Tag 15: Von Bibione nach Gemona d. F.
July 6, 2024 in Italy ⋅ 🌩️ 25 °C
Auf geht’s! Rauf auf das Rad und losgefahren. Es reicht mit Ruhe! Aber was ist der Plan? Einige haben vermutet, dass ich noch nach Hause radeln möchte und sie haben recht. Das ist der Plan jetzt. Wenn alles so geht, wie ich mir das vorstelle bin ich am Freitag wieder zu Hause nach exakt drei Wochen.
Ich hatte zwar überlegt, hier noch rumzufahren, Triest hätte mich zum Beispiel sehr interessiert, und dann mit dem Shuttle zurück. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich zuhause mit dem Fahrrad ankommen sollte, wenn ich auch schon dort losgefahren bin.
Für die heutige Etappe habe ich den Tagliamento Radweg gewählt, der entlang dieses schönen Flusses führt. Und das Ziel auch schnell gefunden, Gemona del Friuli, wo der Alpe-Adria Radweg und der Tagliamento Radweg sich treffen. Es gab auch nicht mehr die große Auswahl an Unterkünften.
Und hier kommt eine neue Lektion ins Spiel!
Lektion 4: Radwege sind immer viel länger als das, was Google Maps für Fahrräder vorschlägt!
Mein Ziel war, so um die 100 km fahren heute bei der Hitze, aber am Ende wurde es die bisher längste Etappe der Tour des Werner. 😳
Ich wollte die Ostvariante des Tagliamento Radwegs nehmen, aber das wollten andere nicht! Nach zwei Stunden kam ich in Varmo an und wollte einen Abstecher an den Tagliamento machen, an eine Stelle, die ich von früher kannte. Plötzlich eine Absperrung! Genau heute fand dort eine Rallye statt. Auch nett und ich sah mir ein paar der Fahrzeuge in der Wertungsprüfung an. Allerdings war deswegen die Radstrecke am Tagliamento bis hoch nach San Daniele gesperrt. Mist! Auf normalen Straßen fahren wollte ich nicht. Der Fluss wird beworben als der einzige naturbelassene Fluss Europas. Ich würde beides anzweifeln. Aber er ist eine große Spielwiese für Erwachsene! Egal ob Motorrad, Quad, Jeep oder Schwimmreifen, alle haben ihren Spaß dort!
Es gab ja noch die Westvariante! Also zurück zur letzten Brücke und die Seiten gewechselt! Dann nach San Paolo und an unsere Stelle am Tagliamento abgebogen. Jedes Jahr ist es da anders. Der Fluss sucht sich ein neues Bett und hat mal mehr oder weniger Wasser.
Dieses Mal war es super! Mit dem Rad zum Wasser, rein in die Badehose und hinein ging’s in den Fluss mit der tollen Strömung.
Leider viel zu wenig Zeit, denn die Westvariante ist länger (Lektion 4).
Rein in eine Bar (übrigens die, in der wir vor Jahren schon mal Chiocolata Calda hatten, die dann die Konsistenz vom geschmolzener Schokolade hatte) und den Flüssigkeitshaushalt wieder ausgeglichen! Dann Strecke machen! Das Ziel war Spilimbergo für den nächsten Stopp. Leider sieht man wenig von dem schönen Fluss, wenn man auf dem Radweg bleibt! Da müsste man immer Abstecher machen, dafür hatte ich aber keine Zeit mehr.
Man kommt durch schöne Orte wie San Vito oder Spilimbergo, aber erst nach Spilimbergo kam der Tagliamento wieder von der Straße in Sicht. Ab dann ging es auch in die Berge, sozusagen das Voralpenland des Südens. Es war eine schöne Strecke, was man auch an der Zahl der Motorradfahrer sehen konnte, die unterwegs waren.
Ich war aber dann doch froh, als ich um sechs Uhr im Hotel ankam!
Auch, weil im den Bergen Lektion drei wieder gilt und dunkle Wolken aufzogen. Mal sehen, ob ich morgen trocken bleibe!
Gemona hat einen schönen alten Ortskern mit Burg und Dom in schöner Lage. Aber ich habe jetzt schon so viel schönes Altes gesehen, dass ich bereits übersättigt bin.
Ciao,
WernerRead more












TravelerHuch! Freitag! Da bin ich noch gar nicht bereit....
Traveler🤣🤣