Cousin und andere Architekten planten und entwarfen diese Stadt. Corbusiers Vision war es, eine Stadt wie einen Menschen zu bauen. Im Norden befindet sich der Kopf, der administrative Teil der Stadt. Im Westen und Osten findet man die Arme, Bildungseinrichtungen und Industriezonen. Im Süden befinden sich die Beine. Das Busterminal sowohl für die Stadt selbst als auch für die Fernbusse. Und schliesslich gibt es das Herz der Stadt im Zentrum, mit Kinos und Shoppingmöglichkeiten. Durch die Ganze Stadt verläuft eine Grünflache, die im optimalfall die Sicht zu den Bergen ermöglicht. In Indien ist die Sichtweite leider nicht mehr so weit. Die Stadt ist wahnsinnig geordnet und wird somit zurecht als untypisch indisch bezeichnet. Ob das eine Kritik oder ein Kompliment ist, sei dahingestellt. Wir quartieren uns im 17. Distrikt ein und beginnen die Stadt zu erleben. Wir besuchen Museen, das Capitol Complex und den grossen Park. Sofern wir können. Tagsüber wird es bis zu 42° und das Erkunden fällt uns schwer. Wir versuchen früh am Morgen und spät am Nachmittag rauszukommen. Der Mittag ist unerträglich. Beim Capitol Complex erhalten wir eine gratis Führung, denn es ist der Öffentlichkeit nicht erlaubt die Gebäude selbst zu besichtigen. Wir können sogar ins Parliament und die Atomröhre von innen begutachten. Es ist jedoch gar nicht hübsch von innen. Die Farben sind falsch weil das Dach geändet wurde und es somit kein natürliches Licht mehr hat. Spannend ist aber, dass alles so gebaut wurde, dass es keine Klimaanlage benötigt. Das Sekretariat dürfen wir nur aus der Ferne bestaunen. Beim Rausgehen wird plötzlich ein grosses Drama gemacht von der Security als ob es gerade einen Anschlag gegeben hätte, dabei kommt einfach ein hoher Politiker hinein. Unser Guide teilt uns seine unzensierte Meinung über indische Politiker mit. Es gibt unglaublich viel Korruption. Ansonsten schauen wir noch das Architekturmuseum an und gehen ins Kino den letzten Mission: Impossible schauen. Die Stadt ist teuer für indische Verhältnisse. Das hat auch dazu geführt, dass das Herz der Stadt nicht sehr belebt ist. Es gibt viele Juwelierläden und Banken, definitiv nichts für die indische Allgemeinheit. Wir kaufen noch letzte Kleidungsstücke als Vorbereitung für unser Vipassana. Danach gehen wir los nach Sri Ganganagar.Read more




















