• Machu Picchu

    September 13 in Peru ☁️ 21 °C

    Um 5 beim Frühstück, um 5:20 Saul getroffen und dann sind wir (nur Julia, 2 Niederländer aus unserer Gruppe und ich) zu den Bussen nach Machu Picchu gegangen. Am weg haben wir noch 4 andere getroffen die bei unserer Tour mitgemacht haben. Zum Glück hatten wir Saul als unseren Guide und niemanden anderen. Um 6 waren wir oben bei Machu Picchu und es war schon mehr los, als gedacht, aber deutlich besser als später. Beim Ticket ist eine fixe Zeit (3h) und einer von 3 Rundgängen über das Areal dabei. Wir hatten auch ziemlich Glück mit dem Wetter (bewölkt/sonnig), weil manchmal ist es so neblig oder regnet so stark, dass man nicht viel sieht. Macht picchu ist soo beeindruckend und nicht nur das sondern die ganze Umbung und Aussicht ist atemberaubend! Saul hat uns leidenschaftlich ganz viel darüber erzählt also es war eine sehr spannende, beeindruckende Tour, die sich viel kürzer angefühlt hat und wir haben viel gelernt.
    Ein paar Fakten: man spricht es „matschu piktschu“ aus - Machu heißt auf Quechua (Sprache der Inka, heute noch hier gesprochen) alt, Picchu heißt Berg - also alter Berg. Spricht man es aber Pitschu aus, so wie die ganze Welt sagt, heißt es Penis - also ein feiner aber wichtiger Unterschied!! Und eigentlich heißt nur einer der Berge daneben Machu Picchu, die Inkastadt selbst heißt Pacha (=Natur) Llaquta (=Stadt). Die Stadt besteht aus 2 Teilen: einem mit Terrassen für Agrikultur und einem zum wohnen. Außerdem gab es jedenfalls eine Schule und 3 Tempel. Sie haben Brunnen gebaut bzw von umliegenden Bergen Wasserleitungen in die Stadt gebaut und hatten innerhalb der Stadt quasi ein abflusssystem, damit das Regenwasser abfließen kann. Tempel sind (wie auch in Cusco) mit anderen Stein gebaut, der nicht gemörtelt wird, perfekt zurechtgeschnitten wurde, dass er gut aufeinander passt und ist dort wie in Cusco besonders Erdbebensicher (modernere Gebäude in Cusco haben viel eher Probleme bei Erdbeben, als die Tempel der Inka). Die Inka haben ja an verschiedene Naturgötter geglaubt, zb für Sonne, Erde (pachamama) etc. Bei einem Gebäude ist das Fenster genau so geformt bzw. positioniert, dass am 21. Juni (Wintersonnenwende) die Sonne, wenn sie da reinscheint, mit dem Licht/Schatten ein Lama an die wand wirft (Lamas waren für die inkas Nutztiere, vor allem um Lasten zu tragen, da sie größer sind als Alpacas, die vor allem für ihre Wolle gehalten wurden). Machu picchu wurde ca um 1400 erbaut und der Bau hat vermutlich 10-15 Jahre gedauert. In dem ganzen Areal haben 150-200 Menschen gelebt. Als die Spanier 1532/33 nach Südamerika kamen, hat ein Anführer der Inka anscheinend angeordnet, die Stadt zu verlassen, damit sie die Spanier nicht finden bzw. damit sie nicht zerstört wird. 1912 kam der US-amerikanische Historiker Hiram Bingham dorthin, um zu forschen und Einheimische zeigten ihm die Stadt, die vollkommen überwuchert war - er machte es international bekannt. In der Gegend gibt es viele andere Ruinen, und man geht davon aus, dass es noch viel mehr überwucherte gibt, allerdings ist das Gelände teilweise schwer zugänglich und der Wald/die Tiere gefährlich.
    Gegen Ende der Tour gab Saul jedem von uns 3 Cocablätter (3 war bei den Inka eine heilige/wichtige Zahl) und wir sollten/durften an Freunde, Familie denken und die Blätter dann irgendwo auf dem Areal verteilt ablegen und quasi so pachamama danken - das war richtig schön für uns alle. Die ganze Tour ist also extrem schnell vergangen, war extrem schön und spannend. Um 9 waren wir fertig und es war schon so viel mehr los. Da unser busticket runter nicht im Preis inkludiert war, sind Julia, die Niederländer und ich wieder 1h zu Fuß hinunter gegangen. Da nächster Programmpunkt erst gemeinsames Mittagessen um 12 war, haben wir noch Café getrunken und sind dann zu einem Wasserfall etwas außerhalb aguas calientes gegangen - dort wars sehr idyllisch und tropisch. Das Mittagessen mit allen war sehr gut, lustig und auch emotional, da sich Saul bei uns bedankte, dass wir so eine tolle Gruppe waren und jeder hat noch eine Urkunde bekommen, für die Überquerung des Salkantay Passes. Später sind wir 1,5h mit dem Panoramazug nach Ollantaytambo gefahren und dann noch ca 2h bis nach Cusco mit dem Auto. Müde sind wir in Cusco angekommen und etwas traurig unsere neuen Freunde zu verlassen, aber sehr schön war die Zeit zusammen🫶🏻
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