Ko Samuis Südwesten
13. oktober 2022, Thailand ⋅ ☁️ 28 °C
Neuer Tag, gleiche Aufteilung. Morgens Strand, danach kurzer Kaffee in unserem Zimmerpool, nachmittags Inseltour. Heute fahren wir in den äußersten Südwesten, den wir bisher nur gestreift haben. Da es hier aber sehr grün und nicht touristisch ist, zieht es uns hier noch mal hin. Wir fahren parallel zum Meer an der Küste lang, entdecken Wasserbüffel und einen Tempel direkt am Strand. Auf dem weiteren Weg passieren wir zwei Luxushotelanlagen, um die herum nun wirklich NICHTS los ist, das wäre selbst uns zu weitab. Eindeutiger Kontrast dazu ist der Strand dazwischen, an dem wir auf einen Fischer treffen, der mit seiner Frau in einer Wellblechhütte am Strand und damit direkt an seinem Arbeitsplatz lebt. Gekocht wird offen, geruht in Hängematten, der Blick ist traumhaft und die Reggae-Musik passt zur früh abendlichen Stimmung. Internet und Handy sind aber auch hier Alltagsgebrauch. Er erzählt uns, dass er vor Covid Ausflugsfahrten zu einer kleinen gegenüberliegenden Insel veranstaltet hat, seitdem nicht mehr. Manchmal können wir uns nicht vorstellen, wovon die Menschen hier leben, möchten aber auch nicht fragen. Dennoch scheinen die meisten zufrieden, mit dem was sie haben, denn viele leben hier so. Mit unseren Ansprüchen ist das nicht vergleichbar, hier aber Alltag. So sollten sich viele bei uns mal fragen, ob tatsächlich alles so schlecht ist. Wir finden ganz sicher nicht und so ärgern wir uns jetzt schon über die üblich zu erwartende schlechte Stimmung in Deutschland.
Unabhängig davon, eigentlich kann man sich hier nicht verfahren, wir tun es aber doch und landen in ein, zwei weiteren Sackgassen. Vorteil (für manche auch nicht), wir sehen eine Schlange. Quicklebendig vor uns, mitten auf der Straße, braun, schlank und vor allem blitzschnell. Letzteres für Alex ein sicheres Zeichen, dass es sich um eine Giftschlange handelt. So bleiben wir auf Abstand und als ein weiterer Roller vorbeirollt, verschwindet sie blitzartig wieder im Gebüsch.
Mittlerweile ist es dunkel und ein anderes Bild ergibt sich. Zurück in Lamai haben mittlerweile Läden offen, die tagsüber geschlossen sind und umgekehrt. In der Straße hinter dem Lamai Beach geht es wirklich sehr touristisch zu, Go-Go-Tänzerinnen Open Air, Animierbars, 0815-Restaurants. Und viele Single-Männer. Nicht ganz so unser Ding und etwas abseits finden wir ein gutes Restaurant. Die darauf folgende, mittlerweile schon, weil einfach entspannende, Thai-Massage entspricht erstmals dem Ortsteil. Und damit meinen wir nicht das Happy End. Grelles Licht, laute Musik, ungemütliche Atmosphäre. Dieses Mal hätten wir es uns also sparen können. Weiß man halt vorher nicht.
Wir plantschen zum noch eine obligatorische Runde im Pool und dann gehts in die Federn, die man wegen der Hitze eigentlich gar nicht braucht.Læs mere













