1) Vorbereitungen und Vorzerstörungen
May 7 in Germany ⋅ ☀️ 16 °C
Ja, manchmal tendiere ich scheinbar zum rumjammern. Doch wie soll man die Realität positiv darstellen, wenn sie im besten Fall mittelprächtig gekleidet ist?
Die Entscheidung, dass wir die Himmelfahrtswoche wieder für einen Kurzurlaub nutzen, hatten wir schon recht früh getroffen. Aber die letzten Tage vor diesem Urlaub, waren schon anspruchsvoll.
Was war los?
a) Unser erster Versuch Brenda zu verkaufen scheitert an unserer Wahnsinnigkeit, denn wir überzeugen uns gegenseitig, dass unser Wohnmobil noch unter 100tsd Kilometer auf dem Tacho hat. Stellen dann fest, dass sie 199tsd Kilometer gefahren ist und seit Ewigkeiten keinen neuen Zahnriemen bekommen hat.
-> Kleinanzeige wird deaktiviert und ein Werkstatttermin vereinbart. Und zwar genau am Tag unserer Abfahrt. Neuer Zahnriemen, neue Reifen.
b) Michel Arbeit... Viel, aber langsam kommt mehr Entspannung rein, als noch zwischen Oktober und März.
c) Judith Arbeit. Kein Kommentar. Ihr geht es nicht gut.
d) Amélie braucht noch ein Fahrrad.
Das größte Problem ist schon der Punkt a).
Normalerweise packe ich Brenda in Ruhe stundenlang bevor wir losfahren. Wenn dann, aus meiner Sicht viel zu spät, Judi von der Arbeit kommt, hilft sie noch mit und dann sind wir um 13:05 Uhr an der Jungmannschule und fahren sofort los.
Jetzt muss aber Brenda in der Werkstatt stehen und kann nicht beladen werden.
Aber auch Amélies fehlendes Fahrrad ist eine zeitliche Herausforderung.
Ein Fahrrad kaufen wir am Dienstag über Kleinanzeigen, bei einer entzückenden Familie im entzückenden Winnemark, mit einem noch entzückenderem Dackelwelpen.
Klappt alles super gut und das Rad ist Bombenmärkte.
Mittwoch Wasser und Diesel tanken. Wasser, na klar, bei meinen geliebten Eltern. Und hier fängt es an. Ich zerstöre einfach die Tauchpumpe und das genau um 18 Uhr und damit genau zur Schließung des Hagebaumarktes. Das Problem ziehe ich also automatisch in den Donnerstag, an dem ich aber eigentlich noch 4 lange Gespräche auf Arbeit habe und die komplette kommende Woche vorarbeten muss. Ich nutze aber eine etwas längere Pause zwischen zwei Terminen aus, kaufe eine neue Pumpe und baue diese erfolgreich ein.
Zu 17 Uhr bringe ich Brenda dann zum SOS Reifenservice in RD (eine sehr gute Werkstatt) und warte auf Judith, die mich aus Rendsburg abholt.
Zu Hause wieder angekommen, packen wir unsere Klamotten schon mal auf einen Haufen, denn morgen müssen wir geduldig warten bis das Auto fertig ist, dann nach Eck, einpacken und dann los, Ami holen und dann auf die A7.
Und irgendwann zwischendurch muss ich noch Rasenmähen.
Zurück zum Anfang. Es ist alles machbar und am Ende ist es immer ein ruhiges überlegen, was der nächste und übernächste Schritt ist und wie man das am besten synchronisiert. Aber so Kleinigkeiten, wie dämlich die Wasserpumpe kaputt machen, können mir dann doch den Anflug von Abfuck ins Gesicht schreiben.
Was wir bisher noch gar nicht klar haben, wo wir überhaupt hin wollen?! Italien, ja. Ligurien, sehr sicher ja. Aber das sind Fragen, die kann man noch beantworten, wenn man auf der Autobahn ist. Von Einkaufen kann auch keine Rede sein, das müssen wir auch on the road erledigen.
Total müde bin ich, aber ich freue mich extrem auf beides, Autobahn und Italien!Read more
2) Aufbruch und Anfahrt nach Sestri Lev.
May 9 in Switzerland ⋅ ⛅ 14 °C
Das Genie beherrscht das Chaos. Perfekte Planung oder willkürliche Stresserei?
Es ist Freitag, letzter Arbeitstag und zeitgleich erster Urlaubstag. Normalerweise machen wir es wie folgt.
Am Vortag hängt Brenda schon am Strom und kühlt den Kühlschrank auf 3°C, die unverderblichen Lebensmittel sind schon gut verpackt. Alle technischen Unklarheiten sind beseitigt.
Am Abreisetag, arbeite ich super (!!) kurz und Judith nicht mies zu lang.
Dieses Mal ist alles anders, durch die Zahnriemen und Reifenwechsel Geschichte, die HEUTE erst noch stattfinden muss.
Kurz nach 6 und damit vor mir, bricht Judi ins Büro auf. Ich bin erst 7:15 Uhr im Büro, hatte ja aber auch nur noch wenig zu tun und noch über 45 Überstunden.
Um 10:30 Uhr schreibe ich meine Urlaubsmail ans Team, um 10:31 Uhr bekomme ich noch einen Eilt-/Notfall, um 10:50 Uhr mache ich dann Feierabend. Fahre nach Groß Wittensee, hole Teil 1 von Amis Sachen und den Rasenmäher.
Mähe Rasen, räume die Küche auf und packe meine Sachen auf einen Haufen.
13 Uhr hole ich Ami von der Jungmannschule ab, bringe sie und den Rasenmäher zu Mama und gehe, wie jeden Freitag, mit meinem exHund.
14 Uhr ruft die Werkstatt schon an und der worst Case war 17 Uhr.
Judith Göttin ist leider aber noch nicht ansatzweise in Richtung Feierabend unterwegs und so können wir die frühzeitige Fertigstellung der Reparatur gar nicht ausnutzen.
15:18 Uhr steige ich in Judiths Auto Richtung Rendsburg, zur Werkstatt.
Um ca. 16:25 Uhr fangen wir mit Einräumen an.
18:05 Uhr fahren wir los Richtung Groß Wittensee. Mittlerweile ist aber klar, dass HH A7 aufgrund von Sperrungen und Hafengeburtstag keine attraktive Routenoption ist. Da wir eh etwas in Eckernförde vergessen haben, entschließen wir uns über Kiel und Bad Segeberg den Elbtunnel zu umfahren. Mit Zwischenstopps bei BK, Penny und zu Hause, sind wir netto erst um 19 Uhr unterwegs und machen die ersten + Kilometer.
Von der Fahrt erzähle ich nun nicht zu viel. Alles läuft sehr gut und um 1:30 Uhr stellen wir uns kurz hinter Kassel, in Borken, zum Schlafen hin.
05:30 Uhr geht es weiter.
Nur ein Mini Stau am Gotthard kostet uns ca 35 min.. Mehr Negatives gibt es nicht. Ach ja, richtig begeistert bin ich von der Storchendichte am Schwarzwald. Bestimmt 16 Vögel sehen wir im Flug. Geil!
Um 19:36 Uhr kommen wir am 1. Camping Platz an.
Den Abend lasse ich hier aber weg.Read more
3) der erste Abend / angezogene Handbrem
May 9 in Italy ⋅ ☁️ 19 °C
Durch die konsequenten und langen Fahreinheiten, haben wir ca 6h im Vergleich zu letztem Jahr Himmelfahrt gut gemacht und sind tatsächlich früher im Campingplatz Restaurant als letztes Jahr. Da die Himmelfahrtswoche dieses Jahr jedoch vor dem 15. Mai liegt, hat das Restaurant noch keine Pizza. Macht nichts, hatte sie mir ja nur 5-6h lang im Auto visualisiert 🤷🏾
Wir müssen also mit dem Arbeiten was da ist und finden das alle gut. Sogar meine Tochter möchte diesen Urlaub experimentieren. Ich esse also ein Spaghetti Muschel Gericht, Ami Ravioli mit allem drin, was der italienische Gemüsegarten her gibt und Judi ißt so Pastataschen mit Walnuss und Ricotta (Pansotti - die ligurische Antwort auf Ravioli). Hat alles toll geschmeckt. Aber der arme Einzelkoch und Einzelkellner war schon sehr am Limit.
Ich war mega hyped und wollte hart bieren und dann Karaoke singen. Mein wichtigstes Ziel war es, Amélie mit vors Mikrofon zu bekommen. Aber Judith ging es so schlecht, hatte so heftige Kopfschmerzen, dass sie nur noch ins Bett wollte.
Amélie und ich haben dann noch gekniffelt und eine Runde Stadt Land Name gespielt. Den Whisky, den ich ihr einflößen wollte, hat sie verweigert und sich dadurch auch erfolgreich gegen Karaoke gewehrt. Schade, wir hatten uns schon ein Lied ausgesucht und ich hatte kurz Hoffnung.
Irgendwann zwischen 0 und 1 Uhr falle ich dann in einen tiefen Schlaf.Read more
Anreise (ich werde gezwungen)
May 9 in Italy ⋅ ☁️ 17 °C
Zu heute kann ich nicht so viel sagen. Wir sind um kurz vor sechs nach einem kleinen Schläfchen weitergefahren. Dabei kamen wir an vielen Sachen vorbei, wie Genua und so. Die meiste Zeit saß ich hinten und war am Handy. Irgendwann ist mir aber meine Ukulele (die ich zum Notfall dabeihabe) auf dem Fuß gefallen. Tat weh, muss ich ehrlich sagen.
Als wir um etwa halb neun endlich am Stellplatz ankamen, waren wir alle fast verhungert. Also sind wir sofort ins Restaurant auf dem Platz gegangen. Ich habe Ravioli gegessen, obwohl ich mir sicher bin, dass der Kellner sich über mich lustig gemacht hat. Die Ravioli waren aber lecker.
Danach bin ich duschen gegangen und Papa und ich haben noch Kniffel gespielt.Read more
4) Sexy Stimme vs. Weltstar Gesicht
May 10 in Italy ⋅ 🌧 17 °C
Wer gewinnt, meine unglaublich verführerische Stimme, oder mein Hollywood Weltstar Gesicht? Wir werden es erfahren.
Unsere erste Nacht endet nicht zu früh, aber hätte ruhig länger dauern können. Unsere deutschen Nachbarn haben einen Hund mit an Bord, der mich dann doch ein zweimal wach gebellt hat, aber am Ende habe ich dann doch bis 9 Uhr geschlafen.
Unsere Tagesplanung haben wir am Frühstückstisch erledigt und diese auch schon angepasst an die Wettervorhersage. Heute ist nämlich Regen angesagt. Also nicht schnorcheln, dafür wandern.
Zufällig fällt aber auch schon die Entscheidung, wie wir am Montag weitermachen, mit unserer Tour. Gebucht haben wir nämlich nichts und bei den Überlegungen wohin und für wie lang, sind wir drei uns bisher nicht so einig geworden.
Eine kurze Unterhaltung mit unseren abreisenden Hundenachbarn hilft uns dann aber in unserer Entscheidung. Auflösung folgt. Aber ich wette jeder Reisebuchleser, hier in dem Pinguin, wird vollkommen ausrasten vor Freude.
Wir wandern also. Bei perfektem Wanderwetter starten wir los in Richtung Berglandzunge, die unsere Industriestadt Riva Trigoso von der Riviera Top Tourismus-Stadt, Siestri Levante, trennt. Oben auf dem Berg angekommen, fängt es an zu nieseln. Das ist aber erst einmal gar nicht so unangenehm wie es klingt. Aber als es nach 40 min immer noch nicht besser wurde, sondern richtiggehend schlechter, war ich schon traurig und irgendwann auch sehr nass.
Die Wanderung und die Panoramablicke waren wunderschön!
Drüben in Siestri Levante angekommen, snacken wir kurz etwas in einem netten Lokal und steppen dann zum Bahnhof und fahren 3 min zurück nach Riva Trigoso.
So, kommen wir nun zur Auflösung wer stärker ist, meine sexy Telefonpersönlichkeit, oder mein atemberaubender persönlicher Auftritt, sprich, mein 10mio $ Hollywood Gesicht!?
Gestern Abend rufe ich bei Le Gardenie, der erste Italiener, den wir in Italien je probiert haben, an und frage, ob wir für heute einen Tisch reservieren können. "No!!, ist die Antwort, egal um welche Uhrzeit "No, we are full!" Judith schlägt dann aber vor, dass wir zu Beginn unserer Wanderung doch noch persönlich nachfragen könnten. Dort angekommen, kann sie dies jedoch nicht übernehmen, da sie ja nun überhaupt nicht entsprechend gekleidet sei, so nur in Sporthose. Da ich sofort meine alten Kolleginnen aus dem Jobcenter Eckernförde vor Ohren habe, die meiner Kollegin Michi immer bescheinigt haben, sie sei mal wieder ohne Hose zur Arbeit erschienen, wenn sie nur in Leggins kam, akzeptiere ich die Argumentation stante pede und übernehmen das Nachfragen. Antwort: "Ja, aber sicher mein Herr, welche Uhrzeit wäre denn genehm, 19 Uhr 20 Uhr? Sie würden lieber um 19:30 Uhr? Selbstverständlich gern!"
-> voller Sieg für mein 10 Mio Hollywood Gesicht 🐒
Nach dem, wieder lächerlich gutem Essen in diesem Restaurant, spielen wir noch eine Runde Kniffel, die Judith komplett rasiert und fallen dann in die Betten.Read more
Judith 1: Ankunft in Italien
May 10–12 in Italy ⋅ 🌧 17 °C
So, ich bin nun auch in Italien angekommen.
Der Weg hier hin war irgendwie anstrengender als sonst. Ich bin einfach nur sehr müde und sehr fertig in diesen Urlaub gestartet.
Nachdem ich auf heute 10h geschlafen hab, wird es aber langsam besser. Die Fahrt hab ich professionell durchgezogen, aber war dann gestern Abend wirklich zu gar nichts mehr zu gebrauchen. Hammer Kopfschmerzen und Nacken. Nach dem schnellen Essen im Campingplatz Restaurant, verzog ich mich sofort ins Bett. Vor dem Essen hatte ich mir noch eine Schmerztablette und einen Muskelentspanner (meine persönliche Geheimwaffe) genehmigt, um durch den Abend zu kommen, aber so richtig half es nicht. Ich musste einfach schlafen. Leider kein Karaoke und kein Spielen für mich. Ich ging kurz nach 10 Uhr ins Bett und war einfach weg für 10h. Nichtmal meine Ohrringe und meinem BH hab ich ausgezogen. Das ist next Level. Danach gibt es nur noch Stufe „nicht Zähne putzen“.
Heute ging es mir schon deutlich besser, so dass wir uns für eine Wanderung in das echte Siestre Levante entschieden, da das Wetter Wolken und ein bisschen Regen versprach. Wir sind nämlich eigentlich gar nicht in Siestre Levante. In Wirklichkeit ist das der Nachbarort. Wir sind in Riva Trigoso. Angefangen hat damit Marie, die vor einigen Jahren als erste hier war und uns diesen Platz in „Siestre Levante“empfohlen hatte.
Die Wanderung war wirklich sehr schön. Es ging einmal über den Berg. Zum Ende hin wurde es ein bisschen nass, aber wer packt auch schon Regenjacken ein, wenn er nach Italien fährt?! Richtig, wir nicht. So kamen wir ziemlich angefeuchtet in Siestre Levante an und flüchteten in die nächstgelegene Trattoria. Nach anfänglicher Skepsis schaffte der Kellner es, mich für das Lokal zu begeistern, als er die perfekte Snack Platte für uns drei servierte, ohne dass wir sie explizit bestellt hatten. Er hatte einfach gespürt, was wir brauchten.
Dann ging es mit Zug und einer Vorstellung von „bedürfnisorienter Erziehung“ at its worst mit laut stressigen 4-jährigen Kindern und ihren gehorchenden Müttern , zurück auf unsere Seite der Bucht.
Abends hatten wir dank Michels Einsatz noch einen Tisch bei unserem mittlerweile Stammrestaurant ergattert. Für mich gab es wieder alles, was das Meer so zu bieten hat. Sehr lecker.
Morgen geht es dann weiter. Es sind ja manchmal die kleinen Begegnungen, die den Unterschied machen. Heute war es das Gespräch mit unserem Campingnachbarn, der die Entscheidung für unseren nächsten Stop maßgeblich beeinflusste. Das Ziel war von uns schon diskutiert und verworfen worden. Aber so kam es nochmal aufs Tablett. Und schwups war ein Campingplatz gebucht.Read more
5) Isola d'Elba
May 11 in Italy ⋅ ☀️ 19 °C
Wenn ich auf eine Sache im Leben ohne weiteres verzichten könnte, dann wäre es zu spät zu Fähren oder Flugzeugen zu kommen.
Ja, wir haben gestern noch entschieden, dass wir auf die Insel Elba fahren. Über die haben Judith und ich schon sehr oft nachgedacht, bisher aber immer dagegen entschieden. So auch für diesen Urlaub. Da wir aber für keine Festland Destination feurige Übereinstimmung gefunden haben, die Wettervorhersage für Ligurien nur so mäh war und unser Hundenachbar so geschwärmt hat, haben wir uns für Elba entschieden und gestern Abend eine Fähre um 11:45 Uhr gebucht. Fahrzeit von Siestri Levante zur Fähre 2h6m. Wir errechnen also, dass wir spätestens um 9 Uhr losfahren sollten, für einen kleinen aber nicht zu kleinen Puffer. Um 08:50 Uhr stelle ich die Route ein und wir sind eigentlich abfahrbereit, da sagt das Handy 'Fahrzeit über 3h, Ankunft 12:06 Uhr 😰
Judiths Apple bleibt aber bei 2h6m. Uhfz, schlechtes Gefühl. Vor allem, weil ich bei der Routenführung Google ein wenig mehr Kompetenz andichte. Nach einer quälenden Stunde Fahrt, durch das verregnete, mit Nebel vergangene und immer noch wunderschöne Süd-Ligurien, findet Judith den Fehler. Und zwar habe ich bei meiner Zielauswahl direkt auf die Fährlinie geklickt und dumm Google denkt sich, ich zeige die Fahrt bis zur Fähre PLUS die sich dann anschließende Zeit der Fährverbindung an. Dämlich! Aber dennoch hat es die Fahrt deutlich entspannt. Ach ja, für Judith stellt diese Episode einen doppelten Erfolg dar, weil ich sie immer hart kritisiere, wenn sie nicht, wie ich, die Ziele auf der Karte geografisch sucht und dann anklickt.
In dem Fall, ein Glück!!!
Die Fähre fährt genau eine Stunde, wir holen das Frühstück nach und fangen eine ³Runde Quwixx an.
Elba überzeugt uns vom ersten Anblick! Nach einem kurzen Einkaufsstopp, kommen wir auf unserem Campingplatz an und er ist wunderschön. W u n d e r s c h ö n !
Der Rest des Tages in Zeitraffer
- Lagerplatz einrichten>
- ins Meer springen und dort Katapult spielen
- lesen
- Judi kocht ⅞
- essen
- den Platz erkunden und ihn noch besser finden
- Quwixx und Kniffel in der Bar spielen
Um kurz nach 22 Uhr sind fast alle zum umfallen müde und beenden den Tag.
Zum Meeresrauschen kann ich nun endlich schlafen.Read more
6) wandern, schnorcheln, eitel Sonnensch
May 12 in Italy ⋅ ☀️ 22 °C
Ein Dienstag zum verlieben und zum fürchten. Wäre der heutige Tag eine Filmfigur, wäre er Galadriel, als Frodo sie mit dem Ring in Versuchung führt: "(...) sie werden mich liieben und verzweifeeääln (...)!
Der erste von uns dreien lustigen Vieren ist um 9 Uhr wach.
Bis wir mit Frühstück (Pfannkuchen und Müsli) und spülen und allem fertig sind, ist es 12;15 Uhr.
Wir klären in einer Teambesprechung, dass wir heute wandern gehen und abends ins Platz Restaurant.
Die Wanderung ist, neutral betrachtet, für mich eine 10 von 10. Der Weg, die Ausblicke (von der Insel Montecristo bis nach Korsika), die Pflanzen, die Tiere, der Schatten, einen Naturpool -> geil. Aber zur Ehrlichkeit gehört dazu, dass Judith und ich uns ein klein bisschen doof fanden am Vormittag (komplett Judiths Schuld, ist na klar, na klar) und dass mein geliebte Tochter, die nicht besser sein könnte, komplett verschissene Laune hatte. Die beiden korrigieren mein Wandererlebnis also von 10 auf 8,5 von 10 😅🥰♥️💐💐
Nach glücklicher Rückkehr, mit fast allen persönlichen Befindlichkeiten abgearbeitet, vertragen oder abgelaufen, trennt sich die Gruppe. Ami geht duschen und Judi und ich gehen schnorcheln am zweiten Strand des Campingplatzes. Da der Wellengang eher unangenehm ist, geht Judi nur baden und ich alleine schnorcheln.
Am besten wäre gewesen, wenn ich jetzt gesagt hätte: tipptopp und gute Nacht!, aber der Tag konnte noch mehr.
Seit Tagen bemerkt Amélie austretendes Wasser im Badezimmer. Wir hatten das leider zu schnell abgetan mit der Diagnose, dass es oben am Wasserhahn runterläuft. Ein Fehler, der im Laufe der Jahre auftauchte und mit einer Lockerung der Verschraubung eben dieses Wasserhahns einherging. Nun bemerken wir aber, dass das Problem der Warmwasseranschluss unten im Wasserhahn ist. Eine hoffnungsvolle Reparatur vor dem Abendessen zeigt sich nach dem Abendessen als gescheitert. In einer vom Ergebnis her erstklassigen Teamarbeit reparieren Judith und ich den Schaden dann zusammen. Positiver Nebeneffekt, nun funktioniert auch die Dusche wieder!
Ach ja, beim Spielen haben wir uns heute etwas Gutes ausgedacht. Kniffel, aber von 1 runter spielen. Das hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn es logischerweise zu deutlich mehr Streichergebnissen und niedrigen Gesamtpunktzahlen führt.Read more
7) Fahrradtag / Porto Azzurro
May 13 in Italy ⋅ ☁️ 18 °C
Wir geraten langsam in den Urlaubsmodus. Vor 9 Uhr zuckt niemand mit den Augenlidern und vor 13 Uhr denkt niemand an irgendeine Aktivität. Und das obwohl genau vor unserer Nase ein Profi Triathlon gestartet wird. Mehr Infos dazu gibt es hier: https://www.irontour.it/
5x Triathlon Sprints an 5 aufeinander folgenden Tagen auf Elba. Heute hier der Start bei uns.
Ach ja, da ich wieder für alle schreibe, muss ich mich ja in acht nehmen. Denn natürlich schreibe ich immer im falschen Moment wir oder ich.
Richtigstellungen:
Kniffel von 1 runter spielen haben nicht wir uns ausgedacht, sondern Amélie.
Amélies Wasserwarnungen haben nicht wir abgetan, sondern ganz alleine ich. Judith wäre sofort aktiv geworden und hätte den Fehler vor Tagen schon gefunden und behoben.
Bitte verzeiht, meine zwei Schönheiten 🙏🏽
Unsere erste Aktivität besteht in einer ersten Ortsbesichtigung per Fahrrad. Und wir stellen fest. Es ist nicht wirklich ein Ort, sondern eine touristisch erschlossene Siedlung. Restaurants, Hotels, Campingplätze stehen im Verhältnis von 3:1 zu normalen Häusern. Wir kehren kurz ein in einer Art Erzeugerladen. Ganz urig und sympathisch -> Ristoro Rurale Orti di Mare.
Zu Hause angekommen, machen wir eine Minipause, dann überlassen wir Amélie dem Serienfinale von Good Omens, welches heute erschienen ist und worauf die Lütte schon seit Tagen, teils vorfreudig, teils angespannt, hinfiebert. Judi und ich brechen auf in Richtung Porto Azzurro.
Es sind 10km pro Tour und die Straße geht den meisten Bergen aus dem Weg, so dass auch Schleswig Holsteiner den Weg meistern können. Abgesehen von den fehlenden Radwegen und den daraus entstehenden Problemen für die Autofahrer, ist es eine sehr schöne Strecke. Porto Azzurro ist ebenfalls sehr schön. Aber auch hier ist alles auf Tourismus abgestellt. Trotzdem empfinden Judith und ich diese Insulaner Gelassenheit, wie wir sie auch auf La Maddalena erspürt haben. Finden wir richtig gut.
Der Abend ist der bisher schönste in diesem Urlaub. Judith ging es gutn, Amélie kocht und Bolognese und macht das extrem gut, währenddessen singen wir und gehen anschließend Spielen in der Bar. Hier bleibt es natürlich nicht alles harmonisch, aber ich habe ja auch nicht gesagt, dass der Abend perfekt war 😅.
Ein Tag zum verlieben.Read more
Judith 2: Die ersten Tage Elba
May 13 in Italy ⋅ 🌙 17 °C
Wir sind nun auf Elba. Überraschung! Damit hätte zu Beginn der Reise wohl keiner gerechnet.
Hier ist es traumhaft schön. Unser Nachbar in Siestre Levante sagte, er möge Elba lieber als Sardinien. Er wäre Team Elba. Mein Herz gehört Sardinien, aber ich bin so froh, dass es groß genug ist, beide Inseln schön zu finden. Wieso muss man sich immer entscheiden?!
Die Dramatik der Anfahrt hat Michel ja bereits beschrieben. Was soll man sagen? Wäre ja sonst auch langweilig.
Der Campingplatz überzeugt sehr. Schön angelegt mit verschiedensten Terrassen. Traumhafte Bucht. Die Betreiber sind unter anderem Deutsche. Das begegnet uns in Italien immer wieder. Italienischer Flair und Natur verbunden mit deutscher Organisation. Scheint ein Erfolgsrezept und eröffnet mögliche Zukunftsvisionen… Das könnte mir schon gefallen.
Unsere Wanderung war wirklich schön. Landschaftlich. Mit der Sonne hatten Amélie und ich zu kämpfen.
Unsere Stimmungen waren gestern wie das Meer. Ein auf und ab. Aber am Ende lieben wir uns alle. Und das zählt.
Das Restaurant auf dem Campingplatz war wirklich eine schöne Location. Der Ausblick kam mir teilweise vor wie gemalt. Das Essen war auch lecker, aber wie ehrlich wollen wir hier sein? Ich kenne die Haare des Pizzabäckerns nun zu genüge. Das hat mir die Pizza etwas vermiest.
Heute waren wir mit dem Rad unterwegs. Erst zu Dritt die Ortschaft hier erkunden. Das hat uns spontan zu einem zauberhaften Agrotourismo Lokal geführt, wo wir erstmal ein Eis aßen. Dann ging es weiter über einen Stop im Minimarket zurück zum Campingplatz.
Von dort brachen Michel und ich dann auf nach Porto Azzurro, einem kleinen Hafenstädten ca. 10km entfernt. Aber hier können 10km ja auch schnell Tour de France Level annehmen. Das war zum Glück nicht der Fall. Es war genau die richtige Mischung an Aufstieg und Abfahrt mit schönem Blick.
Das Städtchen war hübsch und wir flanierten hindurch. Es war z. T. wirklich laut, da einige Gruppen von Jugendlichen vor Ort waren.
Wir entschlossen uns, uns noch ein kühles Getränk vor der Rückfahrt zu gönnen.
Ich bestellte im Blindflug einen Mocktail namens Florida, Sportlerin, ihr wisst Bescheid. Ich bin mir aber ehrlich gesagt nicht ganz sicher, ob das wirklich so ganz ohne Alkohol war. Im der Bar entwickelte sich auch noch eine gewisse Dramatik, als plötzlich ein Krankenwagen mit Blaulicht und Sirenen vor der Terrasse hielt. Ein ältere Dame wurde aus dem Lokal in den Krankenwagen begleitet und nach 10 min fuhr dieser auch ab. Michel erfuhr beim Bezahlen, dass es sich um die Servicekraft handelte. Der Inhaber war sich nicht sicher, vermutete aber Depression. Interessante Einschätzung.
Der Rückweg war anstrengend, aber machbar.
Angekommen, haben Amélie und Michel gekocht und ich habe den Sonnenuntergang genossen.
Den Abend haben wir dann bei zwei Partien Quixx ausklingen lassen.
Morgen wird mein Teenager-Traum Wirklichkeit. Wir wollen Roller fahren. Wie in dem Buch, was ich von meiner Mama geerbt hab. Sie hat es selbst als Jugendliche gelesen und dann an mich weiterer gegeben. Es ging um eine Ferienromanze auf Elba. Auch dramatisch, aber auf jeden Fall sind sie immer mit einem Roller unterwegs gewesen. Das ist hängen geblieben.
Ich freu mich.Read more
8) Letzter Tag / Erkundungstour
May 14 in Italy ⋅ ☁️ 19 °C
Für den letzten Tag hatten wir uns überlegt, die Insel ein bisschen großflächiger zu erkunden. Dies wollten wir mit Rollern machen. Aber, um einen eine lange Geschichte kurz zu erzählen, Luca, der Rollervermieter hat uns sehr stark von einem echten Roller abgeraten, da wir noch nie irgendetwas in der Richtung gefahren sind. Gegeben hätte er uns 50ccm Roller, aber damit werde ich plus 2. Person hinten drauf, definitiv nicht die Berge hoch kommen. Also haben wir einen kleinen Fiat PKW geliehen.
Unser erster Stopp war in Capolivieri, einem sehr schönen Bergstädtchen auf der benachbarten Landzunge. Den Nordosten haben wir unter der Tisch fallen lassen und sind direkt zur Hauptstadt, Portoferraio, gefahren. Hier habe ich viel Geld für eine neue Taucherbrille/-maske ausgegeben, da meine grüne Mare zwar Mega aussieht, aber zu viel Wasser reinlässt. Eine Cressy mit speziellem Anti Fog Inlay habe ich mir nach, mit, durch, trotz? Beratung rausgelassen.
Meine geliebteste Tochter, kam heute nicht wirklich in den Tag rein und nach der zweiten Stadt hatte ich sie genug gequält und habe sie nach Hause gefahren.
Judith und ich haben noch den gesamten Westteil umrundet und staunen über die Wild- und Schroffheit der Insel. Schon echt toll. Die perfekte Mischung aus Ligurien und Sardinien. Am westlichsten Punkt der Insel scheint Korsika wirklich zum greifen nahe, und man fragt sich, wer um alles in der Welt ernsthaft angenommen hatte, dass Napoleon hier auf der Insel bleibt und stirbt???
Nach der Tour kümmern WIR UNS um so Sachen wie Räder auf den Träger setzen, Chemietoilette frisch machen, ein bisschen Frischwasser auffüllen. Dann kann ich endlich die neue Brille probieren. Top.. Geht richtig gut. Durch den Schnurrbart hält auch die Maske nicht perfekt dicht, vor allem wenn man aus 4-5m auftaucht, aber es kommt nichts durch die Seiten.
Zum Abschluss gehen wir nochmal in unser eigenes Restaurant und spielen im Anschluss. Das war nur so mittel. Ami und ich waren erst top motiviert, Judith wirkte wie mit Waffengewalt zum mitspielen gezwungen worden zu sein, hat aber Würfelglück ihm sein Vater. Amélie bricht die erste Runde psychisch und in der zweiten Runde, geht das Würfelglückn dann komplett an mich. Arme meine Maus. Aber so ist es manchmal.
Jetzt kämpfe ich gegen den Schlaf und versuche den Footprint vor 0 Uhr hochzuladen.
Morgen um 10:15 Uhr geht die Fähre zurück.Read more
9) Rücktour mit Vlášek
May 16 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C
Um 09:30 Uhr am Freitag reisen wir vom Campingplatz ab und hüpfen über einen Berg und sind dann schon in Portoferraio und damit super pünktlich an der Fähre.
Hier wird weder Kniffel noch Qwixx gespielt, sondern Skyjo. Und tatsächlich gewinne ich eine Runde. Musste ich sofort fotografieren.
Auf dem Autodeck lauert uns Vlášek Internationale auf. Er spricht eigentlich keine Sprache außer Tschechisch, hat dafür aber einen "Kommunikator" mit dabei (ich als Star Trek Fan bin sofort hellhörig), den er lustigerweise aber nicht benutzt. Ich verstehe aber, dass er bis Livorno gerne mitfahren würde. Logo sagen wir ja und Amélie haut mich direkt aus den Schuhen, weil sie erst Angst hatte, dass ich ihn zu ihr hinten auf ihren Bettsitz setze. Im Leben nicht! Also ist sie damit auch einverstanden.
Mit Händen und Füßen bekomme ich aus ihm heraus, dass er, genau wie wir, vor dem schlechten Wetter am Festland geflohen ist. Eigentlich wollte er von Pisa bis Rimini wandern, ist nun aber einmal um Elba gewandert. Nun bringen wir ihn nicht nach Livorno, sondern nach Pisa in die Nähe seines Hotels.
Er hilft mir auch noch toll bei einer kleinen Panne. Der Fahrerscheibenwischer schießt nämlich über sein Ziel hinaus, geht über die Windschutzscheibe hinaus, verhakt sich dort und bricht ab.
LOL.
Und der Himmel ist komplett am ausrasten. Es schüttet Hunde und Katzen. Nein, eher Wölfe und Raubkatzen. Zum Glück kommt uns... entschuldigt ... Zum Glück kommt Judith direkt die gute Idee den Beifahrerwischer rüber auf die Fahrerseite zu tauschen. Irgendwie die bessere Idee. Vlášeks Idee war, das er durch die Beifahrerseite für mich guckt. Angesichts der Tatsache, dass wir uns Null verständigen können, eine eher unausgegorene Idee. Aber beim Umbauen hilft er mir super!
Nachdem wir ihn in Pisa rausschmeißen, verfahre ICH mich in einem Kreisel, obwohl Judith mir die genau richtige Ausfahrt gesagt hatte. Wäre ja nicht schlimm, wenn nicht Google Maps direkt nach dem einen Kreisel - mitten in Pisa!!! - eigenständig die Entscheidung trifft, dass wir ja jetzt nur noch über den Brenner fahren können! Das checken wir nach ca. 4 min und sind dann schon so scheiße in die falsche Richtung gefahren sind, das wir einen bestimmt 40min Umweg fahren 😮💨😬😮💨. Gut, dass ich dafür keinerlei Vorwürfe bekommen habe, nachdem ich mich schon ausführlich selbstkasteit hatte.
Rest der Fahrt Tipp Topp.
Judith fährt durch die Schweiz, ich mache Pause mit bisschen schlafen und eine recht lange Nachtruhe machen wir dann zwischen Karlsruhe und Frankfurt.
Um 16:10 Uhr liefern wir Amélie in Groß Wittensee ab. Um 18:30 Uhr haben wir den Großteil aus dem Wohnmobil ausgeräumt. Denn für Brenda stehen die nächsten Kaufbesichtigungen an.
Drückt uns die Daumen.
Fazit:
Tolle Tour. Super Entscheidung nach Elba umzuziehen.
Ich liebe aber auch wirklich so lange Zeiten mit Judith und Amélie zu haben. Fühle mich immer am komplettesten, wenn wir zu dritt unterwegs sind. Danke an euch zwei, ich liebe euch.Read more

TravelerAm Ende ein bisschen klebrig das Ganze, sonst gutes Storytelling. Ich wünsche mir noch ein Footprint des letztens Tages von Judith, habe den Eindruck, da gibt es verschiedene Perspektiven auf manche Situationen.





























































































































































































































