• Flüsse ohne Wasser

    17. Oktober 2025 in Marokko ⋅ ☁️ 28 °C

    Wir reisen immer mit einer Kombination aus Komoot, Google Maps and OsmAnd. Alle Apps zeigen immer wieder Flüsse, die wir überqueren müssen. Die Brücken sind da, das Flußbett auch, aber das Wasser fehlt immer. Nur Geröll und Müll, wo eigentlich Wasser sein soll.

    Doch wo es Wasser gibt oder wer sich Wasser für die Landwirtschaft leisten kann, hat herrliche knallgrüne Felder. Bei einem unserer Stopps heute haben uns drei Frauen auf einem Feld Zucchini gezeigt, die sie gerade geernet hatten, natürlich zur Einfuhr in die EU, alle gleich groß und etwas leicht gebogen.

    In einem kleinen Laden, den Christine im Internet gefunden hatte, schmal und unscheinbar, drei Meter breit und 9 Meter lang, gab es Arganöl zu kaufen. Neben dem Öl gab es aber vor allem Imkerzubehör und Hönig. Der Ladenbesitzer hat 120 Völker, was bei uns in Deutschland schon unter Nebenerwerb läuft. Leider haben wir diesmal keine Bienenvölker gesehen, wie im letzten Jahr in den Bergen von Armenien.

    Wir kommen der Stadt Agadir immer näher und der Verkehr auf der Straße wird mehr. Aber neben den Lastwagen, Pickups und Mopeds gibt es immer noch eine Menge Karren, die von Pferden und Esel gezogen werden. Beide haben hier noch einen täglichen Job zu erledigen.

    Das Ziel heute ist Taroudannt - es heißt, es ist das kleine Marrakesch - was auch stimmt. Das Stadtbild ähnelt sich, aber alles ist von seinen Ausmaßen viel kleiner. Es ähnelt auch ein bisschen der Stadt Münster, statt Mopeds wie in Marrakesch sind hier fast alle Menschen mit Fahrrädern unterwegs - allerdings etwas älter und klapperiger als dort.

    Wir wohnen mitten in der Innenstadt, in einem Stadthaus (Riad) für uns ganz allein. Drei um die Ecke und wir sind an einem großen Platz mit vielen Cafe's am Eingang des Souks, die arabischen Märkte mit vielen engen Gassen und Geschäften.

    Abends ist die Stadt rappelvoll mit Einheimischen, die zum Wochendeinkauf unterwegs sind. Wir lassen uns durch die engen Gassen treiben, kaufen Datteln und Haferflocken und schließen den Tag in einem Café mit frischgepressten Orangensaft und einem gezuckerten grünen Tee mit Minze....

    Alkohol ist hier wie in ganz Marokko verboten, natürlich nicht an den Touristenhochburgen. Hier gibt es fast keine Touristen also auch keinen Alkohol 😁👍 .
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