• Catedral de Santiago de Compostela

    25 września 2025, Hiszpania ⋅ 🌙 9 °C

    Die Kathedrale von Santiago de Compostela steht über einer Grabstätte, die dem Apostel Jakobus zugeschrieben wird, und gilt als Grabeskirche des Apostels.

    Der Kathedralbau begann 1075 unter der Herrschaft von Alfons VI. über den Resten einer älteren Kirche aus dem 8. Jahrhundert. Heute ist nur noch das romanische Südportal in der ursprünglichen Gestalt erhalten. Zahlreiche Erweiterungen der Kathedrale ergeben eine Mixtur unterschiedlicher Baustile (Barock, Klassizismus, Gotik).

    Der Hochaltar ist von einem vergoldeten Baldachin überfangen. Im Zentrum des Retabels befindet sich eine lebensgroße Figur des heiligen Jakobus.

    Zu hohen Feiertagen oder auf Bestellung wird der berühmte Botafumeiro durch das Querschiff geschwenkt. Es handelt sich dabei um ein etwa 1,60 m großes Weihrauchfass, das an einem etwa 66 m langen Seil von der Decke hängt, nach dem Hochamt von acht Männern in Bewegung gesetzt und bis hoch unter die Decke geschwungen wird. Außer seiner üblichen Funktion in der Liturgiefeier diente der Botafumeiro dazu, den Geruch der Pilger zu neutralisieren, welche nach ihrer Wallfahrt auf dem Jakobsweg eine ganze Nacht wachend und betend in der Kathedrale verbrachten.

    Nachtrag: Habe jetzt nach mehr als einer halben Stunde Anstehen, die Krypta mit dem silbernen Schrein, der die Gebeine des Apostels Jakobus beinhalten soll (das Ziel eines jeden Pilgers des Jakobswegs) und die lebensgroße, sitzende Figur des hl. Jakobus d. Ä., deren Schulterumhang reich u. a. mit mehreren Jakobsmuscheln verziert ist, besichtigt. Die Tradition verlangt es, dass man als Pilger die Schulter des hl. Jakobus von hinten umarmt und folgenden Dank spricht: : „Danke, lieber Freund und Bruder Jakobus, dass du mir geholfen hast, hier anzukommen. Danke für deine Person, für deine Begleitung, für dein Zeugnis, für dein Vermächtnis.“
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