Ankommen auf der Insel Borneo
March 1 in Malaysia ⋅ ☁️ 29 °C
Früh am Sonntagvormittag machen wir uns auf zum Flughafen Changi, Singapur. Mit der Air Asia fliegen wir in den Norden der Insel Borneo, also müssen wir nun in Malaysia einreisen. Zum Land Malaysia gehört ein Teil der Halbinsel am Golf von Thailand nördlich von Singapur und dann noch ein grosser Teil der Insel Borneo. Wir werden auf unserer Reise nur letztgenannten Teil kennenlernen.
Nach gut zwei Stunden Flug kommen wir an in Kota Kinabalu. Bereits am Flughafen fällt auf, dass hier alles ein bisschen einfacher und bescheidener organisiert wird. Innert Kürze sitzen wir im Taxi zu unserem Hotel in der Stadt. Die zwanzigminütige Fahrt kostet 30 Malaiische Ringgit, das sind etwa 6 CHF. Wir werden in gebrochenem Englisch herzlich empfangen. Das Hotel strahlt die Eleganz der britischen Vergangenheit aus - einfach ein bisschen abgenutzt, dafür mit rotgoldenen Plastikdekorationen aufgemotzt.
Kota Kinabalu ist die Hauptstadt vom Bezirk Sabah, sie ist bekannt für die grossen Märkte mit Fischen, Gemüse und Strassenküchen. Auf unserem Stadtbummel werden wir richtiggehend überrannt mit Angeboten. Es wird in grossen Töpfen gekocht und dann nach Wunsch abgemessen und ins gewünschte Gefäss abgefüllt. Wir kennen die Speisen natürlich alle nicht, aber es sieht farbig und vielfältig aus, was da gekocht wird. Viele Händler in der Nähe des Hafens bieten Fisch und Meerestiere an, zum Teil könnte man diese auch gleich kochen lassen. Für unser Hygienegefühl ist diese Fülle an verderblichen Frischwaren direkt vor den vorbeiziehenden Passanten und nahe vom Strassenverkehr doch etwas bedenklich. Wir verköstigen uns deshalb später in einem Restaurant mit einheimischen Speisen (Fisch und Schwein mit Reis und Ceylonspinat). Der Lebensstandard hier ist deutlich tiefer als in Singapur, vereinzelt sehen wir bettelnde Kinder und Menschen auf der Strasse.
Ein grosser Teil der Bevölkerung sind Muslime, ganz viele Frauen tragen den Hidschab.
Am Montagmorgen fliegen wir bereits weiter nach Sandakan, das ist der Ausgangspunkt zur Region, wo der urspüngliche Regenwald noch vorhanden ist, und wo wir die einzigartigen Tiere beobachten möchten.
Hier haben wir für eine Nacht ein sehr luxuriöses Hotel gebucht. Wir geniessen dort das Leben am Schwimmbad und das vorzügliche Essen. Das hoteleigene Restaurant bietet während des Ramadans am Abend ein grosses Buffet an, bereits am Vormittag beginnen sie mit dem Grillieren von zwei Lämmern. Wir profitieren natürlich von diesem Angebot, das rund fünfzig unterschiedliche Speisen umfasst, und wir können die typische Küche ausgiebig ausprobieren. Wir erhalten auch einen guten Eindruck davon, wie sich die Muslime hier kleiden für einen besonderen Anlass. Wunderschöne lange Röcke und elegante Hidschabs tragen die Frauen, lange oder halblange Kittel aus feinem leichtem Stoff die Männer.
Am Nachmittag wandern wir vom Hotel in die Stadt Sandakan, die zweitgrösste Stadt im Bezirk Sabah. Erneut treffen wir auf unzählige kleine Läden und Markstände, hier sind es eher Kleiderläden. Typisch für Sandakan sind die vielen Wandmalereien - alle bereits ein wenig verblasst. An mehreren Orten stehen Gedenktafeln oder Mahnmale, welche an den „Todesmarsch von Sandakan“ 1945 erinnern, als die Japaner ihre Kriegsgefangenen zwangen, quer durch den Dschungel zu marschieren. Nur vier Australier überlebten den Marsch - dank der Hilfe von Einheimischen.Read more



















