1) Vorbereitungen und Vorzerstörungen
May 7 in Germany ⋅ ☀️ 16 °C
Ja, manchmal tendiere ich scheinbar zum rumjammern. Doch wie soll man die Realität positiv darstellen, wenn sie im besten Fall mittelprächtig gekleidet ist?
Die Entscheidung, dass wir die Himmelfahrtswoche wieder für einen Kurzurlaub nutzen, hatten wir schon recht früh getroffen. Aber die letzten Tage vor diesem Urlaub, waren schon anspruchsvoll.
Was war los?
a) Unser erster Versuch Brenda zu verkaufen scheitert an unserer Wahnsinnigkeit, denn wir überzeugen uns gegenseitig, dass unser Wohnmobil noch unter 100tsd Kilometer auf dem Tacho hat. Stellen dann fest, dass sie 199tsd Kilometer gefahren ist und seit Ewigkeiten keinen neuen Zahnriemen bekommen hat.
-> Kleinanzeige wird deaktiviert und ein Werkstatttermin vereinbart. Und zwar genau am Tag unserer Abfahrt. Neuer Zahnriemen, neue Reifen.
b) Michel Arbeit... Viel, aber langsam kommt mehr Entspannung rein, als noch zwischen Oktober und März.
c) Judith Arbeit. Kein Kommentar. Ihr geht es nicht gut.
d) Amélie braucht noch ein Fahrrad.
Das größte Problem ist schon der Punkt a).
Normalerweise packe ich Brenda in Ruhe stundenlang bevor wir losfahren. Wenn dann, aus meiner Sicht viel zu spät, Judi von der Arbeit kommt, hilft sie noch mit und dann sind wir um 13:05 Uhr an der Jungmannschule und fahren sofort los.
Jetzt muss aber Brenda in der Werkstatt stehen und kann nicht beladen werden.
Aber auch Amélies fehlendes Fahrrad ist eine zeitliche Herausforderung.
Ein Fahrrad kaufen wir am Dienstag über Kleinanzeigen, bei einer entzückenden Familie im entzückenden Winnemark, mit einem noch entzückenderem Dackelwelpen.
Klappt alles super gut und das Rad ist Bombenmärkte.
Mittwoch Wasser und Diesel tanken. Wasser, na klar, bei meinen geliebten Eltern. Und hier fängt es an. Ich zerstöre einfach die Tauchpumpe und das genau um 18 Uhr und damit genau zur Schließung des Hagebaumarktes. Das Problem ziehe ich also automatisch in den Donnerstag, an dem ich aber eigentlich noch 4 lange Gespräche auf Arbeit habe und die komplette kommende Woche vorarbeten muss. Ich nutze aber eine etwas längere Pause zwischen zwei Terminen aus, kaufe eine neue Pumpe und baue diese erfolgreich ein.
Zu 17 Uhr bringe ich Brenda dann zum SOS Reifenservice in RD (eine sehr gute Werkstatt) und warte auf Judith, die mich aus Rendsburg abholt.
Zu Hause wieder angekommen, packen wir unsere Klamotten schon mal auf einen Haufen, denn morgen müssen wir geduldig warten bis das Auto fertig ist, dann nach Eck, einpacken und dann los, Ami holen und dann auf die A7.
Und irgendwann zwischendurch muss ich noch Rasenmähen.
Zurück zum Anfang. Es ist alles machbar und am Ende ist es immer ein ruhiges überlegen, was der nächste und übernächste Schritt ist und wie man das am besten synchronisiert. Aber so Kleinigkeiten, wie dämlich die Wasserpumpe kaputt machen, können mir dann doch den Anflug von Abfuck ins Gesicht schreiben.
Was wir bisher noch gar nicht klar haben, wo wir überhaupt hin wollen?! Italien, ja. Ligurien, sehr sicher ja. Aber das sind Fragen, die kann man noch beantworten, wenn man auf der Autobahn ist. Von Einkaufen kann auch keine Rede sein, das müssen wir auch on the road erledigen.
Total müde bin ich, aber ich freue mich extrem auf beides, Autobahn und Italien!Read more









