• Am Südchinesischen Meer

    March 6 in Malaysia ⋅ ☁️ 29 °C

    Wir möchten während unseren letzten Reisetagen noch das klare Meer von Malaysia geniessen. Von Kota Kinabalu nehmen wir am Donnerstag spätabends ein Taxi, das uns in zwei Stunden zur Dragon Pearl Beach bringt. Dort warten wir im Dunkeln auf das Boot, mit dem wir abgeholt werden zum Bigfin Ressort. Wir müssen nicht allzu lange warten - schon nähert sich ein kleines Motorboot und fährt auf den Sandstrand. Der Einstieg zum Boot ist nur durchs Wasser möglich - wir ziehen unsere Schuhe aus und waten zum erstenmal durch dieses wunderbar warme Meer.
    Das Bigfin Ressort liegt auf der anderen Seite der kleinen Bucht und ist nur via Wasserweg erreichbar. Wir werden herzlich begrüsst vom „Big Boss“, der uns gleich alle Regeln in kürzester Zeit und mit einem sehr eigenen Akzent erklärt. Wir dürfen uns noch verköstigen am Abendbüffet in der offenen Halle, und schon können wir eines der acht Häuschen am Hang beziehen. Hinter üppig blühenden Sträuchern liegt ein kleiner Balkon, das ist der EIngang zum Zimmer mit anschliessendem einfachen Badezimmer. Es gibt nur kaltes Wasser, wobei dieses immer ein wenig aufgewärmt wird in der Wasserleitung. Strom gibt es nur während einigen Abendstunden, wenn der Generator läuft. Sonst reichen die Solarpanels für die Versorgung der Deckenventilatoren während der Nacht - und diese sind wirklich Gold wert!
    Hier schlafen wir ein mit dem Meeresrauschen in den Ohren und erwachen vom wunderbar melodiösen Gesang der Vögel - ein richtiges Paradies. Die Mahlzeiten werden jeweils frisch gekocht vor Ort, der „Big Boss“ ist ein guter Koch, und er hat tatkräftige Unterstützung. Im Ressort arbeiten ziemlich viele Personen, jüngere und ältere. Das Gelände wird peinlichst sauber gehalten, herabfallende Blätter werden täglich entfernt. Für uns ist es nicht ganz klar, ob hier alle zu einem Familienclan gehören oder ob sie tatsächlich angestellt sind. Der „Big Boss“ jedenfalls ist jeden Tag anwesend, er brauche keine freien Tage, meint er. Eine kleine Truppe ist verantwortlich für das Tauch-Angebot (Bigfin-Divers).
    Am Freitag erkunden wir den Strand, schwimmen im flachen Wasser und beobachten die anderen Gäste bei ihren Aktivitäten. Fast alle, die ins Wasser gehen, tragen lange Kleider, denn es besteht die Gefahr von giftigen Quallen, die hier auftreten können. Auch wir tragen immer ein T-Shirt, das hat uns der „Big Boss“ dringend empfohlen. Trotzdem komme ich am Freitagnachmittag in Kontakt mit einer solchen Qualle - zum Glück nur ein Tentakel am Unterschenkel. Wir behandeln die Stelle mit Essig, und schon bald ist das schmerzhafte Brennen erträglich.
    Die häufigen Wechsel vom sehr heissen Wetter draussen zu den stark gekühlten Innenräumen in den vergangenen Tagen haben Auswirkungen auf die Gesundheit von Toni. Am Freitag und Samstag ist er sehr schlapp, eine Erkältung macht sich bemerkbar. Der Ausflug, den wir am Freitagnachmittag mit dem Kajak zur kleinen Insel machen, ist für ihn kein Genuss. Mit genügend Ruhe erholt er sich dann aber rasch, so dass wir am Sonntag erneut zur Insel rudern und dort ausgiebig schnorcheln.
    Am Montag geht es zurück mit dem Boot und nach Kota Kinabalu zum Flughafen. Wir fliegen mit der Air Asia nach Singapur, um uns auf den Rückflug am Dienstag vorzubereiten.
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