• Abschied von Cusco🥲🥹

    Oct 5–8 in Peru ☀️ 23 °C

    Meine letzten Tage in Cusco waren unaufregend und schön und sind so schnell vergangen. Habe einiges für meine weitere Reise geplant, war beim Zahnarzt (sehr billig und etwas anders als in Österreich), noch ein paar letzte Besorgungen in Cusco und die Stadt genießen. Und dann 2 Abschlussabendessen + 1 mal Karaoke Bar zusätzlich. Die letzten Tage bei den Kindern waren schön, habe jetzt das Gefühl, sie schon ewig zu kennen und ich hätte vor ein paar Tagen nicht gedacht, dass mir der Abschied so schwer fällt. Sitze grade (mit Blick auf den schönsten Sonnenuntergang zwischen den Bergen) im Bus nach Huacachina, von wo ich am Sonntag nach Lima fahre und nach Kolumbien fliege und bin jetzt richtig wehmütig dass ich schon weg fahre. Ich freue mich auf die weitere Reise aber seit wir gestern bei den Kindern waren, hab ich gemerkt, dass mir der Abschied doch schwerer fällt als gedacht.
    Die Kinder sind so lustig und lieb und offen und neugierig von Anfang an, haben zum Teil löchrige, schmutzige Kleidung, fast nichts materielles, aber spielen, lachen, helfen zusammen, haben Spaß, streiten und weinen, trösten sich gegenseitig und genießen das Leben wie alle anderen auch, ohne zu denken, dass ihnen vielleicht etwas fehlen könnte. Sie sind so selbstständig in teilweise wirklich jungem Alter, gehen alleine von der Schule zum Projekt und nach Hause und gleichzeitig sind sie natürlich noch immer Kinder und brauchen manchmal Hilfe, um eine Schere zu suchen. Alles irgendwie gleich und doch anders als in Österreich und extrem schön.
    Auch die Gegend der Schule bzw. die Stadt tlw schmutzig, unfertige Häuser, Dinge liegen rum, was bei uns sicher nicht als „schön“ bezeichnet werden würde und auf den ersten Blick für mich als verwöhnte Wienerin auch nicht so scheint, verliert, wenn man es kennenlernt das „unschöne“ und wird normal, weil es trotzdem einfach Leben ist.
    Und die Innenstadt Cusco ist so schön, ich habe mich von Anfang an überall so wohl gefühlt und finde es eine richtig tolle und sehenswerte Stadt, für jeden zu empfehlen! Also auch allein schade, diese schöne Stadt zu verlassen, von der aus man die tollsten Ausflüge machen kann.
    Gleichzeitig hab ich mich auch dank der Leute so wohl gefühlt, Erick, der zusätzlich zu seinen Jobs freiwillig 2-3 mal wöchentlich ins Projekt kommt, um den Kindern zu helfen und uns leidenschaftlich Salsa beigebracht hat und Miguel, der sich um die Apartments gekümmert hat, und uns immer geholfen hat wenn was war. Und natürlich werde ich auch die anderen Volunteers vermissen: Anil, Hanne, Sarah, Antony und Ellie, mit denen ich jeden Tag verbracht habe, gemeinsam gewohnt, gegessen, gearbeitet und versucht das Bussystem in Cusco zu verstehen. Aber Hanne sitzt grade noch neben mir im Bus und alle anderen bis auf Anil werden wir auch nochmal kurz in Huacachina treffen, also ganz vorbei ist die Zeit noch nicht.
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