• Die grossen Fünf in Borneo

    4. marts, Malaysia ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir fahren in den drei Tagen mehrmals mit den offenen Booten durch den River Kinabatangan und durch einen Seitenarm. Wir erfahren, dass es in dieser Region „the big five of Borneo“ in der Wildnis zu beobachten gibt - wenn man Glück hat! Es sind die 5 für Borneo typischen Tiere, die alle unter einem hohen Schutz stehen: Der Orang-Utan, der Proboscis Affe (Nasenaffe), der Borneo Elefant, der Vogel „Rhinozeros Hornschnabel“ und das Salzwasser Krokodil. Unser Führer ist während unseren Ausfahrten immer am Beobachten und am Abschätzen, welche Orte zu welcher Zeit günstig sein könnten für die Beobachtung einzelner Arten. Die Vögel sehen wir vor allem am Abend. Neben dem Rhinozeros Hornschnabel gibt es noch andere eindrückliche grosse Vögel, die hoch über dem Regenwald sitzen, beobachten und dann plötzlich davon schweben. Den Orang-Utan sehen wir zufällig, er ist weit entfernt am Turnen auf einem hohen Baum.
    Dem Krokodil begegnen wir am späteren Abend, es ruht am Ufer - fast unbemerkt. Und schon taucht das mächtige Tier ins Wasser und verschwindet. Den Proboscis Affen begegnen wir mehrmals, sie leben in grossen Gruppen, sie wirken verspielt und unternehmungslustig.
    Für die Elefanten fahren wir extra früh am Nachmittag los, weil man die Erfahrung gemacht hat, dass die Herde flussabwärts zieht, und dass sie am Nachmittag am Fluss zu sehen sind. Wir kommen genau zur richtigen Zeit, und wir sind sehr beeindruckt von der Grösse der Tiere, die sich hier durch den dichten Wald vorwärts bewegen. Die Borneo Elefanten werden auch „Pygmy Elefants“ genannt, weil sie die kleinsten Elefanten sind, die es überhaupt gibt. In einem Seitenarm treffen wir dann unvermutet auf den Elefantenbullen, der gerade durch den Fluss schwimmt. Das ist der Leitbulle, der jeweils vor der Herde das Revier erkundet.

    Nach drei Tagen haben wir tatsächlich die grossen Fünf in der Natur beobachten können - wir hatten Glück, meinen die Sachverständigen.

    Wir fahren auf dem gleichen Wasserweg zurück nach Sandakan und dann zum Rainforest Discovery Center. Dort kann man von einem „Baumwipfelpfad“ aus die Tiere direkt in den Bäumen beobachten. Als wir dort ankommen, regnet es so richtig „regenwaldmässig“, und wir können lediglich die wunderbaren alten und hohen Bäume bewundern. Von weitem sehen wir noch zwei verschiedene Eichhörnchenarten und am Boden begegnen wir einer Viper, die zu den sehr giftigen Schlangen gehört.
    Damit ist unsere Zeit im Regenwald abgeschlossen, eine einmalige und sehr stimmige Erfahrung von einem uns eigentlich unvorstellbaren Naturphänomen.
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