Folldal
August 11 in Norway ⋅ ☁️ 10 °C
(English Version Below)
SCANDINAVIEN TURN
Day 45
11/08/2026
Folldal, Norwegen
Meine kleine Porridgetütchen sind zuende gegangen, weil ich unklug eingekauft hatte. Der Hintergedanke, dann mal was Norwegisches auszuprobieren, ist allerdings gescheitert.
Zwischen Theorie und Praxis klafft eine tiefe Lücke, ich werde vielleicht jemanden finden können, der es mag.
Morgens ist oft Sonnenschein, da wirkt die Landschaft so frisch und voller Farben schön, wie man das auf Reisen sich so wünscht. Gestern hatten wir auch gleich mal 14°C, was heute erstmal auf über achthundert Metern ausbleibt.
Nach einem langen Regentag mit diversen Trockenphasen haben wir Folldal übernachten. Ganz oben, unterhalb vom Bergbaumuseum, gibt es einen großen Parkplatz, der so gut besucht war, dass wir morgens gleich weggefahren sind.
Eigentlich wollte ich ja ins Dovretal, wo die Moschusochsen leben, und dann die E6 südwärts nach Vinstra fahren.
Aber nach dem Spaziergang mit Hilde sind wir weiter Richtung Ringebu unterwegs, die Straße führt um den Nationalpark Rondane herum, bzw streift ihn seitlich.
Frühstück am Fluss, der durchaus zügig unterwegs ist. Ob die grauen Wolken ihn vielleicht noch einholen. Gegenüber kleine Kiefern, manche Schneisen deuten darauf hin, dass Tiere zum Fluss kommen.
Darüber die runden Berge ohne tatsächliche Spitze, aber rundherum bewachsen. Kühe leben auf den Wiesen im Tal, aber dennoch abseits der Häuser. Hin und wieder ein Bauernhof. Weit verstreut, von grünen Wiesen umgeben.
Schafe am Wegesrand. Sie fressen so ungestört und friedlich. Gestern lagen zwei Schafe mitten auf der staubigen Straße im Tiefschlaf, während wiederholt Fahrzeuge an ihnen vorbeifahren, heben sie nicht einmal den Kopf.
Ich habe seit einer Woche mit niemandem gesprochen. Also mit Hilde und über WhatsApp schon. Und mal beim Tanken in Schweden. Dafür habe ich Gedanken und Erinnerungen. Manches ploppt einfach ungefiltert auf. Das ist nicht angenehm und ich muss damit fertig werden.
Es gibt so Zwischenlösungen. Schubladen zur momentanen Lagerung. Manches braucht noch Zeit, anderes eher eine Klärung, eine ausführende Handlung.
Solche Dinge, die aus den Tiefen des Vergessens auftauchen, können mich erschrecken. An manches komme ich nicht mehr ran. Ich spüre lediglich eine dunkle Anwesenheit.
In der Sonne des Tages verschwinden die Träume der Nacht. Durch die Bewegung des Reisens sind meine Gedanken beschäftigt mit den Schönheiten der Welt, die mich umgeben. Das macht das Leben leichter.
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SCANDINAVIA TOUR
Day 45
August 11, 2026
Folldal, Norway
I’ve run out of my little porridge sachets because I didn't shop wisely. The idea of trying something Norwegian instead, however, didn't work out.
There is a wide gap between theory and practice; perhaps I’ll find someone who likes it.
It’s often sunny in the morning; the landscape looks so fresh and colorful—exactly the kind of beauty you hope for when traveling. Yesterday we even hit 14°C, though that’s not happening today up here at over eight hundred meters.
After a long, rainy day with a few dry spells, we spent the night in Folldal. There’s a large parking lot right at the top, below the mining museum; it was so crowded that we left first thing in the morning.
I had actually intended to go to the Dovre Valley—home to the muskoxen—and then drive the E6 south to Vinstra.
But after a walk with Hilde, we headed toward Ringebu instead; the road winds around Rondane National Park, or rather, skirts along its edge.
Breakfast by the river, which is flowing quite briskly. I wonder if the gray clouds will catch up with it. Small pine trees on the opposite bank; clearings here and there suggest animals come down to the water.
Above them rise rounded mountains—no sharp peaks, but covered in vegetation. Cows graze in the valley meadows, yet stay away from the houses. A farm appears now and then—widely scattered, surrounded by green pastures.
Sheep by the roadside. They graze so undisturbed and peacefully. Yesterday, two sheep were fast asleep right in the middle of the dusty road; even as vehicles drove past them repeatedly, they didn't so much as lift their heads.
I haven't spoken to anyone for a week. Well, except for Hilde and people on WhatsApp, of course. And then there are moments like stopping for gas in Sweden. They bring thoughts and memories with them. Sometimes, things simply surface unfiltered. It isn’t pleasant, and I have to find a way to deal with it.
There are interim solutions—mental compartments for temporary storage. Some things need time; others require resolution or a concrete action.
Things that emerge from the depths of oblivion can startle me. There are some I can no longer reach; I sense only a dark presence.
The dreams of the night fade in the daylight. As I travel, my thoughts are occupied by the beauty of the world around me. That makes life easier.Read more




























