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Mal wieder im Tessin

Et 23-dags eventyr af Anflei & Ralf Læs mere
  • Start på rejsen
    13. september 2025

    Regen in der Nacht

    13.–15. sep. 2025, Schweiz ⋅ 🌧 12 °C

    Vormittags holten wir die Apfelernte von unseren zwei Bäumchen ein und nahmen noch in Lichtenberg am Burgfest teil. Nachmittags starteten wir und kamen bis Sufers. Dort kann man am Dorfrand sein Wohnmobil gegen Entgelt abstellen und übernachten: Toiletten, Spielplatz, kleine Ballspielflache, Badestelle, Picknickplatz, Ruhe trotz Hauptautostraße in den Süden in der unmittelbaren Nähe und Hundebeutelkasten, kurz gesagt, alles war da. 25 Franken und ein schöner Ort oberhalb.Læs mere

  • Schachmatt

    14. september 2025, Schweiz ⋅ ⛅ 18 °C

    Übelkeit, Schwindel, weiche Knie, müde, ....ach ja mal was trinken und essen! Nur mühsam kam ich aus diesem Teufelskreis heraus. Nach Wasser, trockenem Brot und Nüssen und Pausieren war die Übelkeit weg. Lief ich weiter, kam sie wieder. Ich aß wieder etwas und trank dazu und ganz langsam konnte ich laufen ohne Übelkeit. Trotzdem schleppte ich mich hoch. Oben vor dem Rifugio Gana Rossa schauten mich zwei junge Schweizer neugierig an, Gabriel und Oliver...
    Später funktionierte mein Handy nicht. Ich könne nur telefonieren, wenn ich Geld einzahle. Jetzt hätte ich nur noch 27 Sekunden. Ich outete mich gegenüber Gabriel: "Gabriel, ich kann nicht so Recht mit dem Handy umgehen."
    "Meine Mutter redet auch so.", sagte er und half mir. 30 Jahre ist er. "Das passt. Meine Kinder, der Jüngste, ist auch so alt."
    Sie boten mir von ihrem Essen an. "Wir essen das, damit wir dann sofort müde werden. Zwiebeln anbraten, Nudeln in eine Brühe, Kartoffeln klein geschnitten und die Zwiebeln dazu, auch ein Viertel Liter Sahne. Würzen und kochen bis es die richtige Konsistenz hat. Jetzt kommt der Clou: Mit geriebenen Käse und Apfelmus essen." Lecker wars!!
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  • Weiß-blau, davon werd ich träumen

    15. september 2025, Schweiz ⋅ ☀️ 14 °C

    Zunächst ging ich frohgemut der Markierung nach, aber die Richtung stimmte irgendwie nicht. So eine gute Markierung.....es half nichts, ich folgte offensichtlich einem falschen Weg. Querfeldein steuerte ich den richtigen Weg an. Beim Passo angekommen staunte ich über die weite Sicht und genoss es. Der Pfad führte danach höher und höher. Es wurde felsiger. Ich steuerte mich an der weiß-blauen Markierung orientierend auf einen Grad zu. Neben oder auf den Grad direkt suchte ich mich von Zeichen zu Zeichen weiter. Irgendwann war an Umkehr nicht mehr zu denken. FM blieb stehen, suchte andere Möglichkeiten, fiebte. Ich redete ihm zu, lenkte ihn und immer, wenn er eine Hürde gemeistert hatte, freute er sich, schmiegte sich an mich, wedelte mit dem Schwanz. Am Ende wurde es richtig heikel: Ich musste einen kurzen Abschnitt auf einen kleinen "Erdteller" hinab klettern mit Abgründen links und rechts und FM musste gezielt auf eben diesen Erdteller springen. Es gelang und wir stärkten uns beide unten auf einem kleinen "Balkon" mit Wasser. Ich verlief mich anschließend ein zweites Mal, weil ich die nun leichtere Abzweigung übersah und weiter auf und neben dem Grad einem Berggipfel zustrebend kletterte. Überrascht erkannte ich meinen Fehler mit Hilfe des GPS. Also zurück und dann auf leichteren Pfaden gen Passo Bareta. Langsam ließ die Kraft nach. Glücklich und stolz erreichte ich die weiß-rote Beschilderung. Mit einem wehmutsvollen glücklichen Gefühl folgte ich der Tour sanft hinab zwischen Felsblöcken, auf Wiesen, an einem Seelein vorbei. Irgendwann, ja, irgendwann war ich angelangt an der Hütte Piandios. Unterwegs hatte ich zum ersten Mal einen Krampf im Rectus femoris, ein komisches Gefühl!Læs mere

  • Kilometer geschruppt

    16. september 2025, Schweiz ⋅ ⛅ 14 °C

    Lang noch konnte ich Piandios in einem weiten Kessel ohne Baum und Strauch sehen. Unten entdeckte ich den Campingplatz "Aqua Rossa" und die alte Kirche, die ich immer von dort sah. Weiter links saßen Iris und ich im Sommer unterhalb vom Passo Bareta, zu dem ich damals immer hochschauen musste. Wie flach von hier all dies erschien. Über dem Campingplatz lag der Adulagletscher, weiter links die Greina Hochebene. Und dann war da noch eine Rauchsäule. ... Ich informierte einen hiesigen Autofahrer, der den Forstweg herauf gerummpelt kam, und sprach dem Piandioswirt auf den Anrufbeantworter. Später sah ich Blaulicht. Die Rauchsäule wurde dünner und verschwand.
    Der Weg hatte wenig Steigungen und ließ den Blick frei, immer wieder hielt ich inne.
    An der Alpe war die Tür nicht abgesperrt, die Fensterläden auf, wie wenn die Besitzer eben mal weg wären. Wie Schneewittchen trat ich ein. Küche, Ofen, Gasherd, Wasser aus dem Wasserhahn, ein Zimmer mit mehreren Betten stand offen. Ich sammelte Steinpilze, kochte, hackte Holz,machte Feuer im Ofen, als FM anschlug. Ein Wanderer stand in der geöffneten Tür.
    Beim wärmenden Ofen diskutierten wir. Ich glaube der Spätankömmling hieß Richard und hatte einen Weinberg bei Intragna mit 200 Weinstock, den er alleine bewirtschaftete. In diesem stand sein kleines Haus, in dem er lebt, liest, Musik hört. Er sei nicht ein-sam, er sei all-ein, meinte er.
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  • Die Schwierigkeit Ziele loszulassen

    17. september 2025, Schweiz ⋅ ☁️ 22 °C

    Ich verließ verspätet Piano die Alp. Mit Richard hatte ich noch ein Gespräch. So musste ich Abstriche bei meinem Wanderpensum machen, nicht zum Mast oben auf dem Berg gehen zum Beispiel. War es das wert? Ja, das war es.
    Wie setzt man seine Träume um? Sein Traum war, Winzer werden. Als Kind habe er immer weinen müssen, wenn er am Ferienende von seiner Verwandtschaft, die einen Bauernhof besaßen, wegfuhr. So eine Sehnsucht, die all die Berufsjahren, er war Lehrer, nicht leben konnte. Jetzt war der Zeitpunkt der Umsetzung gekommen.
    Er streute seinen Traum, überall erzählte er es. Er konkretisierte ihn, setzte Schwerpunkte. Ein Freund rief ihn an:" Du, ich habe ein Haus für dich." "Ich will kein Haus. Ich will einen Weinberg." "Das ist ein Haus in einem Weinberg." Dieses Haus stand im Tessin. Er sah es, kaufte es mit Weinberg und zog dorthin. "Ich werde hier nicht tiefe Freundschaften finden. Aber ich liebe das Winzersein, lese, höre Musik." ....
    Unten an der Postautoendstation hatten alle Häuser Namen von Komponisten: Casa Wagner, Casa Debussy. Konzerte finden dort immer wieder statt: Sobrio.
    Ich stieg in den Postbus, der pünktlich kam. Irgendwann sagte ich dem Fahrer: "Ich habe kein Ticket." Er: "Unten am Bahnhof, dort wo Sie umsteigen müssen, lösen Sie es nachträglich." Sprach's, ließ mich unten eben da raus und fuhr davon.
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  • Nachdenktag

    18. september 2025, Schweiz ⋅ 🌙 15 °C

    Franzi, Jaimi, Sina, Pia, Sonja, Natalia und dann Arne, Swenja, Tom, Schangli und Manuel. das Haus war voll!
    Ich durfte als erste duschen, weil ich verschwitzt ankam. Die anderen warteten. Es gab leckeres Essen. Jeder setzte sich dort hin, wo er sich wohl fühlte. Natalia sprach mich an, fragte, interessierte sich für mich. Wie ungewohnt. das war am Abend noch. Gemeinsam reflektierten sie früh vor der Arbeit ihre Zeit, ihr Vorhaben, gemeinsam zu arbeiten. Ganz entspannt machten sich alle an die Arbeit. Ich sammelte Pilze, Steinpilze. Es gab Blicke zueinander, zu mir. Es gab ein Gespräch mit Sonja von ihr iniziiert. Sie wirkte auf mich so zart, zerbrechlich wie Flacon. Ihre Erfahrung von Schule, was ihr dort so fehlte und ihre Vision von Schule. Darüber wollte sie sich austauschen. Es gab ein Gespräch mit Franzi über ihre Aktivitäten in der Schule, an der Uni dann als Dozentin, ihre Ideen, derer so viele waren, dass ich ihr kaum folgen konnte.
    Wie ich später erfuhr kannten sich fünf über einem Projekt: Bachelor of being. Franzi wollte in ihrem Sabbatical sich mit anderen auf eine Europareise begeben mit der Frage: "Wie wollen wir lernen und zusammen leben?" Die nächste Station war eine Lebensgemeinschaft bei Avignon zusammen mit Sonja, Pia, Natalia.
    Vielleicht bricht ja doch eine neue Zeit mit neuen Denkmustern an...
    Sonja und Pia waren 18 Jahre alt...
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  • Bis in den Abend

    19.–21. sep. 2025, Schweiz

    Mit Natalia zog ich zum Wasserfall. Endgültig alleine überschritt ich die Brücke hinein ins Herdenschutzgebiet. Das beunruhigte mich sehr. Steil und unwegsam war es. Am See zog ich vorbei ohne Badepause. Die Zeit drückte!
    Die Jagdhütte unterwegs war so schäbig wie damals, als ich mit Ralf und Michel, ca. 12 Jahre alt, in der Gegenrichtung unterwegs war. Es folgte ein langer, langer Anstieg. Ich wurde müde, erschöpft. Jetzt musste ich meine Konzentration erhöhen, denn ich spürte, dass jetzt Unfälle mit mir passieren konnten. Bezüglich der Kraft hatte ich wenig Spielraum. Ein Vogel schreckte vor uns auf. FM musste ich aus dem Jagdtrieb holen, beruhigen.
    Und dann war da diese wunderschöne kraftvolle Natur. Capanna Sponda, Pizzo Forno, den Weg dahin, Cala, Doro, all das sah ich. Dort, beim Ahornhaus sitzen sie nun alle und ich bin hier hoch oben, allein. Ein schöner Tag mit ihnen klang in mir nach, so offen und wissbegierig waren sie, wertschätzend, aufmerksam.
    Kaum erreichte ich den Passo, traf ich vier Menschen, die auf den Via Alta unterwegs waren.
    FM und ich pausierten, ließen die Anderen gehen. Was für ein Panorama in der Stille dann. Der Weg, der folgte, war sehr ausgesetzt mit Ketten zum Sichern, Treppen, schräge Felsplatten. Mächtig zwischen Fels und Grashängen, aber immer auf einem Pfad. Gegen 18 Uhr erreichte ich die Hütte und konnte noch die warme Abendsonne genießen.
    Capanna Cognora war edel eingerichtet. Lebensmittel, Getränke, Gas, Ofen, ein Brunnen, eine Edeldusche, alles vom Feinsten. Die Gäste saßen beim Bier und erzählten laut von sich. Gott sei Dank war Christian aus Basel ein netter Gesprächspartner. Er zeltete in einem Black Diamant Zelt, 800g schwer, in der USA bestellt und damit billiger.
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  • Es behagt mir nicht...

    20.–21. sep. 2025, Schweiz ⋅ ☀️ 24 °C

    Es behagt mir nicht. Auf der Hütte bin ich die Letzte. Es hieß, ich müsse als solche nix machen, also alles nutzen und dann abhauen.
    Ich habe gekehrt, den Herd gesäubert. Wanderschuhe angezogen, dann aber wieder ausgezogen, weil oben das Fenster gekippt und nicht verschlossen war.
    Es behagt mir nicht, dass die Hütten uns offen stehen und sie dreckiger hinterlassen werden.
    Der Abstieg war irre steil, ausgesetzt. Bäume krallten sich an den Fels. Schwarze, glatte Felswände mussten umgangen werden.
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  • Planänderung und noch eine ...

    21. september 2025, Schweiz ⋅ 🌧 18 °C

    Vom Campingplatz, laut, viel Licht am Abend, warme Duschen, Badelatschen an den Füßen, wollte vor allem ich mit der Seilbahn zum Basedinogletscher.
    Erste Planänderung:
    Wegen Nebel und Wolken und 60€ Auffahrt für uns ließen wir das sein.
    Das Bavonatal im Nebel hatte einen mystischen Zauber. Massiv steile Felswände ließen mich staunen. Hier hatten sich Menschen Weideland ergattert. Steinhäuser mit kleinen Fenstern an Felsbrocken geklebt, verwinkelte Treppen, moosig, glitschig.
    ....Und dann ein Erdrutsch aus einer Schlucht heraus, der alles mitgerissen, die Straße zerstört hatte. Aber ich sah ein Tuch an einem Haus: "Fontana Vive".
    Zweite Planänderung:
    Wir aßen im gemütlichen Grotto di Baloi Wildschwein und Hirsch statt Selbstgekochtest.
    Und wir buchten die nächste Übernachtung in der Villa Edera im Onseronetal.
    Dritte Planänderung:
    Es war noch Zeit für einen Besuch der Kirche vor Fusio.
    Abends bekamen wir ein Zimmer mit Balkon, von dem wir nach Loco schauen konnten, phantastisch!!!
    Und dann begann der große Regen....
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  • Erinnerungen, Erfahrungen

    24. september 2025, Schweiz ⋅ 🌧 11 °C

    Auf dem Weg von Auressio nach Intragna war es sehr rutschig und feucht. Ich ging wie auf Eiern. Gegen Ende kam ich aus dem Wald, die Sonne schien warm, Weinberge und vereinzelt ein altes Haus in exponierter Lage säumten den Weg.

    Auf der Fahrt gen Norden passierten wir Malesco, Cordo, Varzo, San Domenico, Gondo, Simplon, nach der Verladestation Kandersteg. Alles nun wunderbar vertraut.

    Gedanken zum Thema Angst , immer wieder daran erinnert durch schwierige Wege, durch lange Wegstrecken, durch mögliche Abgänge. Ich dachte an meine Tour, an die Antworten von Gabriel und Oliver auf die veränderte Situation bedingt durch den Klimawandel, an einen Film über Kandersteg und Blatten.
    Angst: Ahnungslosigkeit erzeugt Generalisierungen, Wissen erzeugt Differenzierungen. Mittlerweile kann ich besser das Wetter einschätzen, meine Kraft in Bezug auf das Höhenprofil, finde unmarkierte Wegverläufe im schwierigem Terrain. So kann ich für mich passende Entscheidungen treffen, statt aus einer diffusen Angst heraus vor Unternehmungen zurückzuschrecken.
    Ich freue mich, so erlebe ich immer in den Bergen Glück.
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  • Kerstin

    25. september 2025, Tyskland ⋅ 🌧 12 °C

    Nach dem Besuch der Winzerfamilie von Karin in Efringen- Kirchen schliefen wir bei Kerstin. Bei der Ankunft erwartete uns ein leckerer Pflaumenkuchen. Später dann kam Kerstin.

  • Hanni

    26.–28. sep. 2025, Tyskland ⋅ ☁️ 14 °C

    Als Nächstes besuchten wir Hanni und Werner. Dort wohnten wir einer Vernissage bei mit Filmpräsentation, bei der Hanni eine der Organisatorinnen war. Von afghanische Frauen Gesticktes wurde gezeigt: Wie filigran!Læs mere

  • Anke

    28. september 2025, Tyskland ⋅ ☁️ 16 °C

    Immer weiter nach Osten näherten wir uns Lichtenberg. Kaum angekommen fuhr ein österreichisches Auto auf die Auffahrt mit Anke und Paigam. Spaziergänge, Kochen, Backen, Äpfel Ernten und Pressen, Erzählen, ..
    Ich habe es durch Paigam geschafft, Fleischmann von der Leine zu lassen. Er blieb bei uns und kam zuverlässig zu uns, hörte auf das Kommando: "Stop." Eine schöne Überraschung!
    Ein paar Tage später kamen Felix, Hannes, Marie, Janosch, Dot und Michel dazu. Volles Haus, Apfelernte, Schlehenernte, Pflaumenernte, Gespräche, gemeinsames Kochen, Pläne schmieden. Samstag fuhr Anke Sonntag der Rest weg. Nun sind Ralf und ich alleine.
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    Slut på rejsen
    5. oktober 2025