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  • Day58

    Galapagos | Floreana & Champion Island

    June 1, 2017 in Ecuador ⋅ 🌙 25 °C

    Ähnlich wie der Vortag begann auch unser letzter voller Kreuzfahrttag mit einem Landgang. Auf San Cristóbal Island hatten wir auf Anraten unseres Guides zwei Tage zuvor Postkarten erworben. Diese sollten wir auf Floreana Island nun auf dem traditionellen Postweg der Insel „versenden“. Nur ein paar Meter vom Strand entfernt in Richtung des Inselinneren erreichten wir den berüchtigten Postkasten. Bevor wir unsere eigenen Karten hier hinterließen, sahen wir zunächst die fünf Tüten voller Postkarten durch, die sich im Inneren befanden. Ziel war es, Karten aus dem eigenen Heimatland zu identifizieren, die wir per traditioneller händischer Übergabe zustellen könnten. Gleiches sollte in der Folge mit unseren Karten durch andere Reisende passieren. Die Tradition dieser händischen Übergabe stammt noch aus den Zeiten, als spanische Seeleute eine erste Form der Kommunikation aufbauen wollten. Sie hinterließen hier Botschaften für Personen, die nach ihnen eintreffen sollten. Dieser Tradition folgend verfolgen Reisende noch heute das System der händischen Übergabe. Leider fanden wir keine Karten mit deutscher Zieladresse vor. Vielleicht waren kurz vor uns motivierte Deutsche am Postkasten, die alle Karten in ihr Gepäck aufnahmen, selbst aber keine hinterließen? Unsere Mitreisenden ernteten deutlich mehr Aufgaben. So fanden wir bestimmt 20 Karten aus England und auch einige aus der Schweiz bzw. Australien und Neuseeland. In guter Hoffnung, dass schon bald wieder Deutsche den Postkasten aufsuchen würden, hinterließen wir jeweils eine handgeschriebene Karte und schritten voran. Als nächstes stand die Besichtigung des Lavatunnels an. Dieser Tunnel, der durch eine Eruption entstanden ist, befindet sich einige Meter tief unter der Erde. Nachdem wir eine Leiter heruntergestiegen waren, folgte ein Seil, an dem wir den Abstieg in die Dunkelheit fortsetzten. Unten angekommen, findet man einen Süßwassersee vor. Licht hatten wir hier lediglich durch die mitgebrachten Taschen- und Stirnlampen. Kathi und ich sowie auch einige weitere unserer Gruppe liefen einige Meter in den immer tiefer werdenden See. Bei vollkommener Dunkelheit ist dies durchaus ein Erlebnis. Nach etwa 50 Metern mussten wir schließlich unter einem Felsen durchschwimmen, um auch das Ende des Tunnels zu erreichen. Wieder am Strand angekommen, gingen wir dann ein weiteres Mal schnorcheln. Highlight waren diesmal, wie schon zuvor angedeutet, die zahlreichen Wasserschildkröten. Ist es sonst durchaus etwas besonderes ein solches Exemplar im Wasser anzutreffen, schien es an diesem Strand nur so von Wasserschildkröten zu wimmeln. Wir sahen in kurzer Zeit mindestens 5 verschiedene Exemplare und folgten ihnen stets ein paar Meter im Wasser. Der letzte Schnorchelausflug erfolgte am Nachmittag dann schließlich an der Küste von Champion Island. Wir näherten uns ein letztes Mal mit dem Schlauchboot der Küste und sprangen dann einer nach dem anderen in das hier durchaus erfrischende Wasser. Anfangs war die Strömung enorm stark und man musste neben dem Staunen über die Unterwasserwelt, die unter einem lag, immer wieder daran denken, sich weit genug vom scharfkantigen Riff entfernt zu halten. Einige hundert Meter weiter änderte sich das aber und das Wasser glich hier eher einem Swimmingpool. Dieser letzte Schnorchelausflug überzeugte vor allem durch seine gigantischen Fischschwärme. So befand sich unter uns einmal ein Schwarm von schätzungsweise mehr als 10.000 Fischen – ein wirklich einzigartiges Gefühl.
    Unser zweiter Landgang erfolgte auf Floreana Island. Wir sahen hier einige Flamingos, wenngleich die Menge an Tieren und auch die Entfernung zu den rosa gefärbten Vögeln mit Abstand nicht mit den Flamingobeobachtungen in der Salar de Uyuni mithalten konnte. Nach einem kurzen Wanderweg erreichten wir einen tollen weißen Sandstrand, von dem aus wir fünf Galapagos-Haie mit einer Länge von bis zu 2 Metern bei ihrem Jagdverhalten beobachteten. Zudem säumten diverse Stachelrochen den Strand. Das Schwimmen fiel hier jedoch demnach aus. Stattdessen bewegten wir uns zurück an Bord, wo ein Cocktail zum Abschluss des vollen letzten Tages auf uns wartete.
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