• Korsør

    Sep 5–7, 2025 in Denmark ⋅ ☀️ 19 °C

    Korsør überrascht uns. Auf dem Weg zum Lystbådehavn kommen wir an interessanten, alten Gebäuden, mehreren Hafenbecken, einer vielversprechenden Innenstadt und einem Marinestützpunkt vorbei. Sieht interessant aus.
    Der Segelhafen ist riesig und verhältnismäßig neu, sprich gut und ansprechend gestaltet. Der Womoplatz liegt ideal direkt hinter der Mole an einem kleinen eigenen Badstrand mit einem super Ausblick auf die riesige Brücke, den Belt, Langeland etc.
    Das Beste ist die erhöhte Plattform mit den Picknicktischen.
    Schnell mit Tallyweb bezahlt (160Dkk+Strom) und bevor wir das Womo "bettfertig" machen, erstmal mit Aussicht das Abendbrot genießen. Da sich ein schöner Sonnenuntergang anbahnt, genießen wir auch diesen noch. Dabei wird es allerdings doch ganz schön kühl, da ein frischer Wind übers Meer bläst.
    Wir schlafen gut, tief und fest und frühstücken natürlich wieder mit Aussicht.
    Von 11 bis 14 Uhr radeln wir durch den Ort, der wirklich ein paar Nettigkeiten bereit hält. Besonders gefällt mir das ehemalige Kabeldepot, dass heute eine Galerie und Workingspace für eine Gemeinschaft von 40 ortsansässigen Künstlern bereithält. Eine tolle Idee und eine Werkstatt/ein Atelier, das neidisch macht.
    Das Festungsgelände nebenan ist hübsch anzusehen und gut beschildert.
    In einer kleinen Holzwerkstatt finde ich endlich mal ein nettes Mitbringsel, ein "durchsichtiges" Vogelhäuschen. Aber eigentlich sind es der Typ und sein "Garagenlädchen", die mich wirklich ansprechen.
    Fühl mich mit ihm verwandt. ;-)
    Die Innenstadt/Fußgängerzone ist magerer als gedacht, aber besticht heute mit einem entspannten Straßenfest, bei dem es wohl einfach nur um "livemusic and dark beer" geht.
    Ich schlendere herum und kaufe an einem Trödelstand 6 Knäule Chenillewolle für den Preis von einem. Mit der dänischen Dame habe ich ein nettes Pläuschchen, auch wenn ich nicht alles verstehe. (Meikel hatte heute morgen schon einen netten Plausch mit einem Kölner Pärchen, das nach 8 Wochen auf dem Heimweg vom Nord Kap war.). Ein Typ, der Meikel mit der obligatorische Weihnachtsmannfrage überfiel, empfahl uns das Café Vossie, was uns sehr an ein Nachbarschaftsprojekt erinnert. Hier sollen die deftigen Panekages der Renner sein, wir müssen jedoch mit einem Panini vorlieb nehmen, da die Crepepfanne gerade den Geist aufgegeben hat. Genauso wie die heiße Schokolade: ganz nett, aber nicht berauschend.
    Etwas unbefriedigt gönnen wir uns bei der Eisbude am Womo ein Eis. Aber auch das ist nur mäßig. Sensationell ist allerdings bei dem heutigen Prachtwetter wieder der Sitzplatz hier oben.
    Zwischendurch sind wir kurz fleißig und reparieren die Stufe zu Meikels Bett, um danach endlich Abendbrot zu essen.
    Der heutige Sonnenuntergang ähnelt sehr dem gestrigen, also sparen wir uns das Draußensitzen.
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