• Tag 163: Tokio

    12 novembre 2024, Giappone ⋅ ☀️ 20 °C

    Vorletzte Station: Tokio.
    Wir kommen pünktlich mit dem Shinkansen an - der Bahnhof ist übervoll und dabei ist es noch nicht mal Rush Hour. Das Gepäck kurz in Schließfächer, dann spazieren wir los.
    Shinjuku und Shibuya, zwei der bekanntesten Viertel und voll mit Flagship-Stores aller Marken saugt uns richtig ein.
    Was uns überrascht: die Distanzen sind viel weniger groß als wir dachten.
    Abends fahren wir noch in den 45. Stock des Rathauses für einen beeindruckenden Ausblick.

    Es ist voll, bunt und teilweise auch laut. Eine Seitenstraße weiter ist es ganz still, kein Verkehr, keine Menschen. Das ist wohl der Gegensatz von Japan, der uns auch in anderen Lebensbereichen auffällt.
    Beispiel: überall steht etwas von Nachhaltigkeit, die Sustainable Development Goals (SDG) werden aktiv beworben, in Hotels und Restaurants erwähnt und Leute in der U-Bahn tragen sogar Anstecker. Zudem muss überall Müll getrennt werden (Plastikflaschen, nicht verbrennbares, brennbares, Glas und Dosen). Und jetzt kommt der Gegensatz: Alles ist in Plastik verpackt (frische Handtücher in Hotels, alle Gebäckstücke in Bäckereien werden einzeln verpackt) bzw. überall gibt es Einweg-Artikel (Servietten, Kaffeebecher, Teller, Folie, Plastiktüten). Besonders schlimm sind manche Hotelfrühstücke mit Plastikgeschirr oder all die kleinen Snacks und Mahlzeiten, die im Supermarkt angeboten werden. Genauso ist Obst und Gemüse überall in Plastik verpackt.
    Eine Eindämmung des Plastikmülls würde vermutlich einen größeren Einfluss auf Japans Umweltbilanz haben als das Bekenntnis von Hotels nicht jeden Tag die Handtücher zu wechseln bzw. Zimmer zu reinigen.
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