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Marokko - Atlas, Wüste & Meer

A 31-day adventure by Lasmallos Read more
  • Trip start
    October 3, 2025

    Marrakesch mit Kulturschock

    October 3, 2025 in Morocco ⋅ 🌙 27 °C

    Wir sind in Afrika, alles ist anders! In der Nacht ist unser Taxi vom Flughafen zu unseren Hotel in der Innenstadt immer wieder durch Polizeisperren zum Umdrehen gezwungen worden. Endlich um 2:30 in der Nacht hält der Taxifahrer und lässt uns aussteigen. Ein Mitarbeiter vom Riad der Unterkunft kommt gleich angelaufen. Die Straßen waren so eng, das wir unsere verpackten Räder und das Gepäck auf einen Handkarren umladen mußten. Zwei Männer führten uns durch super enge Gassen und Gänge, Katzen, Müll und Jugendliche auf Mofas - dann eine Tür und das Schild von unseren Hotel. Die Kartons mit den Fahrrädern kamen in einen extra Raum, wir stiegen eine enge Treppe hinauf und standen dann gegen 3.00 Uhr in unserem Zimmer, klein aber schön.

    Nettes Frühstück und sehr nette Menschen. Das Hotel liegt mitten in der Altstadt und ist nur zu Fuß zu erreichen. Bei unseren ersten Spaziergang mussten wir uns erst an den Trubel und die vielen Menschen in den engen Gassen gewöhnen und immer wieder Mopeds von vorn und von hinten. Wir sind einfach vom Strudel der Stadt aufgesogen worden und haben uns mit allem Treiben lassen.
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  • endlich wieder auf der Straße

    October 4, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Fahrradkartons entsorgen wir eigentlich immer, wenn wir angekommen sind, da wir bis jetzt immer von einem anderen Land wieder zurück geflogen sind. Diesmal ist es anders, wir fliegen auch von Marrakesch wieder zurück. 3 km von unseren Hotel gibt es eine Fahrradinitiative, mit Fahrradwerkstatt, Verleih, Café. Es war kein Problem für sie unsere Kartons aufzubewahren. Also haben wir rechts und links einen Karton unter den Arm geklemmt und sind die 3 Kilometer durch die Altstadt gelaufen, durch die Markthalle mit all den anderen Händlern, die ihre Waren oder Einkäufe in Handkarren oder Mofas durch die engen Gassen jeden Tag transportieren. Von allen Seiten wurde uns freundlich zu gelächelt oder belächelt und die deutschen Touristen wunderten sich über die handgefertigten Fahrräder (steht auf dem Kartons,)
    Wer einmal nach Marrakesch kommt sollte sich Pikalabikes.com merken. Sie bieten Stadtführungen mit Fahrrädern an. Eine Holländerin hat die Initiative gegründet. Ziel jungen Mensch Arbeit zu geben: in der Fahrradwerkstatt, als Stadtführer oder im organic Café. Sehr nette und hilfsbereite Menschen dort in der Werkstatt!

    Und dann sind wir endlich wieder mit Fahrrad und Gepäck in einem Wirrwarr auf den überfüllten Straßen. Jetzt beginnt unsere schönste Zeit, um uns herum das Chaos und wir mitten drin. Eben noch im ohrenbetäubenden Lärm und dann fast Stille, Hitze und eine geteerte Straße in Richtung Altlas. Die Landschaft karg und vertrocknet. Immer wieder Siedlungen umgeben von hohen Mauern und dann Lehmhütten mitten auf steinigen Boden.
    Nach fast 30 Kilometern haben wir unser Tagesziel erreicht, aber wir finden unsere Unterkunft nicht. Erst als wir an einer Wand mit Farbe gemalt den Namen sehen und dann wie bei einer Schnitzeljagt gemalten Pfeilen an Hâuserwänden und Wasserrohren folgen stehen wir vor dem Haus - aber es öffnet keiner. Über Booking.com können wir die Vermieterin erreichen per WhatsApp und 3 Minuten später öffnet uns ein junger Mann. Wir stehen in einem kühlen Innenhof mit Wasserbecken. Bekommen gesüßten Tee und lecker Gebäck. Die Dusch danach hatten wir heute auch dringend nötig (33 Grad war echt war )😃.
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  • geteerte Straßen und karges Land

    October 5, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 17 °C

    Nach einem wirklich sehr üppigen Frühstück sind wir noch in der Morgenfrische losgefahren. Es wurde eigentlich ein langweiliger Tag im Sattel. Auf einer geteerten schmalen Straße sind wir durch steiniges und trockenes Land gefahren. Im Straßengraben immer wieder Mühl und dann die ersten sehr scheuen wilden Hunde. Unsere Wasserspritzen gegen wilde aggressive Hund sind noch tief unten im Gepäck. In Ait Ourir dann unsere Mittagspause. Die vegetarische Pizza war leider aus und es sollte eine ohne Fleisch werden. Pizza 4 Saison, dumm gelaufen irgendwie hat er junge Mann den Google Übersetzer nicht verstanden: es gab eine Pizza mit 4 verschiedenen en Fleischarten 😢 war nicht soooo lecker..., Torsten hatte dafür die Fleichplatte mit viel Gemüse.

    Mit der Mittagssonne und 32 Grad und stetig 2-3% Steigung wurde es wieder anstrengender. Am frühen Nachmittag waren wir dann froh, als wir in unserer Unterkunft waren.

    Achso, wir waren etwas klamm an Bargeld, nur Bares ist hier Wahres. Aber es gab kein Geld am Automaten, für uns nicht und auch für alle anderen nicht. Wir haben uns dann dort angestellt wo schon 20 Leute gewartet haben - und Schwarmintelligenz hin oder her, es hat geklappt.

    In den letzten 4 Wochen vor dem Trip lagen wir nacheinander mit Corona und Fieber flach. Wir lassen es daher langsam angehen und starten erstmal leicht und entspannt um wieder ins Training zu kommen😁
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  • mit dem Taxi ins Atlasgebirge

    October 6, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 22 °C

    Die ersten 75 Kilometer mit einem Anstieg auf 2500 Meter haben wir im Taxi gemacht. Tatsächlich stand heute um Punkt 10:00 Uhr das Taxi vor unserer Unterkunft - organisiert durch den Inhaber unserer Unterkunft, zwar etwas widerwillig aber erfolgreich.

    Die Entscheidung war richtig. Es gab viel Verkehr auf der Straße und die Steigung war teilweise hart. Natürlich wieder in der Mittagssonne, sind wir dann durch das Atlasgebirge gestartet. Es geht bergab aber irgendwie auch immer wieder bergauf...Ein beeindruckendes Farbenspiel der schroffen Felsenwelt, karg und trocken lenkt aber gut ab.
    Am frühen Nachmittag hatten wir das Dorf Telouet erreicht. Den arabischen Teil von Marokko haben wir jetzt verlassen, nun sind wir im Gebiet der Berber. Für uns sieht weiterhin alles gleich aus.

    Am Restaurant "Palace de Telouet" sind wir auf deutsch von einem Sachsen aus Leipzig angesprochen worden, im Kostüm vom kleinen Muck. Neben deutsch und französisch sprach er auf jeden Fall auch italienisch mit der Fahrradgruppe neben uns. Ihm scheint das Restaurant zu gehören und er kümmert sich um die Reisegruppen.

    Fahrradreisende sehen wir jetzt häufiger. Die meisten machen die Tour in 10 Tagen, für die wir 4 Wochen planen. Sehenswert ist hier eine Kashba eine typische Festung hier in Marokko.

    Niemand interessiert sich auch hier in den Bergen für uns. Jeder geht seinem Leben nach - was sehr angenehm ist - also keiner will uns irgendwas verkaufen.

    Der Tag endet bei Vollmond auf der Terrasse vom Hotel Kassbah bei einem Tee mit Vollmond .
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  • Die Straße von Kashba

    October 7, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 14 °C

    Wir sind nicht allein unterwegs. Gestern haben wir schon eine Gruppe Italiener mit 3 Männern und 2 Frauen getroffen, heute dann beim Frühstück ein Paar aus Berlin mit Mountainbikes mit BackPacking - also eher das Alter unserer Kinder. Endlich nach 20 Kilometern dann ein Paar aus Frankreich, mit Reiserädern und Ortliebtaschen - also unser Alter 😄 und 3 Monate in Marokko unterwegs.

    Wir trauen uns heute schon an die 50 Kilometer nach Ait Ben Haddou zu. Mit kleinen Pausen klappt alles sehr gut. Ein leichter Fahrtwind macht die 32 Grad wieder sehr angenehm. Eigentlich geht es viel Berg ab aber irgendwie sind immer wieder fiese Steigungen dabei. Die Landschaft ist fast wie gestern. Aber es scheint etwas Wasser zu geben,. Ein kleiner Bach mit einem Rinnsal an Wasser, reicht um drumherum ein Paar grüne Pflanzen wachsen zu lassen. Und immer wieder Dörfer im Nichts und es ist uns ein Rätsel wie Menschen in dieser Gegend überhaupt leben können.

    Alle sind super freundlich begrüßen uns auf französisch, fragen woher wir kommen und wohin wir gehen. Zum Glück reichen unsere kaum vorhandenen Sprachkenntnisse ..

    Unser Ziel heute ist Ait Ben Haddou. Ein Highlight für Marokkoreisende. Die berühmte Kashba, die als Filmkulisse für Games of Thrones und der Klassiker Lawrence von Arabien. Also wir gegen Nachmittag ankamen, reihten sich die Touristenbusse aneinander. Wir hatten dann aber abends das Vergnügen, fast alleine durch die Kashba schlendern zu dürfen👍
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  • zum Hollywood von Marokko

    October 8, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir haben es morgens nicht ganz so früh aus dem Bett geschafft. Die Nacht war laut, eine Gruppe aus Italien hatten unter unseren Fenster noch bis tief in die Nacht Gesprächsstoff der immer wieder laut vorgetragen wurde. Also es dann endlich ruhig war, begannen bellende und heulende Hunde die Stadt zu übernehmen. Also waren wir erst kurz vor 10:00 Uhr auf der Straße N9 in die nächste Stadt Ouarzazarte mit den Altlas-Filmstudios. Der Verkehr war spürbar vmehr als die Tage vorher. Viele Touristen, die sich in großen Geländewagen das Land zeigen lassen, Reisebusse, LKWs und Motorradfahrer meist aus Spanien.

    Also kurz gesagt keine empfehlenswerte Strecke auf dem Fahrrad. Mit wenig Schlaf setzte uns die Hitze heute weit mehr zu als sonst. Nach 5 Kilometern haben wir die erste Pause gemacht und in einem Café einen pferdeumhauenden starken grünen Tee getrunken (genannt Berber Whisky) der unseren Blutdruck gleich mal verdoppelt hat. Wir haben uns so durch den Tag gequält um uns dann in einem wenigstens schönen Hotel zu entspannen. Kostet 4 x soviel wie die Nächte in den Bergen und ist dafür aber auch wirklich schön.

    Die Stadt wirkt an vielen Stellen neu und aufgeräumt. So nett, das wir gern eine Nacht drangehängt hätten, aber ab morgen ist alles ausgebucht.

    Die nächsten 70km Kilometer morgen fahren wir wieder mit dem Taxi, wir haben keinen wirklichen Spaß auf der Straße von heute zu weiterzuradeln. Berber Whisky werden wir zukünftig beim Fahren nicht mehr trinken.😢
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  • mit dem Taxi ins Tal der Dattel-Palmen

    October 9, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 28 °C

    Eine Autostunde mit dem Taxi hätte uns zwei volle Tage auf dem Fahrrad gekostet. Es ging extrem bergauf und ab mit viel Verkehr und immer gleichen kargen und steinigen Bildern.
    Wir waren über unsere Entscheidung sehr glücklich.

    Agdz ist wieder eine kleine Stadt im Nichts. Im Café um die Mittagszeit wieder 32 Grad. Im Juli / August gab es dieses Jahr schon Temperaturen über 50 Grad. Das Leben hier ist wieder einfach, alle gehen Ihren Geschäften und Jobs nach, überall ein Gewusel aus meist alten Autos, Mopeds und natürlich Menschen.

    Beim Abendessen am Marktplatz in einem kleinen Café würden wir vom einem Genie, George aus Griechenland unterhalten. Er war schon auf der ganzen Welt unterwegs, hat ein Luxushotel in Hannover und fliegt in ein Paar Tagen nach Berlin zur Premiere seines Kinofilms. In Agdz lebt er aus gesundheitlichen Gründen. Er hat her gerade ein Haus gekauft und wird hier ein großes Hotel bauen., damit sich die Stars aus Hollywood hier erholen können. 🤣Während wir gegessen haben, hat er am Telefon einen 911 Porsche, Cabrio bestellt. Seine Mutter hat 21 Sprachen gesprochen und arbeitete als Übersetzerin für Henry Kissinger und dann Helmut Kohl. Es war eine spannende Stunde mit seinen Erzählungen und seinen ganzen Bekannten aus Hollywood. Man soll ja nicht auf das Äussere eines Menschen schließen, aber wir waren doch etwas skeptisch gegenüber seinen Geschichten, ihm fehlen die Schneidezähne vorne.

    Wir sitzen jetzt wieder allein auf unserer Dachterrasse vom Riad und genießen den lauen Abend und das wunderschöne Abendlicht.
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  • Eine Nacht im Museum

    October 10, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 17 °C

    Rauchgeruch hat uns heute Nacht geweckt. In unseren Zimmer war alles gut, im Innenhof roch es etwas nach Verbrannten, aber wir konnten nichts feststellen. Trotz der nächtlichen Unterbrechung waren wir um 7:30 Uhr wieder auf der Straße. Das Wetter war mit 18 Grad sehr kühl und angenehm. Die Fahrt begann im Palmenhain und führte durch viele kleine Dörfer mit Kindern, die auf den Schulbus warteten. Gegen Mittag hatten wir fast 30 Kilometer geschafft und haben unsere Mittagspause in einen Restaurant an der Straße gemacht. Das Thermometer war wieder bei 32 Grad.

    Wir haben uns dann eine Unterkunft in 20 Kilometern gesucht - länger haben wir bei der Hitze nicht geschafft. Zum Ende der Strecke würden die Kinder an der Straße oder in den Dörfern auch immer nerviger und wollten erst Süsses, dann Geld und am Ende auch noch Christines Apple Watch. Ein Verhalten, das wir bis dahin nicht kannten

    Die Unterkunft heute ist sehr traditionell. Wir schlafen in einer alten Burg aus Lehm (Kasbah) - alles sieht aus wie im 18. Jahrhundert. Also eine Nacht im Museum. Es gibt natürlich keine Klimaanlage und wir schwitzen und so langsam in den Schlaf😅
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  • die Wüste kommt immer näher

    October 11, 2025 in Morocco ⋅ 🌙 17 °C

    Die Nacht in der Kasbah war heiß und stickig. Wir haben wenig geschlafen. Der Muezzin hat uns morgens um 5:30 Uhr zum Gebet geweckt. Die Moschee stand unseren Zimmer genau gegenüber. Der Lautsprecher war nicht zu überhören. Wir waren dann auch um 7:00 Uhr wieder auf der Straße als die Sonne gerade aufging. Endlich kühle Luft. Wir waren alleine auf den Straßen und kamen super voran.

    Nach einigen Kilometern kam der Gegenwind und wir mussten heftig in die Pedale treten. Der Wind brachte auch den Sand, der Boden wurde immer sandiger und wir fühlen uns auf Wüstentour...

    Bei einer Pause in einem Palmenhain hielt ein Mann auf einem Moped genau neben uns und wir dachten wir sollten etwas kaufen - aber wir bekamen frische Datteln direkt von einer Palme geschenkt! Etwas verdutzt haben wir versucht Kekse dafür zu tauschen, er bedankte sich und nahm einen.

    Mit jedem Kilometer wird es trockener, Regen fehlt, ganze Palmenhaine vertrocknen langsam. Diese großen normalerweise grünen Pflanzen verdorren zu sandigem grau und es bleibt nur noch ein Stumpf. Immer wieder wurde uns der Klimawandel als Ursache für das vertrocknete Tal genannt.

    Das Ziel ist heute Zagora, eine Großstadt am Anfang der Wüste. Es entstehen immer wieder neue Häuser, es wird viel gebaut.

    Mittags sind wir da und essen in einem Restaurant mitten in der Stadt. Viele Franzosen und auch einige Deutsche machen hier mit ihren Wohnmobilen halt und sitzen auch im Restaurant.

    Dir Schule ist aus und es kommen hunderte von Jungen und Mädchen an uns vorbei und gehen ins Wochenende. Junge Menschen sind überall auf der Welt gleich so auch hier, der Unterschied hier ist die Mode der Mädchen mit der Verschleierung.

    Im Hotel gibt es natürlich genug Wasser für den Pool und die Dusche und wir hören auch wieder Vogelgezwitscher, was es lange nicht mehr gab.
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  • die Wüste schleicht sich an

    October 12, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 32 °C

    Eine Nacht in der Wüste ist der Hit! Wir haben einen Trip gebucht und sind mit einer Gruppe Jungs aus den Niederlanden und einem jungen Couple aus Italien unterwegs . Die Fahrt dauerte schon über 4 Stunden mit dem Geländewagen und davon 2 Stunden off-Road, also einfach so über das Land. Wir wurden herzlich von drei Berber Männer in unserem Zeltlager empfangen und später auch bekocht und musikalisch bis spät in die Nacht unterhalten. Aber erst ging es auf dem Höcker von Dromedaren durch Sanddünen dem Sonnenuntergang entgegen. Wir sind dann auf eine höhergelegene Düne gestiefelt und haben uns dann einen bewölkten Sonnenuntergang angeschaut. Danach dann wieder auf diesen Wüstentaxis zurück. Es gab 2er und für die Gruppe 3er-Zelte. Das Abendessen super lecker und traditionell.

    Morgens ab 7:00 dann der Sonnenaufgang wieder auf die Sanddüne gestampft, ganz schön frisch gewesen und Wolken 🥲. Naja den ganzen Tagen haben wir ja sonst wolkenlosern Himmel. Nach dem Frühstück ging's dann wieder Offroad mit dem Landrover zurück.

    Die ganze Veranstaltung hat von uns die volle Punktzahl erhalten👍

    PS: Wasser war etwas knapp und wir haben uns selbst volle Flaschen mit Wasser zum Trinken gekauft. Toilette und Dusche ging so mit Wasser von dort.

    Eine gute 4G Handyverbindung ging überall😀 so dass wir über WhatsApp auf einer Düne im Sonnenuntergang nach Hause telefoniert haben.
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  • Westwärts Richtung Atlantik

    Oct 14–18, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 24 °C

    Die Nacht war total laut - eine Horde wilder Hunde ist kläffend durch die Straßen gezogen und hat uns um einige Stunden Schlaf gebracht.

    Die Entfernung zur nächst möglichen Unterkunft betrug heute 88 km, für uns also neun Stunden im Sattel. Wie immer wollten wir vor dem Dunkelwerden ankommen. Also sind wir morgens um 7:30 Uhr wieder ohne Frühstück los. Es war noch sehr kühl mit 13 Grad, also sind wir mit langärmligen Klamotten losgefahren. Nach 2 Stunden knurrte uns der Magen und im Schatten eines verfallenden Schuppens haben wir köstliche Haferflocken mit Obst gegessen.

    Mittags ist eine Chinese auf seinem Mountain-Bike zu uns gestossen. Wir konnten uns nur über den Google Übersetzer unterhalten. Aber er war ein komischer Kerl, der sich über unser vieles Gepäck lustig gemacht und uns ausgelacht hat, dass wir immer mehr für Ünernachtungen bezahlen als er. Er wollte sich uns bis zur nächsten Stadt anschliessen. - leider erst in gut 60 km 🤣- wir sind ja eigentlich sehr offen für Bekanntschaften, aber hier kam wirklich kaum eine Kommunikation zu stande. Wir sind ihn dann erst abends am Hotel losgeworden, weil er eine billigere Unterkunft für 10 Euro finden wollte.

    Es ging den ganzen Tag fast immer leicht bergauf, oder aber bergab bergauf im Wechsel mit Gegenwind ab Mittags . Blöderweise haben wir immer Gegenwind... was echt anstrengend war. Ein Deutscher mit seinem Neffen hat uns aus seinen Auto heraus abgekämpft am Berg gesehen und ist extra umgedreht, mehrere Kilometer zurück zum nächsten Laden gefahren, um für uns eine Flasche Wasser und Zimt Schnecken zu kaufen.

    Die Zimmer abends im Hotel war dann mal wieder das Highlight des Tages. Es gab eine super warme Dusche, ein sauberes Zimmer mit Fenster zum Berg und zu öffnen ( oft sind sie zu klein)und leckeres Essen...

    Den ganzen Tag auf dem Fahrrad ist eine wunderbare Gelegenheit mal alle wichtigen Podcasts und liegen gebliebenen Musik zu hören:

    Torsten:
    Musik: The Big Push / Busking sessions
    Podcast: Ronzheimer mit Matthias Döpfner,
    Hotel Matze: Dr. Hanna Heikenwâlder, Krebsforscherin, Check-In mit Philip Sievers,
    mdmeets: Sam Altmann, Alman Arabica, Folge 405, 404

    Christine: Musik Joan Baez
    Coffee Break French ( französisch für Anfänger 😅)
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  • nerviger Gegenwind & Katzenpisse

    October 15, 2025 in Morocco ⋅ ☁️ 24 °C

    Irgendwie können wir uns auf keinen neuen Tag wirklich verlassen, es kommt immer anders als geplant. Heute hatten wir lockere 68 km auf dem Zettel, immer nur bergab und kühlen Rückenwind. Also sind wir noch entspannt um 08:00 Uhr zum Frühstück gehangen, haben danach noch mit einem ehemaligen Marokko Radreisenden ( unserem Küchenlieferant von gestern) und seinem Neffen geplaudert und saßen dann eine Stunde später wieder bei kühlen 16 Grad auf dem Fahrrädern.

    Die Straße ging immer etwas bergauf, aber nie immer bergab und manchmal dann wirklich richtig hoch. Nach einer Stunde kam Wind, nicht kühl, nicht von hinten, sondern staubig von vorn 🥲 Natürlich stieg auch die Temperatur relativ schnell wieder auf über 30 Grad - der Tag wurde schon vor unserer Mittagspause in Aoulouz anstrengend.

    Aoulouz ist ein Ort in dem viele Menschen in kleinen Werkstätten schweißen, sägen, hämmer, Autos reparieren oder in vielen kleinen Cafés sitzen mit einem kleinen Glas Tee oder Café. Wir hielten bei der Pizzaria Venezia und bekamen eine hervorragende vegetarische Pizza, alle guter Dinge sind drei!! Sie war rein vegetarisch!!! Zwischen unseren Beinen bettelte eine Katze, die dann von Christine ein Stück vegetarischen Pizzarand zugeworfen bekam. Die Katze hatte wohl mehr erwartet und pisste erst an mein Hinterrad, kam dann locker mauuend zurück an unseren Tisch und pisste mir gleich nochmal über meinen Rucksack auf dem Fußboden. 😡

    Es begannen wieder anstrengende 4 Stunden auf dem Fahrrad, heiß, bergauf, mit Gegenwind und immer Katzenpisse in der Nase.

    Die Landschaft hat sich hier unten verändert. Nun finden wir viel mehr landwirtschaftlich genutze Flächen. Typisch für die Gegend sind die Arganbäume, aus deren Früchten das kostbare Arganöl häufig von Frauen Kooperativen hergestellt wird. Die Arganbäume soll es nur in dieser Gegend geben, da die Bäume kaum Wasser benötigen.

    Natürlich überholen uns am Nachmittag Schulkinder ganz locker in Badelatschen auf ihren alten Mountainbikes, von Anstrengung keine Spur.

    Abends dann aber ein schönes Hotel mit Pool und gutem Essen.
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  • Flüsse ohne Wasser

    October 17, 2025 in Morocco ⋅ ☁️ 28 °C

    Wir reisen immer mit einer Kombination aus Komoot, Google Maps and OsmAnd. Alle Apps zeigen immer wieder Flüsse, die wir überqueren müssen. Die Brücken sind da, das Flußbett auch, aber das Wasser fehlt immer. Nur Geröll und Müll, wo eigentlich Wasser sein soll.

    Doch wo es Wasser gibt oder wer sich Wasser für die Landwirtschaft leisten kann, hat herrliche knallgrüne Felder. Bei einem unserer Stopps heute haben uns drei Frauen auf einem Feld Zucchini gezeigt, die sie gerade geernet hatten, natürlich zur Einfuhr in die EU, alle gleich groß und etwas leicht gebogen.

    In einem kleinen Laden, den Christine im Internet gefunden hatte, schmal und unscheinbar, drei Meter breit und 9 Meter lang, gab es Arganöl zu kaufen. Neben dem Öl gab es aber vor allem Imkerzubehör und Hönig. Der Ladenbesitzer hat 120 Völker, was bei uns in Deutschland schon unter Nebenerwerb läuft. Leider haben wir diesmal keine Bienenvölker gesehen, wie im letzten Jahr in den Bergen von Armenien.

    Wir kommen der Stadt Agadir immer näher und der Verkehr auf der Straße wird mehr. Aber neben den Lastwagen, Pickups und Mopeds gibt es immer noch eine Menge Karren, die von Pferden und Esel gezogen werden. Beide haben hier noch einen täglichen Job zu erledigen.

    Das Ziel heute ist Taroudannt - es heißt, es ist das kleine Marrakesch - was auch stimmt. Das Stadtbild ähnelt sich, aber alles ist von seinen Ausmaßen viel kleiner. Es ähnelt auch ein bisschen der Stadt Münster, statt Mopeds wie in Marrakesch sind hier fast alle Menschen mit Fahrrädern unterwegs - allerdings etwas älter und klapperiger als dort.

    Wir wohnen mitten in der Innenstadt, in einem Stadthaus (Riad) für uns ganz allein. Drei um die Ecke und wir sind an einem großen Platz mit vielen Cafe's am Eingang des Souks, die arabischen Märkte mit vielen engen Gassen und Geschäften.

    Abends ist die Stadt rappelvoll mit Einheimischen, die zum Wochendeinkauf unterwegs sind. Wir lassen uns durch die engen Gassen treiben, kaufen Datteln und Haferflocken und schließen den Tag in einem Café mit frischgepressten Orangensaft und einem gezuckerten grünen Tee mit Minze....

    Alkohol ist hier wie in ganz Marokko verboten, natürlich nicht an den Touristenhochburgen. Hier gibt es fast keine Touristen also auch keinen Alkohol 😁👍 .
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  • eine staubige Strecke nach Agadir

    October 18, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 23 °C

    Der Tag war staubig, schwül und mit fast 80 km sehr lang. Gegen 18:00 Uhr waren wir erst im Hotel in Agadir.

    Den ganzen Tag wehte ein heftiger Wind den Sand immer wieder auf, so daß wir oft wie in einer Sandwolke gefahren sind.

    Bei unseren ersten Café Stopp an einer Tankstelle, zeigte uns der Inhaber seine Küche und wie er Tagine kocht, das bekannteste Gericht in Marokko. Huhn, Kartoffeln und Gemüse wird in einer Schale mit einem Deckel über dem Feuer gekocht, bis alles gar ist.

    Mittags gab es keine weitere Möglichkeit etwas zu Essen, so daß wir erst nachmittags an einer Tankstelle noch eine Portion Rührei mit Brot bekommen haben.

    Wir waren total durchgeschwitzt und alles klebte nur noch auf der Haut, als wir dann abends in Agadir ankamen. Die Stadt ist riesig und wir mussten 12 km quer durch die Stadt radeln. Einer für uns jetzt völlig ungewohnten Verkehrssituation mit super starken Autoverkehr und aggressivem Fahrstil, vielen Kreiseln mit merkwürdigen Regeln aber auch Ampeln. Das gab es für uns so noch nicht in Marokko. Wir waren fix und fertig als wir am Hotel ankamen.

    Es war Samstagabend und bis fast Mitternacht war der Autolärm so stark, dass wir keine Auge zu bekommen haben.
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  • am atlantischen Ozean

    October 19, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 25 °C

    Eigentlich wollten wir an der Strandpromenade frühstücken. Aber gleich nach den ersten Metern sind wir an einem netten Café vorbeigekommen und hängen geblieben.

    Wir sind dann mit einer Frau neben uns ins Gespräch kommen und haben uns dann sehr nett mit ihr zwei Stunden verquatscht - so daß wir beim Abschied glatt vergessen hatten zu bezahlen und die Bedienung hinter uns her kam.

    Johanna lebt schon mehrere Jahre hier in Agadir und kommt ursprünglich aus London. Dort hat sie als Friseuse gearbeitet, konnte und wollte sich das Leben dort aber nicht mehr leisten. Kurzum hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet hier als yoga-Lehrerin.

    Am späten Vormittag sind wir dann auf der Strandpromenade angekommen. Leider mit bedecktem Himmel. Der Strand war voll mit Menschen - Sonntag mit Einheimischen und jetzt auch mit vielen Touristen.

    Wir sind dann aber weitergefahren, die nâchsten 25 km nach Taghazout, einem angesagten Surferhotspot. Vorbei an den großen Hotelanlagen von Hyatt, Tui und Radisson.

    Hier in Taghazout haben wir uns eine einfache Wohnung für 30 Euro genommen und sind dann endlich an den Strand gegangen und zum ersten Mal ins kühle Meer.

    Abwechselnd erst ich und dann sollte Christine gehen, damit wir unsere Wertsachen nicht so rumliegen haben. Aber plötzlich stand Christine schon neben mir. Eine junge Marokkanerin aus Hannover, Bremerode hatte auf deutsch gefragt, ob sie auf unsere Sachen aufpassen sollte.

    Sie besucht ihre Mutter in Agadir mit ihrer Familie und ist ausgebildete MTA und arbeitet in Bremerode in einer Apotheke. Ist aber erst seit 10 Jahren in Deutschland und spricht fließend deutsch. Das zweite nette Gesprâch heute😀.
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  • Zwischen Ozean und Wüste

    October 20, 2025 in Morocco ⋅ 🌙 22 °C

    So langsam machen uns die nächtlichen Hunderudel mürbe. Schon wieder eine Nacht mit super lauten Kläffern, als ob fünf Hunde neben unserem Bett stehen.

    Morgens unsere Haferflocken mit Joghurt und Obst und dann unsere 2x5 Ortliebtaschen aus dem 5. Stock runter auf die Straße. Die Fahrräder hatten wir in der Küche im Nebengebäude untergebracht, in dem junge Surfer noch selig in ihrem 6- Bettzimmer schnarchten

    Nun also Küstenstraße bergauf und ab. Links der Atlantik und rechts die Wüste. Mehrere Kilometer nichts, dann eine schöne Hotelanlage und dann wieder nichts. Wir hatten Rückenwind un peu, juhu und kamen richtig gut voran.

    Quadfahren und Dromeda Reiten in den riesigen Dünen, sind jetzt im Angebot und warten an der Straße auf Kunden. Wir machen dann endlich Mittagspause im Banana-Restaurant mit Tagine und Huhn, Fleischspieße und viel Salat. Sehr lecker - mitten zwischen Bananenbäumen.

    Heute mussten wir endlich mal ausschlafen und haben uns für ein Zelt in einer kleinen Zeltstadt etwas abseits der Straße in der Wüste entschieden - Glamping 😀-- sehr nette junge Menschen arbeiten hier. Abends würde dann für uns und 2 Französinnen gekocht. Ein Salatbuffet, war richtig gut mit einer übervollen Fleischplatte. Wir haben nicht mal ansatzweise die hälfte geschafft...
    Die Nacht war kühl und super ruhig. Endlich mal wieder richtig tief und lange schlafen.
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  • Flickzeug und GBytes nachkaufen

    October 21, 2025 in Morocco ⋅ 🌙 22 °C

    Zufällig ist uns aufgefallen, das unser Flickzeug für die Fahrräder fehlt. Wir hatten es zum ersten Mal in einer extra kleinen Tasche am Fahrrad von Torsten. Eine Tasche zuviel und nur fehlt sie.

    Auch Christines WIFI GB waren verbraucht, so daß wir zusätzliche GB nachkaufen mussten. Torsten ist dann als Sozius auf einem Moped in die nächste Stadt mitgefahren und hat beides irgendwie gekauft. Dafür kamen wir in den Genuss eines freien Tages am Pool mit Merr- und Dünenblick.

    Morgen kann es dann wieder weiter gehen.
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  • Die Bergetappe

    October 22, 2025 in Morocco ⋅ 🌙 22 °C

    Wie auf jeder Reise so auch diesmal, eine reine Tour bergauf über eine Strecke von 20 Kilometer. Ab 10% Steigungen ist für die Beine kein Vergnügen mehr, leider waren einige Passagen darüber und wir waren dementsprechend langsam.

    Weg vom Atlantik und wieder hinauf in die Berge, um dann nach 4 Stunden total durchgeschwitzt in Imsouane anzukommen. Wieder ein Surfer Hotspot - aber diesmal nicht so überlaufen und irgendwie sympathisch. Nur junge Menschen mit durchtrainierten und braungebrannten Körpern mit Surfbrettern unterm Arm, kommen und gehen zum Strand, arbeiten in Restaurants oder vermieten Appartments - alles entspannt, gut gelaunt und ohne Drogen oder Alkohol. Wir waren stinklangweilig einfach nur im Meer baden...

    Wir fühlen uns 40 Jahre zurück versetzt nach Mexico und dort nach Playa Del Carmen, das wir beide ja mit einem ähnlichen Lebensgefühl verbunden haben.
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  • ein Tag im Nebel

    October 23, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute hat uns nach den ersten 20 km ein Nebelschleier überzogen. Der schöne Blick auf den Atlantik fiel deshalb heute aus. Dabei ging es so schön an der Steilküste bergauf. 😢 Erst als wir in unserer Unterkunft waren, löste sich der Nebel auf und wir konnten gerade noch den Sonnenuntergang sehen.

    Mitten im Nebel trafen wir dann tatsächlich noch einen Radreisenden, Francois aus Frankreich mit einem Anhânger auf dem er sein Surfbrett festgeschnallt hatte. Er war im Sommer aus der Bretagne gestartet und hat seine letzten Wochen vor sich.

    Abends gab es ein Gemeinschaftsessen. Mit am Tisch saßen eine Ehepaar aus Kiel (unser Alter) , die auch ihr Surfbrett dabei hatten, aber mit dem Auto unterwegs sind. Dann noch 5 Mallorkiner, die mit ihren 5! Geländewagen von Mallorca angereist waren und hier zwei Wochen Offroad fahren wollen. Das machen sie 2x im Jahr...
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  • Wer sein Fahrrad liebt - der schiebt

    October 25, 2025 in Morocco ⋅ ☁️ 21 °C

    Die Zeit ist heute so langsam durch den Tag geschlichen und jeder Kilometer hat fest auf der Straße geklebt, das wir manchmal dachten, wir schaffen unsere 50 Kilometer nicht mehr bis es dunkel wird .

    Die Straße hatte eine krasse Steigung und war unbefestigt, so dass wir viel schieben mußten, fahren war einfach nicht machbar, selbst im einfachsten, kleinen Gang nicht.

    Und schließlich wurde die Luft im Hinterreifen von Torsten immer weniger. Wir waren mitten in der Prärie, keine Menschen weit und breit plus einer Luftpumpe die durchgebrochen ist. Also jetzt auch auf gerade Strecke die letzten 30 Kilometer schieben.

    Aber uns wurde geholfen. Wir kamen an einer Straßenbaustelle vorbei, wo gerade 3 jung Bauarbeiter auf ihren großen Radladern Mittagspause machten. Christine hat um Hilfe und ich stellte meinen Podcast von Thilo Mischke über die Äußerungen unseres Bundeskanzlers über arabische Jugendliche mal schnell leise. Denn gerade solche kamen auf uns zu und schauten sich unser Problem an. Einer ging zurück und stieg auf einen Radlader, kramte in einer Metallliste in allem möglichen Zeug rum und hielt dann einen Schlauch und eine Ventil mit Luftdurchmesser hoch. Er ließ den Radlader an und am Motor starteten sie einen Kompressor, der Luft durch den Schlauch und das Ventil bließ. Leider ohne Erfolg. Ein anderer ging los und holte eine Plastiktüte und dichtet den Schlauch am Kompressor ab. Ich dachte das wird nie was, aber nach einigen Versuchen funktionierte es doch und mein Hinterreifen hatte wieder genügend Luftdruck. Alle freuten sich, wir aber besonders.
    Als Dank wollte ich ihnen Geld geben, aber sie verneinten lachend. Das haben sie gern gemacht.

    Durch die unverhoffte Hilfe sind wir dann am spâten Nachmittag in Sidi Kaouki angekommen, wieder einem Surfspot mit traumhaften kilometerlangen Sandstrand und einigen wenigen Unterkünften und Restaurants.

    Zeit für einen Café und ein verspätetes Mittagessen. Der Inhaber begrüßte uns gleich auf Deutsch, sein Bruder arbeitet in Stuttgart bei Daimler und sein Schwager in Frankfurt auf dem Bau. Ich erzählte ihm von meiner zerbrochenen Luftpumpe. "Laß uns zu einem Laden gehen nicht weit von hier, dort Frage ich für Dich". Also gingen wir los. An einer Art Schuppen hielt der an und schob den Esel beiseite, der vor dem Eingang stand, dann stiegen wir über einige Sack Zement, bis wir vor einem kleinen staubigen Tresen im Halbdunkel standen. Ich zeigte meine gebrochene Luftpumpe und der junge Mann hinter dem Tresen drehte sich zu einem Regal mit Maulkörben für Hunde, Packungen mit Dübel und verschiedenen Größen von Sägeblättern um und zog eine neue Fahrradstandpumpe hervor. Für den Preis musste er erst seinen Chef anrufen, "7 Euro" kam als Antwort - mehr als fair!

    Trinkgeld wollte natürlich auch keiner haben.

    Als wir abends im Restaurant saßen und auf den langen Strand schauten, wo Bibi & Tina mit ihren Pferden um die Wette ritten und ein Esel 5 Dromedare zurück ins Dorf führte, hatten wir einen für uns tollen Tag hinter un, auch wenn die Beine etwas lahm waren
    Q1😀
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  • die letzten 30 Kilometer der Reise

    October 26, 2025 in Morocco ⋅ ☁️ 21 °C

    Auf der letzten Strecke von Sidi Kaouki nach Essaouira haben wir endlich strahlenden Sonnenschein, keine großen Steigungen mehr und einen wunderschönen Blick auf den Ozean. Die letzten Kilometer schieben wir den langen Strand entlang, bis wir in der Stadt sind.

    Nun liegen fast 900 Kilometer auf dem Fahrrad durch Marokko hinter uns. Wie immer sind wir von unserem Reiseland begeistert! Die Menschen haben uns überall freundlich aufgenommen und die total unterschiedliche Natur ist faszinierend.

    Wir sind etwas stolz und sehr dankbar, das wir unserem Körper diese teilweise doch großen Strapazen zumuten können - und, dass wir beide sehr große Freude an dieser Art zu Reisen haben.
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  • Cool down & shopping

    October 27, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir haben mit Essaouira einen tollen Ort gefunden, um die nächsten Tage mal in Ruhe zu genießen: mit langen Spaziergängen am Strand, einer kurzen Abkühlung im Meer, in Cafe's rumsitzen und im Souk zu shoppen.

    ..... Inshallah kommen wir sehr gern wieder hierher !
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  • Good Bye Marokko

    November 1, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 27 °C

    So, unsere letzten Tage in Marokko brechen an. Wir sind mit dem Bus von Essaouira nach Marrakesch gefahren, wo unsere Reise vor 4 Wochen begonnen hatte.

    Die Jungs vom Bike Shop Pikala Bikes haben unsere Fahrradkartons in den letzten 4 Wochen sicher verwahrt. Sie selber sind oft dem Fahrrad in Marokko unterwegs und es war einfach schön mit welcher Begeisterung sie uns von ihren Touren erzählen und uns Bilder zeigten. Gleichzeitig waren sie sehr an unserer Ausrüstung interessiert und wir konnten uns super austauschen.

    Nun sitzen wir auf der Dachterrasse unseres Riad über den Dächern von Marrakesch und genießen einen weiteren Sonnentag, bevor wir nachher noch in unsere fast schon Stamm Café gehen und noch einen letzten grünen Tee mit Minze und viel Zucker trinken.

    Wir hatten eine wunder schöne Zeit:
    - kein Magen-Darm Infekt 👍
    - kein Pflaster verbraucht
    - wir mussten keinen Reifen flicken
    - uns wurde selten ein Teppich angeboten, dafür viel Minztee
    - die Berber sind sehr zurückhaltend und möchten nicht fotografiert werden
    - die Straße in Marokko sind super!!
    - trotz französischer Sprache, sind wir gut mit Englisch durchgekommen
    - vor Kinder und Jugendliche in Marrakesch, die helfen wollen sollte man einen Bogen machen 😂
    - die Kamele hier sind eigentlich Dromedaren 🙈
    - wilde Hunde gibt es keine mehr, als Gastgeberland der Fußball WM mußten sie verschwinden.

    Vielen Dank an Euch, dass ihr uns begleitet habt!!! 😍

    Wir werden auf alle Fälle noch mal nach Marokko kommen, inshallah!
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    Trip end
    November 2, 2025