Heckholzhausen
Feb 7–8 in Germany ⋅ 🌫 4 °C
(English Version Below)
Letztens habe ich einen Post auf Instagram gesehen zum Thema Stellplätze finden und die Schwierigkeiten dabei. Inhaltlich wollte ich da nicht tiefer gehen, weil das sehr individuell ist, und jeder unterschiedlich an dieses Thema herangeht. Das ist auch gut so, denn die Menschen bringen ihre eigene Erfahrung, ihren Umgang mit Gefühlen wie Angst und Sicherheit mit, und natürlich spielt auch das Geschlecht eine Rolle, der Kopf und das Alter ebenso.
Man kann nur sehr ungenügend Vergleiche anstellen, und besser ist, wir lassen jeden seine/ihre Erfahrung machen, ohne zu werten und zu bewerten. Ich habe 3.513 Übernachtungen im blauen Bus gehabt, davon waren vielleicht hundert Nächte in einem Zimmer, einem Haus. Explizit sieben Wochen während Corona und vielleicht 14 Tage aufgrund einer Erkrankung. Ich habe eine unangenehme Erfahrung gehabt, die trotzdem gut ausgegangen ist, und bin einige dutzend Mal weitergefahren, weil mein Bauch mir dies signalisiert hat.
Es gibt unterschiedliche Arten von Plätzen in Kategorie des Wohlfühlens, und es gibt besonders schöne und angenehme Orte, wo ich noch lange in der Nacht die Fenster offen lassen kann, weil ich mich sehr wohl fühle.
Wenn du Licht an hast, dann ist draußen schwarze Nacht, und jeder kann sehen, was du drinnen machst. Manchmal ist das einfach egal, weil wir an einem Ort schlafen, wo alle uns wohlgesonnen sind. So ist das heute Abend bei der Hofmetzgerei Fürnstall, wo wir ein gerngesehener Gast sind, der jederzeit hier übernachten kann.
Die Nacht zuvor haben wir gut geschlafen. Einer der Nachbarn hat mit Freunden eine Feier gehabt, deren tiefe Stimmen nachts noch zu uns gedrungen sind. Die junge Frau mit den roten Haaren, passend zur roten Hose abgestimmt, und ihre beiden kleinen Jungs hatten eine so laute Standheizung, dass sie den ganzen Platz erfüllt hat.
Um Mitternacht etwa wurden die Laternen gelöscht, dann war der Platz fast ganz dunkel, bis auf die Lichterkette der Feier. Alles schläft noch am Morgen, als wir rausgehen, nur meine Stimme hallt durch den Wald, weil Hilde nicht auf Abenteuertour gehen soll. Glück gehabt, sie kommt zurück, und niemand wacht auf.
Wir fahren vom Saarland nach Rheinland - Pfalz, wo Sonne und blauer Himmel auf uns warten. Weinberge und kleine Orte im rechten Winkel zum Fotografen. Mainz und Wiesbaden. Sonnenuntergang im Taunus, Hessen in dunkler Nacht, die die erleuchtete Kirche St. Libentinus in Dietkirchen besonders aus dem schwarzen Wald hervorhebt.
Zum Abendessen noch eine köstliche Leberwurst aus der Metzgerei. Der Fuß tut nicht mehr so stark weh, das gestrige medizinische Bad hat ihn wohl etwas entspannt.
Ich bin sehr dankbar über die vielfältige Unterstützung in unserer schwierigen, finanziellen Situation, die auch ein gutes Feedback zwischen uns und unseren Lesern widerspiegelt.
Tatsächlich habe ich in all den Jahren kaum negative Reaktionen erlebt, von "Hasskommentaren" bin ich gänzlich verschont geblieben. Meine Texte sind positiv, und so erlebe ich das Miteinander als eine beidseitige Bereicherung.
Ab und zu fährt noch ein Auto durch die Samstagnacht, die Tiere auf dem Hof schlafen in ihren Ställen, manchmal erlebe ich so eine Art 'Weihnachtsnacht' zu einer ganz anderen Jahreszeit. Wir sind geborgen, bewahrt und behütet, auch wenn niemand weiß, was der Morgen bringen wird.
Wenn ich die Tür öffne, höre ich das laute Glucksen des Baches, der vorm Bus entlang fließt. Ein bisschen Meer.
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I recently saw an Instagram post about finding parking spaces and the difficulties involved. I didn't want to delve too deeply into the topic because it's very individual, and everyone approaches it differently. That's a good thing, because people bring their own experiences, their own ways of dealing with feelings like fear and security, and of course, gender, mindset, and age also play a role.
Comparisons are very limited, and it's better if we let everyone have their own experience without judging or evaluating. I've spent 3,513 nights in the blue bus, of which perhaps a hundred were in a room or a house. Specifically, seven weeks during the pandemic and maybe 14 days due to illness. I had one unpleasant experience that ultimately turned out well, and I've continued my journey dozens of times because my gut told me to.
There are different kinds of places that feel comfortable, and there are particularly beautiful and pleasant spots where I can leave the windows open late into the night because I feel so at ease.
When you have the lights on, it's pitch black outside, and everyone can see what you're doing inside. Sometimes that simply doesn't matter because we're sleeping in a place where everyone is welcoming. That's how it is tonight at the Fürnstall farm butcher shop, where we're welcome guests who can stay overnight anytime.
There are different kinds of places that feel good about you, and there are particularly beautiful and pleasant places where I can leave the windows open late into the night because I feel so comfortable. We slept well the night before. One of the neighbors had a party with friends, and their deep voices drifted into our room during the night. The young woman with red hair, matching her red trousers, and her two little boys had such a loud heater that it filled the entire square.
Around midnight, the streetlights were turned off, and then the square was almost completely dark, except for the string of lights from the party. Everyone was still asleep in the morning when we went out; only my voice echoed through the woods because Hilde wasn't supposed to go off on an adventure. Luckily, she came back, and no one woke up.
We drove from Saarland to Rhineland-Palatinate, where sunshine and blue skies awaited us. Vineyards and small towns at right angles to the photographer. Mainz and Wiesbaden. Sunset in the Taunus Mountains, Hesse in the dark night, which made the illuminated St. Libentinus Church in Dietkirchen stand out particularly against the dark forest.
For dinner, a delicious liverwurst from the butcher. My foot doesn't hurt so much anymore; yesterday's medicinal bath must have soothed it somewhat.
I am very grateful for the diverse support in our difficult financial situation, which is also reflected in the good feedback between us and our readers.
In fact, over all these years I've hardly experienced any negative reactions; I've been completely spared from "hate comments." My writing is positive, and so I experience this interaction as mutually enriching.
Occasionally, a car still drives by on Saturday nights, the animals on the farm are asleep in their stalls, and sometimes I experience a kind of "Christmas night" at a completely different time of year. We feel safe, protected, and safe, even though no one knows what tomorrow will bring.
When I open the door, I hear the loud gurgling of the stream that flows alongside the bus. A little bit of the sea.Read more















Traveler🙏
TravelerGott sei Dank, dass dir vielfältige Unterstützung in eurer finanziellen Situation zuteil geworden ist!