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Europe along the Coastline (4)

Weiter geht die Reise zu den Küsten Europas Read more
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    🇩🇪 Schwülper, Deutschland

    Schwülper

    3 hours ago in Germany ⋅ ☁️ 0 °C

    (English Version Below)

    Wegen der Restschneeverhältnisse fahren wir morgens den Feldweg hoch zum Gestrüpp vor der Autobahn. Kaum sind wir heute angekommen, spüren wir zeitgleich eine Anwesenheit. Während ich innerlich reagiere, ist Hilde's Reaktion offensichtlich. Sie ist voller Anspannung und schaut suchend aus den Fenstern, weil sie nichts sieht.

    Wir steigen aus. Aufgeregter Vogelflug am grauen Himmel. Um uns herum ist niemand, den wir sehen. Hilde erleichtert sich, mir tun die Knie weh, das Gehen fällt mir sichtlich schwer.

    Die Temperatur ist wieder unter null Grad gefallen, am Morgen ist die Standheizung erst angesprungen, als der Motor lief. Es schneit leicht, soll aber noch kälter werden.

    Eigentlich Zeit in den Süden zu fahren, aber irgendwas hindert mich in diesem Jahr. Die bisherigen Versuche endeten in Werkstätten oder beim Arzt. Der wird Montag nochmal die offenen Wunden an den Zehen anschauen, wie der Heilungsprozess verläuft, den Verbandswechsel macht mein Sohn. Ich bin zu ungelenk geworden, um das ordentlich genug zu machen.

    Wenn ich unterwegs niemanden finde, der mir hilft, würde ich in eine Pflegestation gehen, und um Hilfe bitten, habe ich mir gedacht. Die Hindernisse werden größer.

    Ich plane Süden gar nicht erst für den nächsten Versuch, wir fahren einfach. Stück für Stück. Sozusagen spazieren. Und gucken mal, wo wir anhalten. Aber erst nach dem ärztlichen Go.

    Die Woche über sind wir in Braunschweig, besuchen die Familie des Sohnes. Wenn es dunkel wird, fahren wir zu Rewe auf den Parkplatz. Jeden Tag fährt ein Lastwagen vor und wird entladen. Tagsüber geht die Ware vorne raus, die abends neu geliefert wird. Das können wir Europäer uns doch gar nicht anders denken, während diese Praxis auf vielen Kontinenten undenkbar ist.

    Erst, wenn die Hundespaziergänger durch sind, suchen wir uns in einer Seitenstraße einen möglichst dunklen Schlafplatz. Um keine Aufmerksamkeit erregen zu wollen, mache ich erst morgens die Standheizung an. Bei den aktuellen Temperaturen kein Problem.

    Aufgrund der Gewichtszunahme von Hilde habe ich ihre Medikation erhöht. Da ihr das sichtlich nicht gut bekommt, senke ich sie heute wieder. Wegen ihrem veränderten Verhalten habe ich die ganze Nacht nur oberflächlich geschlafen, auf jede Drehung reagiert, die Träume voller Gedanken.

    Das Leben ist ein Geschenk. Jeden Morgen, jeden Tag. Ich bin immer noch sehr beeindruckt.

    Gerade habe ich Wasser gekocht. Porridge und Tee, heute gibt es die letzte "Kaliumbanane" in dieser Serie, damit das Herz ruhig bleibt. Es schneit immer noch ganz leicht. Hilde schläft.
    ---
    Because of the remaining snow, we drove up the dirt track to the thicket before the motorway this morning. We had barely arrived when we both simultaneously sensed a presence. While I reacted internally, Hilde's reaction was obvious. She was tense and looked searchingly out the windows because she couldn't see anything.

    We get out of the car. Birds flit about excitedly in the gray sky. There's no one around us that we can see. Hilde relieves herself; my knees hurt, and walking is clearly difficult.

    The temperature has dropped below zero again. This morning, the auxiliary heater only kicked in once the engine was running. It's snowing lightly, but it's supposed to get even colder.

    It's really time to head south, but something's holding me back this year. My previous attempts ended in repair shops or at the doctor's. He'll take another look at the open wounds on my toes on Monday to see how they're healing; my son will change the bandages. I've become too clumsy to do it properly.

    If I can't find anyone to help me along the way, I'll go to a nursing home and ask for assistance, I thought. The obstacles are getting bigger.

    I'm not even planning on going south for our next attempt; we'll just drive. Bit by bit. A leisurely stroll, so to speak. And see where we stop. But only after the doctor gives the go-ahead.

    We're spending the week in Braunschweig, visiting my son's family. When it gets dark, we drive to the Rewe parking lot. Every day, a truck pulls up and gets unloaded. During the day, the goods that will be delivered in the evening are taken out. We Europeans can't imagine it any other way, while this practice is unthinkable on many continents.

    Only after the dog walkers have finished do we find a dark place to sleep in a side street. To avoid attracting attention, I only turn on the auxiliary heater in the morning. With the current temperatures, that's no problem.

    Because of Hilde's weight gain, I increased her medication. Since it's clearly not agreeing with her, I'm reducing it again today. Because of her changed behavior, I only slept superficially all night, reacting to every turn, my dreams full of thoughts.

    Life is a gift. Every morning, every day. I'm still so impressed.

    I just boiled some water. Porridge and tea, and today I'm having the last "potassium banana" in this series, to keep my heart calm. It's still snowing very lightly. Hilde is asleep.
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  • Braunschweig

    Feb 10–13 in Germany ⋅ ☁️ 5 °C

    (English Version Below)Manchmal gucke ich nur zwei Tage zurück und bin überrascht, was alles in dieser kurzen Zeitspanne passiert ist. Und überhaupt - wie alles geschieht.

    Montag morgen fahre ich zur nächsten Werkstatt, am Mittag ist der Keilriemen erneuert. Drei Stunden und zweihundertfünfzig Kilometer später hat Hilde einen unglaublichen Auftritt beim Tierarzt.

    Letztes Mal ein Häufchen Elend, und ich will hier raus, kommen wir an, um neue Medizin zu holen. Schon im Bus bellt sie wie verrückt, dass ich denke, sie hat sich vielleicht in der Adresse geirrt und glaubt, wir sind bei unseren Freunden im Harz.

    Nein, im Gegenteil, wir gehen bellend durch die Tür zum Empfang, sitzend bellend im offenen Wartebereich, wo sie jede Bewegung genau dokumentiert. Volle Power voraus und breit grinsend, als wäre das hier ein unglaubliches Happening, und sie der absolute Mittelpunkt. Womit sie definitiv recht hat, denn jeder hat jetzt mindestens ein Auge auf sie.

    Kaum sind wir zurück im Bus, höre ich sie geradezu sagen, dass war doch ein geiler Auftritt, nicht wahr, Papa!
    Als wir nach Wieda kommen, wundere ich mich über die hohen Schneeberge, denn selbst in den Harzhängen finden sich nur Überreste.

    Bei den Freunden im Garten kommt Hilde überhaupt nicht klar und versinkt erstmal bis zum Bauch im Weißen. Kein Grün weit und breit, muss sie die Hänge hoch, um endlich mal ein paar Gerüche in die Nase zu bekommen.

    Leckeres Essen, ein gutes Gespräch, wir haben uns seit Weihnachten nicht gesehen, viel ist passiert. Die Matratze im Bett des Gästezimmers ist so ungewohnt, dass Hilde und ich in einen tiefen Schlaf fallen. Nun ja, der Tag war auch ziemlich gut besetzt gewesen, da braucht der Körper Erholung.

    Fußpflege am Vormittag, Hilde ruht derweil im Büro eines Altersheims aus. An zwei Zehenspitzen haben sich Blasen gebildet, die nun offen sind. Oder sagen wir besser, unter einem Verband heilen sollen. Jod drauf und beide wie siamesische Zwillinge zusammen gebunden.

    Hat der Bus mal nichts, trage ich wenigstens ein Pflaster. Dumm gelaufen. Die Schmerzen im anderen Fuß sind erstmal behoben, trotzdem kann ich nicht gut und schon gar nicht lange laufen. Fahren geht, das ist ja schon mal was.

    Also besuchen wir erstmal meinen Sohn und seine Familie, zum Wochenende dann meine Tochter'Family. So hat Hilde jeden Tag wenigstens einmal Auslauf, danach hoffe ich auf besseres Gehen. Was für ein Winter.

    Aber natürlich auch schön. Wenngleich nicht allzu warm. Aber man kann eben nicht alles haben. Jetzt ist der Enkelzwerg im Bett, die Hilde auch. Wir stehen auf einem Parkplatz und warten auf die Nacht, die auch in Braunschweig keinen Frost bringen wird.

    Mit dem Süden habe ich in diesem Winter wohl meinen Frieden geschlossen, mal sehen, was der Frühling bringt.
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    Sometimes I look back just two days and am surprised by everything that happened in that short period. And by how it all happens.

    Monday morning I drive to the nearest garage, and by noon the fan belt is replaced. Three hours and 250 kilometers later, Hilde puts on an incredible show at the vet.

    Last time, she's a miserable little thing, and I just want to get out of here, as we arrive to pick up some new medicine. Even in the van, she's barking like crazy, so much so that I think she might have gotten the address wrong and thinks we're at our friends' place in the Harz Mountains.

    No, quite the opposite. We bark our way through the door to reception, sitting and barking in the open waiting area, where she meticulously documents our every move. Full speed ahead and grinning from ear to ear, as if this were some incredible event and she were the absolute center of attention. Which she's definitely right about, because everyone now has at least one eye on her.

    As soon as we're back on the van, I can practically hear her saying, "That was a great show, wasn't it, Dad!"

    When we arrive in Wieda, I'm amazed by the high snowdrifts, because even on the Harz slopes, there are only remnants.

    Hilde is completely bewildered at our friends' house and immediately sinks up to her belly in the snow. Not a green in sight, she has to climb the slopes to finally get a whiff of some scents.

    Delicious food, a good chat—we haven't seen each other since Christmas, so much has happened. The mattress in the guest room is so unfamiliar that Hilde and I fall into a deep sleep. Well, it had been a pretty busy day, so the body needs rest.

    Foot care in the morning, while Hilde rests in the office of a retirement home. Blisters have formed on two toes, which are now open. Or rather, let's say they're supposed to heal under a bandage. Iodine applied, and both are bound together like Siamese twins.

    If the bus doesn't have a problem, at least I'll have a plaster. Bad luck. The pain in my other foot is gone for now, but I still can't walk well, and certainly not for long. Driving is fine, though, which is something.

    So, first we're visiting my son and his family, and then my daughter's family at the weekend. That way, Hilde gets at least one walk every day, and I'm hoping she'll be walking better afterward. What a winter!

    But it's also lovely, of course. Even if it's not exactly warm. But you can't have everything. Now my little grandson is in bed, and so is Hilde. We're parked in a parking lot, waiting for the night, which won't bring any frost, even in Braunschweig.

    I think I've made my peace with the south this winter; we'll see what spring brings.
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  • Glück

    Feb 8–9 in Germany ⋅ ☁️ 5 °C

    (English Version Below)

    Den ganzen Tag schau ich auf den kleinen Frosch auf unserem Stellplatz, der manchmal im Sonnenschein steht, und stelle mir die Frage, ob der kleine Frosch in Grimm's Märchen Glück gehabt hat.

    KI erklärt, er habe definitiv Glück gehabt, da er durch die Handlungen der Prinzessin von einem bösen Zauber erlöst wurde. Im Kontext der ursprünglichen Märchenstruktur ist die Erlösung ein glückliches Ereignis, das sein Leben zum Besseren wendet.

    Das klingt recht ähnlich der christlichen Prämisse, wobei hier der Ausgangspunkt Jesus Tod und Auferstehung ist, und nicht das Glück an sich.

    Da ich vor meiner Bekehrung durchaus ein langes und bewegtes Leben hatte, denke ich schon seit einiger Zeit über das Glück nach. Als Christ würde ich eher sagen, dass mich Gott in vielen Situationen bewahrt hat, und Er sich auch was dabei denkt, wenn ich unseren Jahresbeginn so betrachte.

    Denn als ich den Motor am Morgen starte, zeigt das Display ein Generatorproblem, der Keilriemen ist erneut gerissen. Es war prognostiziert, dass dies passieren würde, weil der Ölverlust dazu führen würde, den ich letztendlich erst Ende Januar komplett beheben konnte.

    Dass dies natürlich jetzt passiert, wo ich einen wichtigen Termin bei der Fußpflege habe, und meinen Sohn am Dienstag zum Geburtstag besuchen wollte, hat mir am Morgen erstmal die Schuhe ausgezogen.

    Warum passiert mir das jetzt und nicht am Mittwoch. Nun ja, wir können hier stehen bleiben, und haben auch Strom bekommen, um kochen und heizen zu können. Und es gibt eine Werkstatt in der Nähe, bei der ich morgen früh um Hilfe anfragen kann.

    Also Glück im Unglück. Das wäre eine Antwort, wenn ich denn davon überzeugt bin, dass Glück meine Erlösung ist, dass mein Leben ein Wellenschlag im Universum sei, in einem Meer, das mich hin und her wirft wie ein Spielball im Wind.

    Wenn ich über mein Leben sinniere, dann denke ich, dass es ein buntes, langes Leben ist, über das ich immer noch weitgehend zurückblicken kann. Ich erzähle in meinen Geschichten von all dem positiven Geschehen, ohne für mich nicht zu vergessen, dass es auch die dunkle Seite in meinem Leben gibt. Also negative Erfahrungen und Ereignisse, die mich geprägt haben, die aber nicht zur Auferbauung anderer, nicht zur Veröffentlichung dienen.

    Habe ich da Glück gehabt, oder dienen solche Erfahrungen dazu, um auf der Leiter der Lebens soweit hochzusteigen, dass ich gefestigt eine andere Perspektive zum Leben wahrnehmen kann.

    Natürlich sind das alles Fragmente. Teilaspekte. Überlegensmuster. Vielleicht auch Überlebensstrategien, mit denen der kleine Frosch vorm Fenster genauso nichts anfangen kann wie vielleicht auch der Leser.

    Aber vielleicht gibt es hier Ansätze, in deine eigene Geschichte zu gucken, um für dich selber einen besseren Standpunkt im Leben zu finden.

    Ich glaube nicht an Glück und Pech, sondern daran, dass in Allem ein tieferer Sinn liegt, der es mir ermöglichen könnte, mein Leben inhaltvoller zu gestalten. Wie sich das im Einzelfall darstellt, muss ich abwarten. Da bin ich eigentlich gerade auch nicht weiter als der kleine Frosch. Aber zum Glück auch kein Frosch, hahahaha!
    ---All day long I look at the little frog on our campsite, which sometimes stands in the sunshine, and wonder if the little frog in Grimm's fairy tale was lucky.

    KI explains that he was definitely lucky, as he was freed from an evil spell by the princess's actions. In the context of the original fairy tale structure, salvation is a fortunate event that changes his life for the better.

    This sounds quite similar to the Christian premise, although here the starting point is Jesus' death and resurrection, and not luck itself.

    Since I had quite a long and eventful life before my conversion, I've been thinking about luck for some time now. As a Christian, I would rather say that God has protected me in many situations, and He also has a reason for what happened at the beginning of our year.

    Because when I started the engine this morning, the display showed a generator problem; the fan belt had snapped again. It was predicted that this would happen because of the oil leak, which I was only able to completely fix at the end of January.

    Because when I started the engine this morning, the display showed a generator problem; the fan belt had snapped again. The fact that this is happening now, when I have an important appointment for foot care and wanted to visit my son for his birthday on Tuesday, completely threw me for a loop this morning.

    Why is this happening to me now and not on Wednesday? Well, we can stay here, and we've even got electricity to cook and heat the house. And there's a garage nearby where I can ask for help tomorrow morning.

    So, a stroke of luck in a twist of fate. That would be one answer, if I were convinced that luck is my salvation, that my life is a ripple in the universe, in a sea that tosses me back and forth like a ball in the wind.

    When I reflect on my life, I think of it as a colorful, long life, one that I can still largely look back on. In my stories, I recount all the positive events, without forgetting that there's also a dark side to my life. Negative experiences and events that have shaped me, but which aren't meant to be used to uplift others, nor are they meant to be shared.

    Have I been lucky in that respect, or do such experiences serve to help me climb high enough on the ladder of life to gain a more grounded perspective on it?

    Of course, these are all fragments. Partial aspects. Patterns of thought. Perhaps even survival strategies that the little frog outside the window can't make any more sense of than perhaps the reader.

    But perhaps there are starting points here for looking into your own story to find a better perspective on life.

    I don't believe in luck and misfortune, but rather that there's a deeper meaning in everything, which could enable me to make my life more meaningful. How that manifests itself in each individual case, I'll have to wait and see. In that respect, I'm really no further along than the little frog. But luckily, I'm not a frog either, hahaha!
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  • Heckholzhausen

    Feb 7–8 in Germany ⋅ 🌫 4 °C

    (English Version Below)
    Letztens habe ich einen Post auf Instagram gesehen zum Thema Stellplätze finden und die Schwierigkeiten dabei. Inhaltlich wollte ich da nicht tiefer gehen, weil das sehr individuell ist, und jeder unterschiedlich an dieses Thema herangeht. Das ist auch gut so, denn die Menschen bringen ihre eigene Erfahrung, ihren Umgang mit Gefühlen wie Angst und Sicherheit mit, und natürlich spielt auch das Geschlecht eine Rolle, der Kopf und das Alter ebenso.

    Man kann nur sehr ungenügend Vergleiche anstellen, und besser ist, wir lassen jeden seine/ihre Erfahrung machen, ohne zu werten und zu bewerten. Ich habe 3.513 Übernachtungen im blauen Bus gehabt, davon waren vielleicht hundert Nächte in einem Zimmer, einem Haus. Explizit sieben Wochen während Corona und vielleicht 14 Tage aufgrund einer Erkrankung. Ich habe eine unangenehme Erfahrung gehabt, die trotzdem gut ausgegangen ist, und bin einige dutzend Mal weitergefahren, weil mein Bauch mir dies signalisiert hat.

    Es gibt unterschiedliche Arten von Plätzen in Kategorie des Wohlfühlens, und es gibt besonders schöne und angenehme Orte, wo ich noch lange in der Nacht die Fenster offen lassen kann, weil ich mich sehr wohl fühle.

    Wenn du Licht an hast, dann ist draußen schwarze Nacht, und jeder kann sehen, was du drinnen machst. Manchmal ist das einfach egal, weil wir an einem Ort schlafen, wo alle uns wohlgesonnen sind. So ist das heute Abend bei der Hofmetzgerei Fürnstall, wo wir ein gerngesehener Gast sind, der jederzeit hier übernachten kann.

    Die Nacht zuvor haben wir gut geschlafen. Einer der Nachbarn hat mit Freunden eine Feier gehabt, deren tiefe Stimmen nachts noch zu uns gedrungen sind. Die junge Frau mit den roten Haaren, passend zur roten Hose abgestimmt, und ihre beiden kleinen Jungs hatten eine so laute Standheizung, dass sie den ganzen Platz erfüllt hat.

    Um Mitternacht etwa wurden die Laternen gelöscht, dann war der Platz fast ganz dunkel, bis auf die Lichterkette der Feier. Alles schläft noch am Morgen, als wir rausgehen, nur meine Stimme hallt durch den Wald, weil Hilde nicht auf Abenteuertour gehen soll. Glück gehabt, sie kommt zurück, und niemand wacht auf.

    Wir fahren vom Saarland nach Rheinland - Pfalz, wo Sonne und blauer Himmel auf uns warten. Weinberge und kleine Orte im rechten Winkel zum Fotografen. Mainz und Wiesbaden. Sonnenuntergang im Taunus, Hessen in dunkler Nacht, die die erleuchtete Kirche St. Libentinus in Dietkirchen besonders aus dem schwarzen Wald hervorhebt.

    Zum Abendessen noch eine köstliche Leberwurst aus der Metzgerei. Der Fuß tut nicht mehr so stark weh, das gestrige medizinische Bad hat ihn wohl etwas entspannt.
    Ich bin sehr dankbar über die vielfältige Unterstützung in unserer schwierigen, finanziellen Situation, die auch ein gutes Feedback zwischen uns und unseren Lesern widerspiegelt.

    Tatsächlich habe ich in all den Jahren kaum negative Reaktionen erlebt, von "Hasskommentaren" bin ich gänzlich verschont geblieben. Meine Texte sind positiv, und so erlebe ich das Miteinander als eine beidseitige Bereicherung.

    Ab und zu fährt noch ein Auto durch die Samstagnacht, die Tiere auf dem Hof schlafen in ihren Ställen, manchmal erlebe ich so eine Art 'Weihnachtsnacht' zu einer ganz anderen Jahreszeit. Wir sind geborgen, bewahrt und behütet, auch wenn niemand weiß, was der Morgen bringen wird.

    Wenn ich die Tür öffne, höre ich das laute Glucksen des Baches, der vorm Bus entlang fließt. Ein bisschen Meer.
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    I recently saw an Instagram post about finding parking spaces and the difficulties involved. I didn't want to delve too deeply into the topic because it's very individual, and everyone approaches it differently. That's a good thing, because people bring their own experiences, their own ways of dealing with feelings like fear and security, and of course, gender, mindset, and age also play a role.

    Comparisons are very limited, and it's better if we let everyone have their own experience without judging or evaluating. I've spent 3,513 nights in the blue bus, of which perhaps a hundred were in a room or a house. Specifically, seven weeks during the pandemic and maybe 14 days due to illness. I had one unpleasant experience that ultimately turned out well, and I've continued my journey dozens of times because my gut told me to.

    There are different kinds of places that feel comfortable, and there are particularly beautiful and pleasant spots where I can leave the windows open late into the night because I feel so at ease.

    When you have the lights on, it's pitch black outside, and everyone can see what you're doing inside. Sometimes that simply doesn't matter because we're sleeping in a place where everyone is welcoming. That's how it is tonight at the Fürnstall farm butcher shop, where we're welcome guests who can stay overnight anytime.

    There are different kinds of places that feel good about you, and there are particularly beautiful and pleasant places where I can leave the windows open late into the night because I feel so comfortable. We slept well the night before. One of the neighbors had a party with friends, and their deep voices drifted into our room during the night. The young woman with red hair, matching her red trousers, and her two little boys had such a loud heater that it filled the entire square.

    Around midnight, the streetlights were turned off, and then the square was almost completely dark, except for the string of lights from the party. Everyone was still asleep in the morning when we went out; only my voice echoed through the woods because Hilde wasn't supposed to go off on an adventure. Luckily, she came back, and no one woke up.

    We drove from Saarland to Rhineland-Palatinate, where sunshine and blue skies awaited us. Vineyards and small towns at right angles to the photographer. Mainz and Wiesbaden. Sunset in the Taunus Mountains, Hesse in the dark night, which made the illuminated St. Libentinus Church in Dietkirchen stand out particularly against the dark forest.

    For dinner, a delicious liverwurst from the butcher. My foot doesn't hurt so much anymore; yesterday's medicinal bath must have soothed it somewhat.

    I am very grateful for the diverse support in our difficult financial situation, which is also reflected in the good feedback between us and our readers.

    In fact, over all these years I've hardly experienced any negative reactions; I've been completely spared from "hate comments." My writing is positive, and so I experience this interaction as mutually enriching.

    Occasionally, a car still drives by on Saturday nights, the animals on the farm are asleep in their stalls, and sometimes I experience a kind of "Christmas night" at a completely different time of year. We feel safe, protected, and safe, even though no one knows what tomorrow will bring.

    When I open the door, I hear the loud gurgling of the stream that flows alongside the bus. A little bit of the sea.
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  • Und sonst so...

    February 7 in Germany ⋅ ☁️ 6 °C

    Guten Morgen,

    vermutlich hast du schon davon gehört, dass unser Winter zu einer abenteuerlichen Achterbahn ausgeartet ist. Das betrifft nicht nur meine körperlichen Probleme, sondern auch den blauen Bus, der von einer Reparatur zur anderen geschliddert ist.

    Das alles hat unser Konto dermaßen belastet, dass es gewaltig ins Minus abgerutscht ist. Wir leben aktuell nur von den gut gefüllten Schränken und der Möglichkeit, über die Kreditkarte den benötigten Diesel zu kaufen. Das reicht aus, um uns langsam durchs Ländle zu bewegen, denn ohne Bewegung laden die schlappen Batterien nicht mehr auf.

    Ich würde gerne zur Deckung unseres Problems die letzten knapp vierzig Bücher des zweiten Bandes unserer "365 Spaziergänge mit Hilde" verkaufen. Das würde unser Problem lösen. Der Preis beträgt 30 Euro plus 5 Euro Porto in Deutschland.

    Ich könnte auch noch anbieten, für eine Spende ab vierzig Euro dir jeden Monat eine schöne Postkarte aus einem unserer Orte zu schicken, die wir in den nächsten sechs Monaten ansteuern.

    Natürlich kannst du uns auch einfach so unterstützen. Für alle Fälle sende ich dir mal die entsprechenden Daten.

    Die Überweisung mit den entsprechenden Kontaktdaten auf mein Konto bei der

    Nord LB Braunschweig

    IBAN: DE72 2505 0000 0201 4093 07

    BIC: NOLADE2HXXX

    Kontoinhaber: Peter Kopfermann

    Zahlungen per PayPal sind unter der E-mail Adresse möglich - bitte unter "Freunde" überweisen -
    spaziergaenge.mithilde@gmx.de

    Ganz ehrlich. Mir fällt es sehr schwer, um Unterstützung zu bitten, aber unsere Situation erscheint zwar nicht aussichtslos, aber dennoch ziemlich belastet. Lieber wäre mir, ich müsse nicht solch eine Nachricht schreiben.

    Auf jeden Fall freue ich mich, dass Du uns zugehört hast.

    Wir senden liebe Grüße aus dem blauen Bus

    Peter und Hilde
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  • Lironville

    Feb 5–6 in France ⋅ ☁️ 4 °C

    (English Version Below)
    Es ist immer schön, wenn wir unsere Nachbarn kennen. Wir sind schon zweimal auf dem kleinen Stellplatz beim Bauernhof in Lironville gewesen, aber heute ist die Nachbarin herüber gekommen, weil ich ihr einen Gruß zugeworfen habe.

    Sie hat Feuerholz in einer Schubkarre an die Terrassentür gefahren, aus der später die ältere Tochter herausschaut. Wir unterhalten uns zweisprachig, also meine ersten französischen Worte sind immer ein bisschen schwerfällig, sodass wir uns ihr Englisch zeitweise ausleihen.

    Wir wünschen uns eine gute Nacht, aber wenn ich jetzt zu den erleuchteten Fenstern schaue, weiß ich, wer dort wohnt. So, wie sie wissen, wer ihnen gegenüber heute übernachtet.

    Neben uns schläft ein niederländisches Ehepaar auf der Rückfahrt von Spanien. Sie haben ihre Fenster gleich dick verhangen, sodass ich sie genauso wenig sehe, wie die Esel, nachdem der Bauer die Ställe für die Nacht verschlossen hat.

    Uns ist das Wasser ausgegangen. Nein, nicht ganz, einen kleinen Rest habe ich noch für Hilde übrig. Ich trinke Säfte zur Medizin, da bin ich gut versorgt. Ja es gab Lidl und Leclerc, aber die Parkplätze waren rappelvoll und lagen im Sonnenschein, der tatsächlich erst rausgekommen ist, als wir die Grenze nach Frankreich überquert haben.

    In Luxemburg hat es geregnet, aber der Diesel kostet heute 1,43 Euro pro Liter, das sind locker fast dreißig Cent weniger als gestern in Weilerswist. Wie queren das kleine Land nicht über die Autobahn, sodass wir viele kleine Orte streifen, und uns landschaftlich bereichern.

    Wir sind in Belgien aufgewacht, die Nacht war kalt gewesen, zum Frühstück fahren wir rüber nach Deutschland, und stehen in der Südeifel an einem Feldweg bei Winterscheid.

    Nebel liegt in den Tälern, nachdem die Sonne ihren kurzen Auftritt hatte. Wir sind alleine unterwegs auf den kleinen Straßen, nachdem die Bevölkerung zu ihren Jobs geeilt ist.

    Dann kommt Dasburg und im Tal die Grenze zu Luxemburg. In den frühen 70ger Jahren hatte ich eine Freundin aus Luxemburg, der ich unter einem Mädchennamen schreiben musste, damit sie keine Schwierigkeiten bekäme, weil die Deutschen damals verachtet waren.

    Ein ähnliches Erlebnis hatte ich damals in Kopenhagen mit meinem amerikanischen Buddy. Für einen alten Mann vor einer Bar war es unverständlich, dass wir Freunde sein könnten, so heftig war der Krieg in seinem Kopf auch nach fünfundzwanzig Jahre noch verankert.

    Wir sollten uns Mühe geben, Ausgrenzungen keinen Raum zu geben. Letztendlich sind wir alle Geschöpfe Gottes, wo immer wir auch geboren sind.
    ---
    It's always nice when we know our neighbors. We've already been to the small campsite by the farm in Lironville twice, but today our neighbor came over because I'd said hello to her.

    She wheeled firewood in a wheelbarrow to the patio door, from which her older daughter later peered. We conversed bilingually, so my first French words were always a bit clumsy, and we borrowed her English from time to time.

    We wished each other goodnight, but when I looked at the lit windows now, I knew who lived there. Just as they knew who was staying across the hall tonight.

    Next to us, a Dutch couple was sleeping on their way back from Spain. They had their windows covered with thick curtains, so I couldn't see them any more than I could see the donkeys after the farmer had locked up the stables for the night.

    We ran out of water. Well, not completely; I still had a little left for Hilde. I was drinking juice with my medicine, so I was well taken care of. Yes, there was Lidl and Leclerc, but the parking lots were packed and bathed in sunshine, which only really came out after we had crossed the border into France.

    It rained in Luxembourg, but diesel costs €1.43 per liter today, which is easily almost 30 cents less than yesterday in Weilerswist. We're not crossing the small country via the motorway, so we're skirting many small towns and villages, enjoying the scenery.

    We woke up in Belgium; the night had been cold. For breakfast, we drove over to Germany and found ourselves on a country lane near Winterscheid in the southern Eifel region.

    Fog lingered in the valleys after the sun's brief appearance. We were alone on the small roads after everyone had rushed off to work.

    Then came Dasburg, and in the valley below, the border with Luxembourg. In the early 1970s, I had a girlfriend from Luxembourg whom I had to write to using a girl's name to avoid any trouble, as Germans were looked down upon back then.

    I had a similar experience in Copenhagen with my American buddy. An old man outside a bar couldn't comprehend that we could be friends; the war was still deeply ingrained in his mind, even after twenty-five years.

    We should strive to give no space to exclusion. Ultimately, we are all God's creatures, wherever we are born.
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  • Amelscheid

    Feb 4–5 in Belgium ⋅ ☁️ 3 °C

    (English Version Below)

    Während ich gestern Abend die Geschichte veröffentliche, höre ich parallel jemandem im Radio zu, wie er mich als Hörer vorstellt. Hallo, wo sind wir denn da gelandet. Der Dirk, einer unserer Leser, moderiert Sendungen zwischen Informationen, fetziger Musik, und dem und jenem, was ihm gerade einzufallen scheint. Also mich mal eben zu begrüßen. Und gleich dabei seinen Hörern einige lustige Episoden aus unserem Leben näher zu bringen.

    https://share.google/eSCL1o9Xexcc3Q3Dw

    Gegen zehn Uhr nachts verabschiede ich mich, die Sendung geht noch eine Stunde länger, von acht bis elf nachts. Mein stiller Nachbar auf dem Stellplatz fährt um sieben Uhr los, und zeigt mir, dass noch zwei weitere Gäste über Nacht eingetroffen sind.

    Wäsche waschen in Weilerswist, hier bin ich immer zufrieden mit den Maschinen. Zudem ist die Sonne rausgekommen und scheint auf die beiden Palmen, die im leichten Wind zurück winken.

    Wir richten den Blick gen Luxemburg ob des günstigen Tankens, und machen erstmal einen kleinen Spaziergang unterhalb des Hauses, von dem der Gründer, Pater Joseph Kentenich, einst sagte:  „Maria Rast sei Rast für alle Rastenden, für alle, die Erholung suchen für Leib und Seele.“

    https://share.google/YKDVcJo2zIaMNLZlR

    Die Ereignisse überschlagen sich heute. Kurz vor Iversheim begegnet uns die nächste Geschichte, eine römische Kalkbrennerei, über die Wikipedia detailliert berichtet.

    https://share.google/3h7oHrLSYWEbXl2HB

    In Bad Münstereifel habe ich in frühen Jahren mal das Zimmer einer Studentin der Rechtspflege verschandelt, als mir übel wurde, und ich trunken die Tür nicht gefunden habe. Der Rest von der Geschichte ist mir entfallen, er dürfte auf jeden Fall zu einem Kontaktabbruch geführt haben.

    Am Weißen Stein lag vor kurzem noch viel Schnee, heute ist der Parkplatz verwaist und bietet uns eine schöne Spazierrunde an, da die Waldwege ziemlich unter Wasser stehen.

    Plötzlich das Belgienschild, ich bin ganz überrascht, klang doch der Stellplatz mit Schönberg ziemlich deutsch. Nicht weit von St. Vith entfernt, fahren wir unter einer besonderen Abendsonne talwärts.

    Der Platz liegt hinter der Kirche mitten im Ort, umgeben von Häusern. Gegenüber steht ein kleines Mädchen an der Straße und schaut uns genau an, sodass Hilde sich erstmal bemerkbar macht. Wir könnten hier bleiben, doch dann sehe ich, dass im nächsten Ort eine Familie einen kostenlosen Stellplatz auf asphaltierter Fläche vor einer Scheune anbietet.

    Einfach so, aus Menschenfreundlichkeit. Um andere Reisende kennenzulernen, das Miteinandergespräch zu suchen. Wir nehmen also Platz mit Blick auf einen grandiosen Sonnenuntergang, während die Straße bergab in Front von uns ins Dorf führt. Neben uns die Straße, auf der wir gekommen sind, eine schöne Sitzgelegenheiten, und sogar Strom bieten sie an, für Hilde eine schöne Wiese.

    Da niemand schreibt, dass man sich anmelden muss, warte ich also auch auf einen Besuch des Eigentümers, während eine gelbe Straßenlaterne unseren Platz erhellt.

    https://park4night.com/de/lieu/452133/open/

    Auf jeden Fall scheint es eine gute Empfehlung zu sein, endgültig werde ich das erst morgen früh sagen können. In der Zwischenzeit ist noch ein Lichtstreifen mit Wolken am Himmel zu sehen, der sich mehr und mehr verdunkelt.

    Hilde hat sich schlafen gelegt, während ich noch zu Abend esse, Wasser für den Tee, und die Thermoskanne fürs heiße Waschwasser morgen früh, koche. In der Stille des Ortes klingt der kurz laufende Motor ziemlich laut, aber ich wollte nicht auch noch den kostenlosen Strom anschließen.

    Weit im Tal leuchten Lichter an den einzelstehenden Häusern und kleinen Straßen, und oben am dunklen Nachthimmel leuchten die Sterne. Ab und an greift der Lichtkegel eines Autos in die Dunkelheit. Hilde schaut nochmal kurz um sich, dann ziehen wir uns in den blauen Bus zurück.
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    As I was publishing this story last night, I was simultaneously listening to someone on the radio introducing me as a listener. Hello, what have we come to? Dirk, one of our readers, hosts shows that blend information, upbeat music, and whatever else seems to come to mind. So, let me just say hello. And then he immediately shared some funny anecdotes from our lives with his listeners.

    https://share.google/eSCL1o9Xexcc3Q3Dw

    Around 10 p.m., I say goodbye; the program runs for another hour, from 8 to 11 p.m. My quiet neighbor at the campsite sets off at 7 a.m. and shows me that two more guests have arrived overnight.

    I do laundry in Weilerswist; I'm always happy with the machines there. The sun has come out and is shining on the two palm trees, which sway back in the gentle breeze.

    We look towards Luxembourg for the cheaper fuel and take a short walk below the house of which the founder, Father Joseph Kentenich, once said: "Maria Rast is a rest for all who rest, for all who seek relaxation for body and soul."

    https://share.google/YKDVcJo2zIaMNLZlR

    Things are happening fast today. Shortly before Iversheim, we encounter another story: a Roman lime kiln, which Wikipedia describes in detail.

    https://share.google/3h7oHrLSYWEbXl2HB

    In Bad Münstereifel, I once trashed the room of a law student when I got sick and, drunk, couldn't find the door. I've forgotten the rest of the story, but it certainly led to a break in contact.

    There was still a lot of snow at Weißen Stein recently; today the parking lot is deserted, offering us a lovely walk since the forest paths are quite flooded.

    Suddenly, the Belgian sign appears. I'm quite surprised, as the parking area in Schönberg sounded rather German. Not far from St. Vith, we drive downhill under a special evening sun.

    The parking area is located behind the church in the middle of the village, surrounded by houses. A little girl stands opposite us on the street, staring intently, so Hilde makes her presence known. We could stay here, but then I see that in the next village, a family offers free parking on an asphalt surface in front of a barn.

    Just like that, out of sheer kindness. To meet other travelers, to strike up a conversation. So we take a seat overlooking a magnificent sunset, while the road in front of us leads downhill into the village. Next to us is the road we came up on, a nice place to sit, and they even offer electricity. For Hilde, it's a lovely meadow.

    Since no one mentions that you have to register, I wait for the owner to come by, while a yellow streetlamp illuminates our spot.

    https://park4night.com/de/lieu/452133/open/

    In any case, it seems like a good recommendation, though I won't be able to say for sure until tomorrow morning. In the meantime, there's still a sliver of light with clouds in the sky, which is gradually darkening.

    Hilde has gone to sleep while I'm still eating dinner, boiling water for tea, and making a thermos for hot washing water tomorrow morning. In the quiet of the place, the engine running briefly sounds quite loud, but I didn't want to add to the noise by plugging in the free electricity.

    Far down in the valley, lights twinkle on the isolated houses and small streets, and above, the stars shine in the dark night sky. Every now and then, the headlights of a car pierce the darkness. Hilde glances around briefly one last time, then we retreat to the blue bus.
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  • Bergheim

    Feb 3–4 in Germany ⋅ ☁️ 5 °C

    (English Version Below)

    Heute morgen sind wir am Stellplatz wachgeworden, den Sabine und Hubertus neben ihrem Lokal anbieten. Sabine folgt unseren Reisen, und wir dürfen immer gerne hier Station auf der Durchreise machen.

    Das ist ein besonderes Geschenk und in der Regel nutzen wir die Gelegenheit, um Zeit mit ihnen zu verbringen. Heute sind wir alleine, die Temperatur zeigt minus zwei Grad, wir stehen aber windgeschützt hinten im Hof.

    Morgenspaziergang mit Hilde über die Wiese mit den Stellplätzen, die auch mit Strom verbunden sind. Die Preise findest du auf der Homepage, ebenso die Speisekarte und die Öffnungszeiten des Lokals, der Chef kocht persönlich, und es schmeckt sehr lecker.

    Home - weinseelig-gleiertal.de https://share.google/eNlQegiZdOxAC2x7Y

    Wir fahren früh weiter, bis wir unterhalb eines Fernmeldeturms einen schönen Frühstücksplatz finden. Das gilt nur für mich, denn Hilde bekommt gleich nach dem ersten Gang ihre Mahlzeit mit der speziellen Medizin gegen Krebs und Entzündung.

    Da Mitarbeiter des Unternehmens kommen, müssen wir schleunigst weg, parken aber an einer verlängerten Bushaltestelle an der Straße. Es fängt an zu schneien, der Wind treibt die Flocken vor uns her, auf den kleinen Straßen in der hügeligen Landschaft zwischen Siegerland, Sauerland und dem Bergischen Land bleibt der Schnee liegen.

    Immer wieder begegnet uns die A45 auf Brücken, die die Täler weitläufig überspannen. Hinunter zum Altenberger Dom wird es regnerisch, hier hat sich viel geändert. Schranken auf dem Parkplatz am Kiosk, der früher (vielleicht vor zwei, drei Jahren) freie Parkplatz am Dom kostet jetzt Geld. Überraschend ist auch nicht viel los.

    Zwischen Leverkusen und Köln passieren wir Opladen und kommen in Hitdorf zur Fähre an den Rhein. Blick zurück am Wasser in Fühlingen, dann passieren wir Worringen und kommen zum Stellplatz am Schloss in Bergheim, wo wir schon ein halbes dutzend Mal übernachtet haben.

    Kostenlos zwischen Häusern und Minigolfplatz stehen wir neben einem anderen Camper. Obwohl die Temperatur langsam ansteigt, ist der Wind in den Böen noch eisig, wie wir auf dem letzten Spaziergang feststellen.

    Jetzt lässt er langsam nach, es beginnt leicht zu regnen. Ich habe mir eine Tasse Tee gemacht, Hilde schläft in der Reisetasche. Sie war heute Nachmittag ganz besonders schmusig, so langsam wirkt das Alleinesein sich in einer Ruhe im Miteinander aus.
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    This morning we woke up at the parking area that Sabine and Hubertus offer next to their restaurant. Sabine follows our travels, and we are always welcome to stop here when passing through.

    This is a special gift, and we usually take the opportunity to spend time with them. Today we're alone; the temperature is minus two degrees Celsius, but we're sheltered from the wind in the back courtyard.

    A morning walk with Hilde across the meadow with the pitches, which also have electricity. You can find the prices on the website, as well as the menu and the restaurant's opening hours. The owner cooks personally, and the food is delicious.

    Home - weinseelig-gleiertal.de https://share.google/eNlQegiZdOxAC2x7Y

    We drive on early until we find a nice spot for breakfast below a telecommunications tower. That's just for me, though, because Hilde gets her meal with the special anti-cancer and anti-inflammatory medication right after the first course.

    Since company employees are arriving, we have to leave quickly, but we park at an extended bus stop on the street. It starts to snow, the wind drives the flakes ahead of us, and the snow remains on the small roads in the hilly landscape between Siegerland, Sauerland and Bergisches Land.

    We repeatedly encounter the A45 motorway on bridges that span the valleys. It gets rainy as we descend towards Altenberg Cathedral; much has changed here. There are barriers in the parking lot by the kiosk, and the parking lot by the cathedral, which used to be free (perhaps two or three years ago), now costs money. Surprisingly, it's not very busy.

    Between Leverkusen and Cologne, we pass Opladen and arrive at the ferry across the Rhine in Hitdorf. Looking back at the water in Fühlingen, we then pass Worringen and arrive at the campervan site by the castle in Bergheim, where we've stayed half a dozen times.

    We park for free between houses and a mini-golf course, next to another campervan. Although the temperature is slowly rising, the wind is still icy in the gusts, as we discovered on our last walk.

    Now it's slowly dying down, and it starts to rain lightly. I've made myself a cup of tea, and Hilde is asleep in the travel bag. She was especially cuddly this afternoon; the solitude is slowly having a calming effect on their interactions.
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  • Lennestadt

    Feb 2–3 in Germany ⋅ ⛅ -2 °C

    (English Version Below)

    Gerade noch guter Dinge, gibt es ein lautes Geräusch im Motorraum, gefolgt von einem Rauschen. Wir halten an, warten auf den ADAC. Ein Schlauch ist geplatzt, wir sollen vorsichtig zu einem Stellplatz fahren, und morgen zu einer Werkstatt.

    Am Morgen wollte ich nicht aufstehen, gestern war es spät geworden, und ich bin so müde. Draußen pfeift ein eisiger Wind, Hilde hält sich gar nicht lange auf, will gleich zurück in den Bus zum Frühstück.

    Wir sitzen bei Aldi auf dem Parkplatz. Neben uns hält ein sportlicher Wagen, der Mann packt einen Rucksack und verschwindet aus meinem Blick. Nass und schlotternd kommt er eine Stunde später wieder, in den Rucksäcken seien Kanister, er hat Wasser zu einem Waldstück gebracht, in dem Tiere leben. Das macht er alle paar Tage, startet den Motor und fährt weg.

    Wir treffen nochmal unsere liebe Freundin, die Hilde einen Spaziergang angeboten hat, mittags, zusammen mit ihrem Sohn. Sie kommen zurück mit einer fröhlich grinsenden Hilde, die das Laufen mit den jungen Menschen sehr genossen hat.

    Unsere Wasservorräte werden noch aufgefüllt, dann biegen wir links ab. In Paderborn sollen es vier Grad sein, das wäre eine gute Entfernung für den heutigen Tag, ich hoffe auf vernünftig trockene Wege.

    Extertal und Kalletal, irgendwo links oben im Wald auf einem Campingplatz leben nette Menschen, die wir immer mal besuchen wollen. Aber nicht so kurzfristig.

    Dann knallt es um Motorraum, Hilde versteckt sich zwischen den Sitzen, wir parken an einer Bushaltestelle in Wehren. Warten auf den ADAC, machen einen kleinen Spaziergang.

    Es habe in der Nähe einen Stellplatz, sagt der Mechaniker, und so kommen wir frühzeitig nach Blomberg. Kostenlos, mit günstigem Strom, zwei Tage Aufenthalt sind erlaubt. Neben uns jemand aus Aschaffenburg, einer aus Krefeld und wir.

    Früh genug für den gemütlichen Abend, bekommt Hilde ihren Teller, zieht sich satt zurück, ich entzünde eine Kerze und die Lichterkette vom Enkelzwerg. Hilde hat sich eine kleine Burg gebaut, schläft tief und ganz fest.

    Am frühen Tag stehen wir an der Werkstatt Kanar in Blomberg. Ein junger Türke hat sich hier eine Zukunft aufgebaut, er ist freundlich, hilfsbereit. Es ist eine gute Wahl in einem fremden Ort bei einem halben dutzend Kfz - Diensten.

    Das kaputte Teil ist ausgebaut, das Ersatzteil bestellt, leider kommt es erst um halb drei. Wir warten im Bus, ich bin noch ziemlich müde, die Nacht war zwar nicht kurz, aber der Morgen hektisch und stressig.

    Über Mittag kommt die Sonne raus, Hilde wälzt sich mit Vergnügen im Schnee, der noch recht harsch gefroren ist, sodass er angenehm kühlt. Hilde langweilt sich im Bus und jault alle halbe Stunde vor sich hin, die Kiste mit Leckerlis nicht aus den Augen lassend.

    Der Einbau dauert fünf Minuten. Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder, verabschiedet sich der Chef. Ich behalte eine gute Erinnerung. Aber zuerst einmal lausche ich dem Motor, ob wirklich alles in Ordnung ist. Zumindest, soweit ich das beurteilen kann.

    Paderborn. Lippstadt. Schnee weicht Grün. Balve. Lennestadt. Hier übernachten wir wieder mal bei lieben Menschen im Hof, Hilde ist ganz enttäuscht, dass Sabine heute leider nicht da ist. So machen wir einen ruhigen Abend.
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    Just moments ago in good spirits, there was a loud noise from the engine compartment, followed by a whooshing sound. We pulled over and waited for the ADAC (German Automobile Club). A hose had burst; we were told to carefully drive to a rest area and to take it to a garage tomorrow.

    I didn't want to get up this morning; it had been late last night, and I'm so tired. An icy wind is whistling outside. Hilde doesn't linger; she wants to get right back to the bus for breakfast.

    We're sitting in the Aldi parking lot. A sporty car pulls up next to us, the man grabs a backpack and disappears from view. An hour later, he returns, wet and shivering, with canisters in the backpacks. He's taken water to a wooded area where animals live. He does this every few days, starts the engine, and drives off.

    We meet up again at midday with our dear friend who offered Hilde a walk, along with her son. They return with a beaming Hilde, who thoroughly enjoyed walking with the young people.

    We refill our water supplies, then turn left. The forecast for Paderborn is four degrees Celsius, which would be a good distance for today. I'm hoping for reasonably dry paths.

    Extertal and Kalletal, somewhere up in the woods to the left, live some nice people at a campground whom we've always wanted to visit. But not on such short notice.

    Then there's a bang in the engine compartment, Hilde hides between the seats, and we park at a bus stop in Wehren. We wait for the ADAC and take a short walk.

    There's a campervan site nearby, the mechanic says, and so we arrive in Blomberg early. It's free, with cheap electricity, and a two-day stay is allowed. Next to us are someone from Aschaffenburg, someone from Krefeld, and us.

    Early enough for a cozy evening, Hilde gets her meal, retires, satisfied, and I light a candle and the fairy lights for my little grandchild. Hilde has built herself a little fort and is sleeping soundly.

    Early the next day, we arrive at the Kanar garage in Blomberg. A young Turk has built a future for himself here; he's friendly and helpful. It's a good choice in an unfamiliar place with half a dozen auto repair shops.

    The broken part has been removed, the replacement ordered, but unfortunately it won't arrive until 2:30 p.m. We wait in the van; I'm still quite tired. The night wasn't short, but the morning was hectic and stressful.

    Around midday, the sun comes out, and Hilde happily rolls around in the snow, which is still quite hard-frozen, so it's pleasantly cool. Hilde is bored in the van and whines to herself every half hour, never taking her eyes off the box of treats.

    The installation takes five minutes. "Maybe we'll see each other again sometime," the boss says as he takes his leave. I'll remember it fondly. But first, I listen to the engine to make sure everything is really okay. At least, as far as I can tell.

    Paderborn. Lippstadt. Snow gives way to green. Balve. Lennestadt. Here we spend the night again at the home of some lovely people. Hilde is quite disappointed that Sabine isn't here today. So we have a quiet evening.
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  • Blomberg

    February 1 in Germany ⋅ ☁️ 1 °C

    (English Version Below)

    Morgens hole ich meinen Sohn ab und bringe ihn zu seinem Freund. Er hat eine Tüte gut gebratener, kleiner Frikadellen für mich zum Abschied, weil ich die gerne mag. Wohin wir fahren werden, wann wir wieder kommen.

    Du machst das schon! Das sagt er zum Abschied. Kein Wiedersehen, Tschüss, Bis bald. Du machst das schon! Plötzlich die alte Erinnerung, als mein Vater mich zu Autobahn bringt, ich ihm von meinen Gedanken, meinen Sorgen erzähle. Er hält seinen Wagen an, ich steige aus, beuge mich zurück. Du wirst nicht verrückt!

    Daran habe ich oft gedacht, wenn die Tore sich zu schließen drohten. Du wirst nicht verrückt, du machst das schon. Wir winken einander zu. Wir fahren los, sehen ihn über den Schnee gehen. Manchmal möchte ich die Zeit anhalten.

    Wir fahren beim Hof im Greth in Söhlde vorbei, es gibt Joghurt und Milch für mich, ich packe noch einige Käse ein. Jetzt ist der Kühlschrank voll. Reisefertig, lächele ich ihn an.

    Um nach Hagenburg zu kommen, nehmen wir die Landstraße. Nordstemmen mit der Marienburg, Lathwerden und die Mühle. Unterwegs ein kleiner Ort mit einer Art besonderer Straßenhäuser, die mich an ein gutes Muster erinnern.

    Am Ende der Straße wohnt Dominice mit ihrer Familie. Wir freuen uns auf die Begegnung, unerwartet weil wir ja eigentlich erst im April wieder zurück sein wollten. Dafür gibt's Waffeln mit Eis und eine gute Atmosphäre voll angenehmer Gespräche.

    Abends ein Teller voll mit Käsespezialitäten, natürlich überbacken. Hilde wird vom kleinen Sohn bespielt, der sich auf unseren Besuch immer freut. Im Bus ist es kalt, wir sagen Gute Nacht, die Standheizung läuft sich warm, ihre Reichweite geht nicht mal zu meinen Füßen, unter der Bettdecke ist es eiskalt.
    ---
    In the morning, I pick up my son and take him to his friend's house. He has a bag of nicely fried little meatballs for me as a parting gift, because I like them. We talk about where we're going and when we'll be back.

    You'll manage! That's what he says as he leaves. No more seeing each other, bye, see you soon. You'll manage! Suddenly, the old memory floods back: my father driving me to the highway, me telling him about my thoughts, my worries. He stops his car, I get out, lean back. You won't go crazy!

    I've often thought of that when the gates threatened to close. You won't go crazy, you'll manage. We wave to each other. We drive off, watching him walk through the snow. Sometimes I wish I could stop time.

    We drive past the farm in Greth, Söhlde; there's yogurt and milk for me, and I pack some cheese. Now the refrigerator is full. Ready to go, I smile at him.

    To get to Hagenburg, we take the country road. Nordstemmen with Marienburg Castle, Lathwerden, and the mill. Along the way, a small village with a kind of distinctive row of houses that reminds me of a good pattern.

    At the end of the street lives Dominice with her family. We're looking forward to meeting her, it's unexpected since we weren't planning on returning until April. Instead, we're treated to waffles with ice cream and a lovely atmosphere filled with pleasant conversation.

    In the evening, we enjoy a plate piled high with cheese specialties, all melted and smothered, of course. Hilde is entertained by her young son, who always looks forward to our visit. It's cold in the bus, so we say goodnight. The auxiliary heater starts warming up, but its range doesn't even reach my feet; it's freezing cold under the covers.
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  • Hagenburg

    January 31 in Germany ⋅ ☁️ -2 °C

    (English Version Below)

    Irgendwann ist es ganz still im blauen Bus. Wir parken nahe der Autobahn, haben grade zu Abend gegessen, Hilde schläft, die Standheizung rauscht, überm Schnee hinweg die Lichter der Orte und fahrenden Autos.

    Wir sind den Vormittag mit Sohn und Enkel unterwegs zu einer Einkaufstour. Die Beiden gehen mit Hilde spazieren, ein, zweimal im eisig kalten Wind, der kleine Junge springt lustig durch den Schnee, ich schau ihnen zu, mir wird's warm ums Herz.

    Sonntag werden wir wieder alleine unterwegs sein, bis dahin ist hoffentlich der Fuß verheilt und der Schnee geschmolzen, der Wind eingeschlafen, die Temperaturen im positiven Bereich. Aber heute darf ich es nochmals genießen auszuruhen.

    Zur Nacht habe ich gestern heißen Tee bekommen, und noch eine Tüte Süßigkeiten von Weihnachten, die ich sorgsam verstaue, müssen sie doch das Jahr über ausreichen. Am Morgen ist die Windschutzscheibe gefroren, der Verkehr im StopandGo, jemand schippt den Schnee vom Bürgersteig.

    Wenn mein Sohn einkaufen geht, spielt der Kleine mit mir Lachen. Und Rumkreischen. Finger festhalten und seine Mütze über die Augen schieben.

    Manchmal, wenn die Müdigkeit ihm Tränen in die Augen schiebt, dann weine ich mit, was so lustig ist, dass wir gleich wieder lachen. Hilde schläft derweil hinten im blauen Bus, wenn mein Sohn wieder zusteigt, kommt sie zu uns nach vorne.

    Mein Sohn geht zur Bank für mich, tankt den blauen Bus voll, unterstützt mich, wenn ich in der Stadt bin, einfach ein schönes Gefühl. Wir bringen ihn zur Arbeit, der Kleine ist eingeschlafen, ich fahre zur Käserei Lowes in Evessen, wo es Produkte von den Ziegen gibt, Hilde passt im Bus auf.

    Als die Mama Feierabend hat, geht der Kleine nachhause, Hilde und ich fahren auf den Parkplatz, wo der Abend sich zur Nacht neigt. Wir warten.
    ---
    Eventually, it becomes completely quiet in the blue bus. We park near the motorway, have just eaten dinner, Hilde is asleep, the auxiliary heater is humming, and above the snow, we see the lights of towns and passing cars.

    We spent the morning shopping with my son and grandson. They took Hilde for a walk, once or twice in the icy wind. The little boy skipped merrily through the snow, and I watched them, my heart warming.

    On Sunday, we'll be out on our own again. Hopefully, by then my foot will have healed, the snow will have melted, the wind will have died down, and the temperatures will be above freezing. But today I get to enjoy resting one last time.

    Last night, I had hot tea and a bag of Christmas sweets, which I carefully put away; they have to last me all year. This morning, the windshield was frozen, the traffic was stop-and-go, and someone was shoveling snow off the sidewalk.

    When my son goes shopping, the little one plays games with me. Laughing. And squealing. Holding my fingers and pulling his hat down over his eyes.

    Sometimes, when tiredness brings tears to his eyes, I cry along with him, which is so funny that we immediately start laughing again. Meanwhile, Hilde sleeps in the back of the blue bus. When my son gets back on board, she joins us in the front.

    My son goes to the bank for me, fills up the blue bus with gas, and helps me out when I'm in town—it's simply a wonderful feeling. We take him to work, the little one has fallen asleep, and I drive to the Lowes cheese dairy in Evessen, where they sell goat products. Hilde watches over him in the bus.

    When Mommy finishes work, the little one goes home, and Hilde and I drive to the parking lot where evening turns to night. We wait.
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  • Salzgitter

    January 30 in Germany ⋅ ☁️ 0 °C

    (English Version Below)

    Am Morgen in Rheinzabern komme ich mit der jungen Frau neben uns in Gespräch. Elisa Jakob, eine reisende Schriftstellerin zwischen Lesung und Recherche.

    Sie schreibt historische Romane, so sagt sie. Die erste Veröffentlichung galt Dian Fossey, der Mutter der Berggorillas, ihr neues Buch erzählt von "Queen Victoria".

    Die Worte laufen ihr entspannt aus dem Mund, sie hat viel zu erzählen, und es klingt in keiner Weise langweilig. Wenn sie aus ihrem aktuellen Buch liest, dann ist sie historisch gekleidet, festlich. Ein kleines Wunder, in ihrem Camper all ihre Kleider zu transportieren, neben Büchern, und Hundespielzeug, Laptop und Futternapf.

    Denn Naila gehört mit zum Team. Hin und wieder fällt sie in Hilde's Gebell ein, die Beiden schauen sich sozusagen in die Augen. Über sie gibt es eine schöne Seite auf Instagram, die mich persönlich mehr anspricht, als die offiziellen Darstellungen.

    Ich verlinke sie einfach mal.

    https://share.google/Kc4BE0nDIIMHw7B0S

    https://www.instagram.com/jakob_elisa?igsh=M3Rx…

    https://www.instagram.com/nailaswelt2023?igsh=e…

    https://blog.the-british-shop.de/view/zwischen-…

    Wir umarmen uns zum Abschied. Danach fahren wir mit Brigitte noch bis nach Gelnhausen, wo auch unsere Wege trennen. Ihrer führt an den Schreibtisch, während wir über den Besuch bei meiner Tochter' Family zu unserem lieben Elektriker fahren, der in einer Stunde konzentrierter Arbeit die Probleme im blauen Bus behebt.

    Ich versuche, neue Sandalen zu kaufen, was im Geschäft zu einem Ausbruch fröhlicher Heiterkeit führt. Leider sind passende Schuhe nicht zu bekommen, man müsse die neue Saison abwarten.

    Kaum bin ich wieder draußen, beginnt es zu schneien. Wir sind mit meinem Sohn verabredet, um ihn von der Arbeit nach Hause zu bringen, und müssen uns erstmal einen guten Warteplatz aussuchen.

    Wir stehen am Bürgerpark in Braunschweig, die gelben Laternen werfen ein mildes Licht in den Schnee. Gegenüber sind Versicherungen, in einigen Büros wird noch gearbeitet, am Ende der Straße das Hochhaus der Landessparkasse.

    Hilde ruht schon in der Reisetasche, auch ich habe es mir bequem gemacht, mein Sohn muss allerdings die kleine Maus nochmal kurz an die frische Luft lassen, bevor wir ihn zuhause absetzen, und selber einen Schlafplatz suchen.
    ---
    In the morning in Rheinzabern, I get into a conversation with the young woman next to us. Elisa Jakob, a traveling writer between readings and research.

    She writes historical novels, or so she says. Her first book was about Dian Fossey, the mother of the mountain gorillas; her new book tells the story of Queen Victoria.

    The words flow easily from her mouth; she has a lot to say, and it never sounds dull. When she reads from her latest book, she's dressed in historical attire, festive and elegant. It's a small miracle that she manages to fit all her clothes, along with books, dog toys, a laptop, and a food bowl, into her camper.

    Because Naila is part of the team. Every now and then, she joins in Hilde's barking; the two of them practically gaze into each other's eyes. There's a lovely Instagram page about her that I personally find more appealing than the official accounts.

    I'll just link to it.

    https://share.google/Kc4BE0nDIIMHw7B0S

    https://www.instagram.com/jakob_elisa?igsh=M3Rx…

    https://www.instagram.com/nailaswelt2023?igsh=e…

    https://blog.the-british-shop.de/view/zwischen-… n-elisa-jakob-ueber-queen-victoria?em_src=cp&em_cmp=socialmedia/fb/elisajakob&fbclid=IwVERDUAPohMNleHRuA2FlbQIxMABzcnRjBmFwcF9pZAwzNTA2ODU1MzE3MjgAAR4gqT7thlpttQah77oTEvZ7sfmKVuwnjYbzcsA83tg8DA0ITT-1g6PkJLhmnA_aem_Q9Tf3FuAidygIcn3_mwzqA

    We hug goodbye. After that, Brigitte and I drive on to Gelnhausen, where our paths diverge. Hers leads to her desk, while we visit my daughter's family and then head to our dear electrician, who fixes the problems in the blue bus in an hour of focused work.

    I try to buy new sandals, which causes a burst of cheerful laughter in the store. Unfortunately, they don't have any suitable shoes; we'll have to wait for the new season.

    No sooner am I back outside than it starts to snow. We're meeting my son to drop him off at work and first have to find a good place to wait.

    We're standing at the Bürgerpark in Braunschweig, the yellow lanterns casting a soft light on the snow. Across the street are insurance companies; some offices are still occupied, and at the end of the street is the high-rise of the Landessparkasse (state savings bank).

    Hilde is already resting in the travel bag, I've also made myself comfortable, but my son has to let the little mouse out into the fresh air for a bit before we drop him off at home and find a place to sleep himself.
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  • Berenbrock

    January 29 in Germany ⋅ ☁️ -2 °C

    (English Version Below)

    Als wir im letzten Sommer hoch oben in Norwegen an einem Schneefeld gestanden haben, auf dem sich Hilde mehr als glücklich herumwälzt, habe ich gewünscht, dass sie im Schnee des nächsten Winters herumtoben kann.

    Da gab es den Krebs schon fast ein halbes Jahr in ihrem Körper, und Zukunft ist zu einer unbekannten Größe in unserem Leben geworden.

    Mit den Herbststürmen und der Winterkälte ist die Sehnsucht nach Sonne, Wärme und Süden gewachsen, aber merkwürdigerweise sind wir stattdessen im Schnee und in der eisigen Kälte der Winde hängen geblieben.

    Haben immer noch einen Kreis mehr durch den Winter gezogen, weil der Bus seine eigene Schmerzenswelt uns offenbart hat. Und so sind wir wieder bei meiner Tochter' Family angekommen, wo der Winter seine weiße Pracht über die Felder verteilt hat, zu Hilde's besonderen Vergnügen.

    Der Krebs ist noch da, vielleicht ist die Geschwulst sogar ein wenig gewachsen. Manchmal kommt es mir so vor, wenn sie plötzlich intensiv hechelt, nicht glücklich aussieht. Dann mach ich mir Sorgen, und erzähle ihr vom Süden, dem Strand und dem Meer.

    Doch stattdessen sind wir in Winter unterwegs, und ich sehe, dass Hilde glücklich ist. Als Christ denkt man manchmal, dass man Gott vorher fragen sollte, wohin die Reise geht. Ich habe da so meine Schwierigkeiten, denn immer habe ich entschieden, welchen Weg wir einschlagen.

    Jetzt habe ich in einem christlichen Podcast gehört, dass das in Ordnung ist. Gott legt seinen Segen drauf, wenn er meinen Wegen zustimmt, und er wird korrigieren, falls dies notwendig ist.

    So erlebe ich das diesen Winter. Auf Findpenguins habe ich gestern das dritte Kapitel meiner Küstenreise beendet, weil ich eine neue Landkarte aufschlagen wollte. Zuviel Durcheinander hat in den letzen Monaten zu einem Chaos auf der Karte geführt.

    Für dieses Jahr wünsche ich mir klare Strukturen. Die Familie nimmt Hilde heute morgen mit. In Sichtweite des Hauses läuft sie los, um so schnell wie möglich zum blauen Bus, zu ihrem Papa zu kommen. Völlig außer Atem springt sie auf den Sitz, mit einem so glücklichen Gesichtsausdruck, dass mir das Herz aufgeht.
    ---
    Last summer, when we were standing high up in Norway by a snowfield where Hilde was rolling around happily, I wished that she could romp around in the snow next winter.

    The cancer had been in her body for almost half a year, and the future had become an unknown quantity in our lives.

    With the autumn storms and the winter cold, the longing for sun, warmth, and the south grew, but strangely enough, we were stuck in the snow and the icy cold of the winds instead.

    We circled the winter again because the bus revealed its own world of pain to us. And so we arrived back at my daughter's family's place, where winter had spread its white splendor across the fields, much to Hilde's delight.

    The cancer is still there; perhaps the tumor has even grown a little. Sometimes it seems that way to me when she suddenly pants heavily, doesn't look happy. Then I worry, and I tell her about the south, the beach, and the sea.

    But instead, we're traveling through winter, and I can see that Hilde is happy. As a Christian, you sometimes think you should ask God beforehand where the journey will lead. I have my difficulties with that, because I've always been the one to decide which path we take.

    Now I've heard in a Christian podcast that that's okay. God bestows his blessing on my ways if he approves of them, and he will correct them if necessary.

    That's how I'm experiencing it this winter. Yesterday, I finished the third chapter of my coastal journey on Findpenguins because I wanted to open a new map. Too much confusion over the past few months has led to chaos on the map.

    This year, I want clear structures. The family is taking Hilde with them this morning. Within sight of the house, she starts running to get to the blue bus, to her dad, as quickly as possible. Completely out of breath, she jumps onto the seat, her face so happy it warms my heart.
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    Trip start
    January 29, 2026