• Bis in den Abend

    19.–21. sep. 2025, Schweiz

    Mit Natalia zog ich zum Wasserfall. Endgültig alleine überschritt ich die Brücke hinein ins Herdenschutzgebiet. Das beunruhigte mich sehr. Steil und unwegsam war es. Am See zog ich vorbei ohne Badepause. Die Zeit drückte!
    Die Jagdhütte unterwegs war so schäbig wie damals, als ich mit Ralf und Michel, ca. 12 Jahre alt, in der Gegenrichtung unterwegs war. Es folgte ein langer, langer Anstieg. Ich wurde müde, erschöpft. Jetzt musste ich meine Konzentration erhöhen, denn ich spürte, dass jetzt Unfälle mit mir passieren konnten. Bezüglich der Kraft hatte ich wenig Spielraum. Ein Vogel schreckte vor uns auf. FM musste ich aus dem Jagdtrieb holen, beruhigen.
    Und dann war da diese wunderschöne kraftvolle Natur. Capanna Sponda, Pizzo Forno, den Weg dahin, Cala, Doro, all das sah ich. Dort, beim Ahornhaus sitzen sie nun alle und ich bin hier hoch oben, allein. Ein schöner Tag mit ihnen klang in mir nach, so offen und wissbegierig waren sie, wertschätzend, aufmerksam.
    Kaum erreichte ich den Passo, traf ich vier Menschen, die auf den Via Alta unterwegs waren.
    FM und ich pausierten, ließen die Anderen gehen. Was für ein Panorama in der Stille dann. Der Weg, der folgte, war sehr ausgesetzt mit Ketten zum Sichern, Treppen, schräge Felsplatten. Mächtig zwischen Fels und Grashängen, aber immer auf einem Pfad. Gegen 18 Uhr erreichte ich die Hütte und konnte noch die warme Abendsonne genießen.
    Capanna Cognora war edel eingerichtet. Lebensmittel, Getränke, Gas, Ofen, ein Brunnen, eine Edeldusche, alles vom Feinsten. Die Gäste saßen beim Bier und erzählten laut von sich. Gott sei Dank war Christian aus Basel ein netter Gesprächspartner. Er zeltete in einem Black Diamant Zelt, 800g schwer, in der USA bestellt und damit billiger.
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