• Geduld will gelernt sein

    March 28 in Portugal ⋅ ☀️ 17 °C

    Nach langer Wartezeit fliegen wir mit einer Stunde Verspätung in Lissabon ab. Nach einer gefühlten Ewigkeit erhalten wir ein Mittagessen. Nach ein paar Nickerchen landen wir schliesslich in Ghana. Mit Aussteigen ist natürlich nichts. Man stelle sich das Chaos vor, wie alle rausdrängen und bis dann wieder alle sitzen. Nach 40 Minuten heben wir nochmals ab. Der Blick über Accra ist in der Dunkelheit wunderschön. 90 Minuten später landen wir endlich auf Sao Tomé. Geschafft!!

    Wobei noch nicht ganz...Dass wir kein Gepäck aufgegeben haben, zahlt sich nicht aus. Nach einer sympatischen Passkontrolle stehen wir erneut 40 Minuten an, um je 25 Euro Turistenabgabe zu bezahlen. Stellt es euch einfach wie in 1950 vor, nur sind die Turisten sich an 2026 gewöhnt. Zwei Ladies, die in der schweizer Arbeitswelt nicht mal 2 Stunden überleben würden, schreiben von Hand für jede einzelne Person eine Quittung. Dann versuchen wir Turisten mit diversen Kreditkarten die Gebühr zu bezahlen. Mit dem Kartenlesegerät sind die beiden ersichtlich überfordet. Eine Turistin zeigt, wie man eine Kreditkarte durchs Gerät zieht.

    Tom zückt in der Zwischenzeit 50 Euro und der Familienvater vor ihm ebenfalls. Generft wirft er das Geld hin und holt das Gepäck ab. Die Frau mit Kind wartet geduldigt auf die ach so wichtige Quittung.

    Dann holen wir unser Auto ab. Er zeigt uns alles am Auto. Als Tom das Formular ausfüllt merkt der Vermieter, dass das gar nicht unser Auto ist und zeigt uns dann das andere. Mit der gekauften eSIM stimmt etwas nicht. In der Nähe vom Gebäude finden wir WLAN, um zu beweisen, dass wir bereits bezahlt haben. Sympatisch an dieser Arbeitsweise ist, dass keine Kosten und irgendwelche Versicherungen etc. dazu kommen. Wir fahren über die holprigen Strassen zum Hotel.
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