• Kristina Si
  • Vincent Hckr
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KriVi - 6 Monate Sabbatical

6 Monate mit dem Fahrrad 🚲 ⛺️von Budapest 🇭🇺 nach Tiflis 🇬🇪 und 2 Monate mit dem Rucksack nach Südkorea 🇰🇷 und Japan 🇯🇵 Weiterlesen
  • Tag 169: Rainbow Bridge

    19. November 2024 in Japan ⋅ ☁️ 11 °C

    Wir haben noch einen kleinen Umweg über New York City gemacht - Odaiba in Japan.
    Auf einer Insel, mit der Rainbow Bridge verbunden, steht ein Replika der US-Freiheitsstatue. Das Orginal war ein Geschenk der Franzosen an die Amerikaner. Sie haben sich mit einer Replika revanchiert und diese stand ganz lange auf einer Seine-Insel in Paris.
    Als Zeichen für Frieden haben die Franzosen das Replika dann den Japanern geschenkt. Et voilá da steht sie in Tokio.

    Die Rainbow Bridge heißt übrigens so, weil sie nachts in Regenbogenfarben angestrahlt wird. Sie ist fast 800m lang und hat zwei Ebenen jeweils für Auto- und Zugverkehr.
    Unter anderem gibt es auch eine Transrapid-Strecke mit einer fahrerlosen Bahn.

    Danach noch ein kleiner Spaziergang durch Tsuikj - mit vielen Essens-Ständen nahe am Fischmarkt. Am Nachmittag hatte fast schon
    alles zu.
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  • Tag 170: Spazieren im Regen

    20. November 2024 in Japan ⋅ ☀️ 9 °C

    Es regnet - wir gehen trotzdem auf Erkundungstour durch Stadtviertel. Die sind aus unserer Sicht auch die wirklichen Sehenswürdigkeiten.
    Schreine und Tempel reichen nach 6 Wochen nun auch :)
    Trotzdem besuchen wir noch einen der größten und schönsten in Tokio: Den Asakusa-Schrein.
    Auch wenn wir bei unserem Spaziergang eher zufällig darauf gestoßen sind.

    Gut gefallen haben uns die Viertel etwas weiter draußen vom Stadtkern:
    - Shimokitazawa mit vielen Second Hand Shops, hippe, jungen Leute, kleine Cafés, entspannt und kaum Verkehr in den kleinen Straßen.

    - Nakameguro mit kleinen Restaurants und Läden

    - Daikanyama - zwar ein Luxusviertel aber sehenswert durch die Architektur und einen monströsen und wunderschönen Buchladen. Darin gibt es ein Stockwerk nur zum Arbeiten. Es können verschieden Tarife und Räume gebucht werden inkl. Essen und Trinken (auch einen Bierzapfhahn gab es)

    Danach sind wir in einem chinesischen Wantan Restaurant gelandet - Suppe mit 10 Fleischbällchen chinesischer Art und noch einen Beilagenreis. Lecker und tat gut beim Regenwetter.
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  • Tag 171: Hotelwechsel, Geschirr, Messer

    21. November 2024 in Japan ⋅ ☀️ 13 °C

    Nachdem wir mal wieder das Hotel gewechselt haben (geplant), entdecken wir nun den Osten der Stadt.
    Wir dachten, dass wir verschiedene Hotels im Osten und Westen der Stadt nehmen, um die Wege zu minimieren. Letztlich wäre es nicht notwendig gewesen, denn die Innenstadt, wo man sich als Tourist aufhält, ist alles fast innerhalb von maximal 45-60min erreichbar, auch wenn man einmal quer durch Tokio fährt. Aber das wussten wir zuvor nicht.
    Heute wollen wir nochmal nach Geschirr und Messern schauen - ein kleines Andenken.
    In der Küchenstraße findet man alles: Schilder für Restaurants, Essensnachbildungen, Messershops ohne Ende (mit perfekt englisch sprechenden Personal), Geschirr- und Topfläden mit Größen für die Großgastronomie, Läden für Menükarten. Einfach alles.
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  • 173: Letzter Tag

    23. November 2024 in Japan ⋅ ☀️ 15 °C

    Wir machen noch Besorgungen, kaufen unser Geschirr, genießen bei unserem Lieblingscafé Kaffee, spazieren durch die Straßen, ein letztes Mal Udon-Nudeln und sind etwas wehmütig.
    Abends packen wir (wir hatten viel zu viel Kleidung dabei!!! Vermutlich nach der Fahrradreise wollten wir extra viel mitnehmen?!) und genießen ein letztes Mal das Onsen im Hotel.
    Das war richtig super, ein heißes Bad am Abend - wie Sauna. Und dann in den schönen Hotelanzügen!
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  • Tag 174: Es ist vorbei…bei…bei…

    24. November 2024 in Japan ⋅ ☀️ 11 °C

    Unsere Reise endet. Wir fliegen heute von Tokio nach München. Von Tür zu Tür sind wir ca. 24 Stunden unterwegs. In München haben wir dann noch eine letzte arbeitsfreie Woche vor uns. Unsere Untermieter sind weitergezogen und wir ziehen wieder in unsere Wohnung.

    Die letzten Tage war ich wehmütig, traurig über das Ende der Reise und gleichzeitig freudig, gespannt auf unseren und meinen Alltag der vor mir liegt. Kristina hat ausgerechnet wie viele Stunden wir die letzten 6 Monate miteinander verbracht haben. So ungefähr: 4.300 Stunden. Viel Zeit, in der wir einander immer wieder neu kennengelernt haben. Klar, es gab auch Situationen, in denen wir einander kennen und wussten, wie wir aufeinander reagieren. Da gab es viele Prüfungen und noch mehr Glücksgefühle. Unterm Strich hat uns die Reise noch vertrauter miteinander werden lassen. Das fühlt sich gut an.

    Nicht nur wir als Paar sind miteinander gewachsen sondern auch jeder für sich. Ja, es war nicht immer leicht, manchmal sogar schwer. Die Dinge die ich während der Reise gelernt habe, haben mich - im positiven Sinne - verändert. So bin ich z.B. gelassener, ruhiger und ein Stück ausgeglichener geworden. Viele negative Eigenschaften sind verschwunden, viele gute hinzugekommen und ich starte in den kommenden Alltag mit einigen Vorsätzen. Diese zu verfolgen und umzusetzen, damit sie nicht wie Neujahrsvorsätze im Sande verlaufen, wird eine Herausforderung auf die ich mich freue.

    Die Menschen denen wir begegnet sind, die wir getroffen haben, möchte ich für jede Begegnung danken. Wenn ich eines hervorheben müsste, dann sind es die Kontakte die wir hatten. Vom Bauern der uns auf seiner Wiese schlafen lässt, über den Augenarzt der uns nach seiner Arbeit mit Heim nimmt und uns seinen Laptop zur Verfügung stellt, bis hin zu den vielen vielen, vielen Autofahrern die uns aus dem Auto heraus motiviert haben, wenn es in der prallen Sonne bergauf ging. Ja, oftmals war es nervig, wenn es in einer Situation keine Sprachkenntnisse gab und wir nur mit Händen und Füßen kommunizieren und uns austauschen konnten. Es war, speziell für mich, nicht immer leicht eine andere, die fremde Kultur zu erleben. Männerdominierte Strukturen, devote Zurückhaltung, fehlende klare Worte und noch weitere Verhaltensweisen haben mich aus meiner Komfortzone geholt. Dennoch nehme ich aus allen Begegnungen etwas positives mit. Bei mir bleibt die Erkenntnis: Die meisten Menschen sind echt nett, hilfsbereit und wollen nix böses und (oft) nur etwas gutes.

    Nun, jetzt habe ich etwas zu uns und zu mir geschrieben. Abschließend möchte ich noch ein paar Daten teilen. Mit unseren Sportuhren und unserem Navigationsgerät haben wir soweit möglich jede Bewegung aufgezeichnet unser gemeinsames Konto gibt uns eine gute Übersicht über unsere Ausgaben.

    Wir sind in den letzten 6 Monaten durch 11 Länder gereist und haben unzählige Städte, Dörfer, Landschaften und Gebirgszüge gesehen. Dabei waren Hochkaräter wie Istanbul und Tokio, aber auch unbekannte Perlen wie Plovdiv oder Mardin. Wir sind insgesamt ca. 6.200 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren und ca. 1.300 Kilometer durch Städte und Dörfer gelaufen. Wie viele Kilometer wir mit Bus, Bahn, Fähre und Flugzeug zurückgelegt haben bleibt unklar.

    Wir haben zusammen ca. 16.200 Euro für Unterkünfte, Transport inkl. Flüge (ausgenommen Fahrräder), Nahrungsmittel und Freizeitgestaltung (Kaffee, Museum etc.) ausgegeben. Wir haben ca. 80 Tage in unserem Zelt und ca. 80 Tage in touristischen Unterkünften übernachtet.

    Die Zeit, das Geld, die Anstrengungen - die Reise war es wert. Was unbezahlbar ist und bleibt: Wir hatten eine unvergessliche Zeit mit den schönsten Momenten.
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    Ende der Reise
    24. November 2024