• Singapur - Kultur, Natur, Spektakel

    February 27 in Singapore ⋅ ☁️ 31 °C

    Am Freitag und am Samstag sind wir erneut unterwegs in Singapur. Es ist sehr einfach, zu Fuss und mit Untergrundbahn oder Bus an die gewünschten Orte zu gelangen. Der Verkehr ist bestens organisiert, es ist einfach etwas ungewohnt, über 6 Autospuren hinweg eine Strasse zu überqueren. Im Peranakan Museum erfahren wir mehr über die für Singapur typische Art der künstlerischen Gestaltung. Es ist eine Verschmelzung von chinesischen, malayischen und europäischen Einflüssen, eine eigenständige Kultur.
    Die Exponate zeigen, wie sehr detailversessen Ornamente geschaffen worden sind.
    Als wir durch die Ausstellung streifen, begegnet uns eine Gruppe Kinder, wahrscheinlich ein Kindergarten. Die Kinder wirken sehr brav und wohlerzogen. Sie verstehen wahrscheinlich wenig von dem Gezeigten, aber sie verhalten sich alle anständig und ruhig. Bezüglich der Kindererziehung hat der Staat anscheinend ziemlich mitzureden, uns ist ein Plakat aufgefallen in der Untergrundbahn, das die Eltern anweist, mindestens 3 Mal im Tag mit den Kindern laufen zu gehen.
    Der Botanische Garten ist sehr sauber, fast ein wenig steril gestaltet - eine grosse grüne Oase. Die Bäume sind alle mit einem Schild versehen, und wir können lesen, dass der gesamte Garten digitalisiert worden sei - jedes Bäumli hat also einen Platz im Computer gefunden….
    Rund um die grossen Bäume wurde eine Schicht mit Bodendecker gelegt, und dann wird dieser Kreis sogar noch eingezäunt. Der Orchideen-Garten ist mit den unterschiedlichsten Arten gestaltet, viele wurden wahrscheinlich vor Kurzem eingesetzt, denn sie blühen alle gleichzeitig, es gibt kaum dürre Blätter oder überlange Luftwurzeln. Es ist höchst beeindruckend, welcher Aufwand hier geleistet wird. Der gesamte botanische Garten wirkt sehr grün und gesund - es fehlen einfach die Vögel, so wie wir es von Neuseeland und Australien gewohnt sind. Wir fragen uns, ob hier die Nahrungsgrundlage fehlt. „Die wenden zu viel Unkrautvertilger an“, meint Toni. Schliesslich begegnen wir doch noch einigen wilden Tieren.
    Am Freitagabend fahren wir für einen kurzen Augenschein zum „Garden of the Bay“. Die Beleuchtung der Anlage zusammen mit dem Hotel Marina Bay Sands ist sehr opulent, aber auch zauberhaft und inspirierend. Plötzlich sehen wir auf der anderen Seite der Bay ein Feuerwerk steigen - ist dies vielleicht extra für uns? Mitnichten! Wir erfahren, dass an diesem Ort jeden Abend ein Feuerwerk gezündet wird. Hier ist einfach alles möglich, und es wird kein Aufwand gescheut. Am Samstag fahren wir zur Siedlung „Pinnacles@Duxton“, das ist ein Bauwerk bestehend aus 7 Hochhäusern, die in der Mitte und übers Dach miteinander verbunden sind (im 26. und im 50. Stockwerk). Diese Hochhäuser wurden durch den Staat geplant und verwirklicht und stehen seit 2010 der Bevölkerung zur Verfügung. Anscheinend wurden die fast 2000 Wohnungen verkauft, aber zu einem kontrollierten Preis. Die periodisch nötigen Renovationen übernimmt der Staat. In Singapur leben mehr als 70% der Bevölkerung in staatlichen Wohnungen, ein erstaunlich hoher Anteil. Nach längerem Suchen und Herumfragen finden wir den Eingang, den Besucher nehmen können, um in den 50. Stock zu gelangen. Wir lassen die imposante Aussicht von allen Dächern der Gebäude auf uns wirken und stellen fest, dass es in der Nachbarschaft noch höhere Gebäude gibt.
    Am Abend besuchen wir die älteste Siedlung, welche durch die staatliche Initiative errichtet wurde: Das Wohnquartier „Tiong Bahru“ mit einer Markthalle und einer Halle, in der die Strassenküchen untergebracht sind - ein lebendiges und quirliges Quartier.
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