• Trail Gourmet
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Uli‘s Camino - Camino Frances

Von Saint-Jean-Pied-de-Port über Santiago de Compostela bis nach Finesterre, dem Ende der Welt, zu Fuß Meer informatie
  • Leave No Trace

    23 september 2025, Spanje ⋅ ☀️ 9 °C

    Leider funktioniert das Prinzip „leave no trace“ insbesondere auf dem Abschnitt Sarria-Santiago überhaupt nicht. Während auf den 650 km zuvor meist nur Taschentücher in der Natur hinterlassen wurden (ist natürlich auch nicht schön), wird hier massenhaft Müll auf dem Weg hinterlassen. Wenn jeder seinen Abfall mitnehmen und in den vorhandenen Mülltonnen in den Ortschaften entsorgen würde, wäre der Naturanblick noch um ein Vielfaches schöner. Selbst bei aufgestellten Abfalleimern ist es den entsorgenden Pilgern völlig egal, ob diese bereits randvoll sind. 😡😤Meer informatie

  • Kurz vor Santiago nochmal sündigen

    23 september 2025, Spanje ⋅ ☀️ 21 °C

    O Pedrouso liegt praktisch vor den Toren Santiagos (19 km bis zur Catedral de Santiago).
    Da meine Sünden dort morgen vergeben werden, bietet es sich an, heute nochmal zu sündigen (natürlich nur im Sinne eines TrailGourmets).
    Dazu habe ich die ideale Sündenstätte von O Pedrouso ausfindig gemacht: „Taste the Way“
    Dort gab es zunächst eine „Gazpacho andaluz“ mit einem sehr schönen Ribeira del Duero, dann gegrillte Jakobsmuscheln und zum Abschluss einen „Queso de Azúa con membrillo“. Alles sehr lecker!
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  • Letzter Camino Sonnenaufgangsmorgen

    24 september 2025, Spanje ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute bereits 7:30 Uhr (bei vollkommener Dunkelheit gestartet). Nach dem Verlassen von O Pedrouso ging es gleich in den Wald und ohne Kopflampe wäre das nicht möglich gewesen.

    Dann bis zum Flughafen (ca. 5 km) wunderbaren Sonnensufgang, meinen letzten auf dem Camino, bestaunen dürfen.Meer informatie

  • Ein besonderer & emotionaler Moment

    24 september 2025, Spanje ⋅ ⛅ 22 °C

    Bereits beim Anblick der Catedral de Santiago de Compostela aus 5 km Entfernung vom Monte do Gozo sind mir die Tränen gekommen, aber nicht zu vergleichen mit dem Moment, als ich den Vorplatz der Kathedrale betreten habe. Überwältigend! Bilder der letzten 780 km schießen in schneller Abfolge durch den Kopf. Ein unglaubliches Glücksgefühl hat mich ergriffen und natürlich kam auch Stolz auf, sich dieser Herausforderung gestellt zu haben. Danach kam sogleich das Gefühl einer vollkommenen Erschöpfung. Es war ein schönes Gefühl, entspannt auf dem Platz der Kathedrale zu liegen. Die Schuhe, die mich diese Strecke getragen haben, hatte ich ausgezogen und die Sonnenstrahlen auf den dampfenden Socken genossen. Auf dem gesamten Platz herrscht eine unbändige Freude.

    Natürlich galt es auch, nach vollendeter Leistung, sich die Compostela (also die Urkunde) im Pilgerbüro ausstellen zu lassen.

    Anschließend ging es „TrailGourmet-standesgemäß“ ins Restaurant PARADORES, um einen Teller mit galizischen Spezialitäten vom Schwein und Käse zu einem kühlen Bier zu genießen.
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  • Catedral de Santiago de Compostela

    25 september 2025, Spanje ⋅ 🌙 9 °C

    Die Kathedrale von Santiago de Compostela steht über einer Grabstätte, die dem Apostel Jakobus zugeschrieben wird, und gilt als Grabeskirche des Apostels.

    Der Kathedralbau begann 1075 unter der Herrschaft von Alfons VI. über den Resten einer älteren Kirche aus dem 8. Jahrhundert. Heute ist nur noch das romanische Südportal in der ursprünglichen Gestalt erhalten. Zahlreiche Erweiterungen der Kathedrale ergeben eine Mixtur unterschiedlicher Baustile (Barock, Klassizismus, Gotik).

    Der Hochaltar ist von einem vergoldeten Baldachin überfangen. Im Zentrum des Retabels befindet sich eine lebensgroße Figur des heiligen Jakobus.

    Zu hohen Feiertagen oder auf Bestellung wird der berühmte Botafumeiro durch das Querschiff geschwenkt. Es handelt sich dabei um ein etwa 1,60 m großes Weihrauchfass, das an einem etwa 66 m langen Seil von der Decke hängt, nach dem Hochamt von acht Männern in Bewegung gesetzt und bis hoch unter die Decke geschwungen wird. Außer seiner üblichen Funktion in der Liturgiefeier diente der Botafumeiro dazu, den Geruch der Pilger zu neutralisieren, welche nach ihrer Wallfahrt auf dem Jakobsweg eine ganze Nacht wachend und betend in der Kathedrale verbrachten.

    Nachtrag: Habe jetzt nach mehr als einer halben Stunde Anstehen, die Krypta mit dem silbernen Schrein, der die Gebeine des Apostels Jakobus beinhalten soll (das Ziel eines jeden Pilgers des Jakobswegs) und die lebensgroße, sitzende Figur des hl. Jakobus d. Ä., deren Schulterumhang reich u. a. mit mehreren Jakobsmuscheln verziert ist, besichtigt. Die Tradition verlangt es, dass man als Pilger die Schulter des hl. Jakobus von hinten umarmt und folgenden Dank spricht: : „Danke, lieber Freund und Bruder Jakobus, dass du mir geholfen hast, hier anzukommen. Danke für deine Person, für deine Begleitung, für dein Zeugnis, für dein Vermächtnis.“
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  • Über den Dächern von Santiago

    25 september 2025, Spanje ⋅ ☀️ 15 °C

    Glücklicherweise habe ich noch ein Ticket für die Tour „Cubiertas de la Catedral - Torre de la carraca“ (d.h. Besteigung des Dachs und einem der Türme der Kathedrale) ergattert.

    Das Dach besteht nicht wie üblich aus Dachziegeln, sondern aus massiven, begehbaren Granitplatten, die aus Verteidigungsgründen im Mittelalter zum Einsatz kamen. Über 134 Stufen haben wir einen der Türme erklommen, der eine einmalige Aussicht auf die Dimensionen der Kathedrale und die umliegende Altstadt bietet.Meer informatie

  • In den Straßen von Santiago

    25 september 2025, Spanje ⋅ ☀️ 24 °C

    Auch wenn die Menschendichte auf den letzten 100 Jakobswegkilometern schon (für mich) unangenehm hoch war, ist dies kein Vergleich zu den Menschenmassen in Santiago de Compostela. Neben den Camino-Pilgern kommt nochmals mindestens die doppelte Anzahl an Touristen hinzu, die sich dann auf die kleinen Sträßchen der Altstadt ergießen. Ein Touristennap-Shop reiht sich an den nächsten. Wenn man allerdings zum richtigen Zeitpunkt in die kleinen Nebengassen geht, gelingen auch Aufnahmen mit weniger Menschen. Die Altstadt ist ohne jede Frage sehr schön und hat Flair.Meer informatie

  • Jetzt noch Atlantik …

    26 september 2025, Spanje ⋅ ☀️ 16 °C

    Mit dem Bus ging es heute Morgen von Santiago de Compostela nach Corcubión. Von hier aus laufe ich die letzten 14 km meines Camino auf dem Jakobsweg.

  • … bis nach Finisterre …

    26 september 2025, Spanje ⋅ ☁️ 17 °C

    Die Wanderung - mein letzter Pilgerabschnitt - von Corcubión über Fisterra zum Kap Finesterre war noch einmal ein tolles Highlight. Am Ende des Tages waren es dann auch wieder über 20 km mit einem Höhenanstieg von 450 m und auch wieder 420 m nach unten, was in den Knien deutlich zu spüren war. Unübertroffen war natürlich der Moment, als ich barfuß über den Sand in den Atlantik laufen konnte, das Meeresrauschen hörte und den Meeresduft einatmen konnte.

    Nach dem Abladen meines Gepäcks in der Pension in Fisterra ging es gleich weiter hinauf zum Kap Finisterre.
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  • Karinas Camino-Stein

    26 september 2025, Spanje ⋅ ☁️ 17 °C

    Karina‘s Camino-Stein hat mich auf meiner gesamten Wanderung von Saint-Jean-Pied-de-Port bis hier an die Atlantische Westküste Spaniens begleitet, wo ich den Gedenkstein dem Atlantik in einer feierlichen Zeremonie für meine geliebte Karina übergeben habe. Ich bin Karina sehr dankbar dafür, dass sie mich stets bestärkt hat, diese Pilgerwanderung auf mich zu nehmen und in Momenten des Zweifels stets unterstützend zur Seite stand 🥰❤️❤️😘Meer informatie

  • … und bis ans Ende der Welt

    26 september 2025, Spanje ⋅ ☁️ 17 °C

    Das Kap Finisterre ist das Ende meines Caminos und somit km NULL.
    Das Kap ist der westlichste Punkt Spaniens.

    Ich bin damit in 161 Stunden 550 km gelaufen, habe
    8300 Höhenmeter erklommen und bin diese wieder hinuntergelaufen (höchster Punkt: 1.517 m am Cruz de Ferro), habe dazu 756.000 Schritte gebraucht und dabei 51.000 Aktivitätskalorien verbrannt.
    🥾💪💪👍😎😇🤗👏
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  • Fisterra

    26 september 2025, Spanje ⋅ ☁️ 17 °C

    Vom Ende der Welt bin ich nach Fisterra zurück entlang der westlichen Steilküste des Kaps zum Praía do Mar de Fóra (Sunset Beach) gelaufen. Dabei galt es zwar nochmals Teile des Berges „A Pedra Cagona (235 m)“ zu erklimmen und danach wieder einen steilen Abstieg auf Meereshöhe zu bewältigen. Belohnt wurde ich mit dem Licht der Abendsonne und der Sichtung einer Schlange, sowie den Wolkenschwaden, die über die Felsenklippen hereinzogen.

    Am Nachmittag habe ich im Hafen von Fisterra der täglichen Fischauktion für Restaurantbetreiber beigewohnt und am Abend im „Méson Arco da Vella“ von den dort angebotenen Meeresfrüchten ein fürstliches Mahl genossen.
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  • Und ab nach Hause

    27 september 2025, Spanje ⋅ ☁️ 18 °C

    Mein Camino ist nach exakt einem Monat (ich bin am 27.8.2025 morgens 6 Uhr von Frankfurt gestartet) beendet. Um 17:25 Uhr geht es per Flugzeug vom Aeropuerto de Santiago de Compostela zurück nach Frankfurt, wo ich planmäßig 19:25 Uhr landen sollte.

    Es war ein großartiges, anstrengendes, bereicherndes Erlebnis, das ich jedem empfehlen kann, der die Zeit und körperliche Verfassung hat, sich auf dieses spirituelle Abenteuer einzulassen.

    Erschöpft und (von gestern) etwas fußlahm nehme ich Abschied von Spanien (das Wetter ändert sich gerade wieder und auch hier in Galizien wird es herbstlich).
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    Het einde van de reis
    27 september 2025